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Vor dem Achtelfinale gegen Norwegen setzt Carlo Ancelotti nicht auf ein spezielles Gegenmittel gegen Erling Haaland. Der Brasilien-Coach vertraut vielmehr auf seine eingespielte Defensive und auf die Erfahrung seiner Innenverteidiger im Duell mit dem Torjäger. Am Sonntag um 22.00 Uhr MESZ in der MagentaTV-Übertragung trifft die Seleção auf einen Stürmer, der bei der WM bereits fünf Treffer erzielt hat.

Ancelotti sieht keinen Sonderplan gegen Haaland
Der norwegische Angreifer zählt zu den größten Gefahren dieser Weltmeisterschaft, doch Ancelotti gibt sich vor dem K.o.-Spiel gelassen. „Jeder weiß, wie er spielt“, sagte der 67-Jährige, „ich muss meinen Verteidigern nicht erklären, wie sie gegen ihn vorgehen sollen.“ Damit macht der Italiener deutlich, dass er seine Abwehr nicht mit einem besonderen Plan auf den Manchester-City-Profi ausrichten will.
Vor allem Gabriel vom FC Arsenal und Kapitän Marquinhos von Paris Saint-Germain kennen den Stürmer bestens. Gabriel begegnet Haaland regelmäßig in der englischen Premier League, Marquinhos traf schon in der Champions League auf ihn. „Ich glaube nicht, dass es so etwas wie einen Anti-Haaland-Plan gibt“, sagte Ancelotti deshalb mit vollem Vertrauen in seine Hintermannschaft.
Brasiliens Defensive und Guimaraes warnen vor dem Norweger
Weniger entspannt äußerte sich Bruno Guimaraes. Der Mittelfeldspieler mahnte, den 1,94 Meter großen Ex-Dortmunder gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen. „Wir müssen verhindern, dass der Ball zu ihm gelangt“, sagte er. „Wir müssen zwar angreifen, aber wir müssen sicherstellen, dass jemand an ihm dranbleibt, denn mit einem einzigen Ball kann er das Spiel entscheiden.“
Die brasilianische Auswahl weiß also genau, welch massive Wucht Haaland im Strafraum entfalten kann. Gerade seine Präsenz verlangt höchste Aufmerksamkeit, weil er selbst aus einer einzigen Szene ein Spiel kippen kann. Dennoch setzt Ancelotti auf die Routine seiner Abwehrspieler und verzichtet bewusst auf eine Überfrachtung mit Sonderaufgaben.
Vinicius Junior und Neymar könnten zusammen auflaufen
Auch die Offensive der Brasilianer könnte gegen Norwegen noch einmal eine besondere Note bekommen. Ancelotti stellte einen gemeinsamen Einsatz von Vinicius Junior und Neymar in Aussicht. „Ja, Neymar und Vinicius könnten irgendwann gemeinsam spielen, und ich glaube, das werden sie auch“, sagte er.
Vinicius Junior kommt im laufenden Turnier bereits auf vier Tore. Neymar dagegen konnte wegen seiner Wadenverletzung bislang nur kurz eingreifen und erhielt bisher lediglich einen Kurzeinsatz.
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