Lionel Messi Tattoos: Was bedeuten Rosette, Lotusblume und die Uhr auf dem Arm des WM-Stars?

Es ist eines dieser Bilder, die bei einer WM fast so viel erzählen wie das Spiel selbst: Beim 3:2-Sieg nach Verlängerung gegen Kap Verde fing ein Getty-Fotograf in Miami eine Detailaufnahme des tätowierten Arms von Lionel Messi ein, Zahnräder, Blüten und die Rosette eines Kirchenfensters auf der Haut des größten Fußballers seiner Generation. Doch was bedeuten die Kunstwerke eigentlich, die der Kapitän von Argentinien seit Jahren auf seinem Körper trägt? Hier kommen Aussehen, Bedeutung und die Geschichten hinter Messis Tattoos.

Detailaufnahme des Tattoo-Ärmels von Lionel Messi mit Kirchenfenster-Rosette und Lotusblume, aufgenommen beim WM-2026-Sechzehntelfinale gegen Kap Verde
Rosette, Blüten, Zahnräder: Messis Tattoo-Ärmel im Detail, aufgenommen beim Sechzehntelfinale in Miami. Darrian Traynor / Getty Images
Argentinien – Ägypten1/8
Di 07.07. · 18:00 Uhr · ARD

Was zeigt Messis Tattoo-Ärmel?

Der komplette Ärmel, der auf der Aufnahme aus Miami zu sehen ist, zieht sich über Messis rechten Arm und ist über Jahre gewachsen. Die auffälligsten Elemente:

  • Jesus mit Dornenkrone: Nahe der Schulter trägt Messi ein Porträt von Jesus Christus, ein Bekenntnis zu seinem katholischen Glauben.
  • Die Kirchenfenster-Rosette: Über dem Ellbogen prangt die Rosette eines Kirchenfensters, die meist der Kirche Santa Maria del Pi in Barcelona zugeschrieben wird, Messis Hommage an die Stadt, in der er zum besten Spieler der Welt wurde.
  • Die Lotusblume: Am Arm blüht ein Lotus, gut zu erkennen auch auf dem aktuellen Foto. Die Blume, die aus dem Schlamm wächst und trotzdem makellos erblüht, steht für Messis Weg von ganz unten nach ganz oben.
  • Die Taschenuhr: Eine klassische Uhr, umgeben von filigranen Zahnrädern, komplettiert den Ärmel, eine Erinnerung daran, dass die Zeit selbst für eine Fußball-Legende unaufhaltsam verrinnt.
  • Rosenkranz und Blüten: Dazwischen verbinden Rosenkranzperlen, eine rote Rose und Orangenblüten die Motive zu einem fließenden Gesamtkunstwerk aus Spiritualität und Schönheit.

Die Bedeutungen: Glaube, Barcelona, Zeit und der Weg nach oben

Messis Ärmel erzählt in vier Kapiteln sein Leben: Der Glaube (Jesus, Rosenkranz) begleitet den Argentinier seit seiner Kindheit in Rosario. Die Rosette verneigt sich vor Barcelona, der Stadt, die den kleinen Jungen mit der Wachstumsstörung aufnahm und zum Weltstar formte. Die Lotusblume erzählt genau diese Geschichte weiter: Wer im Schlamm wurzelt, kann trotzdem erblühen. Und die Uhr mit ihren Zahnrädern erinnert den inzwischen 39-Jährigen daran, jeden Moment zu nutzen, eine Botschaft, die bei seiner mutmaßlich letzten WM aktueller ist denn je.

Familie unter der Haut: die weiteren Tattoos

Fast alle übrigen Kunstwerke widmet Messi seiner Familie. Das erste und vielleicht persönlichste: das Porträt seiner Mutter Celia auf dem linken Schulterblatt. Auf dem linken Arm ließ sich Messi 2015 den Namen seines zweiten Sohnes Mateo stechen, dazu trägt er eine Königskrone, während Ehefrau Antonela das passende Gegenstück, eine Queen-Krone, tätowiert hat. Auch ihre Lippen verewigte der Superstar als Kuss-Tattoo, und über dem rechten Knöchel stehen die Namen und Geburtsdaten aller drei Söhne Thiago, Mateo und Ciro.

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Die berühmteste Geschichte erzählt aber das linke Bein: Als Thiago 2012 geboren wurde, ließ sich Messi dessen winzige Handabdrücke auf die Wade tätowieren. Weil Fans darin zunächst eine Anspielung auf Maradonas „Hand Gottes“ vermuteten, ergänzte er kurzerhand Thiagos Namen in den Händchen. Später ließ Messi das komplette Bein schwarz übermalen, nachdem er für ältere Motive wie einen Dolch im Netz Spott kassiert hatte. Ausgespart blieben nur die wichtigsten Dinge seines Fußballerlebens: die Rückennummer 10, ein Ball und Thiagos Handabdrücke.

Lionel Messi bedankt sich nach dem 3:2-Sieg Argentiniens im WM-2026-Sechzehntelfinale gegen Kap Verde bei den Fans
Nach dem Zittersieg gegen Kap Verde bedankte sich Messi bei den argentinischen Fans in Miami. Darrian Traynor / Getty Images

Messi bei der WM 2026: Die Uhr tickt, die Tore fallen

Sportlich könnte die Botschaft der Taschenuhr kaum besser passen: Bei seiner mutmaßlich letzten Weltmeisterschaft steht Messi bei sieben Turniertoren und liefert sich mit Kylian Mbappé, der am Samstag per Elfmeter gegen Paraguay nachzog, ein Wettschießen um die Torjägerkrone. In der ewigen WM-Torschützenliste hält der Argentinier bei 20 Treffern, einen mehr als der Franzose. Weiter geht die Jagd am Dienstag (18:00 Uhr MESZ, ARD und MagentaTV): Dann trifft der Weltmeister im Achtelfinale gegen Ägypten in Atlanta auf Mohamed Salah und Co.