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Leverkusens Kapitän Robert Andrich reagierte sichtlich verärgert auf den späten Elfmeterpfiff, der zum 1:1-Ausgleich gegen FC Arsenal führte. Im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League in der BayArena bemängelte Andrich sowohl die Entscheidung des Unparteiischen als auch die Überprüfung durch den VAR: „Das reicht doch nicht.“ Der Elfmeter in der Nachspielzeit verwandelte Kai Havertz und sorgte für großes Unverständnis bei Leverkusen. Trainer Kasper Hjulmand und Torhüter Janis Blaswich teilten später ebenfalls die Kritik an der Szene.

Andrich kritisiert Elfmeterentscheidung
Robert Andrich bezeichnete den Strafstoß als „schon sehr wenig“ und schilderte die Szene aus seiner Perspektive: Sein Eindruck sei gewesen, „dass der kleine Kontakt kommt und er aber ein bisschen später immer noch fällt“. Nach mehrmaliger Ansicht wirke der Kontakt noch geringer: „Wenn ich das noch zweimal gesehen habe, ist es noch weniger ein Elfmeter. Wie man da nicht sagen kann, dass er es zurücknehmen soll – das reicht doch nicht.“ Andrich zeigte sich frustriert darüber, dass die Entscheidung nach dem VAR-Check nicht aufgehoben wurde: „Leider kannst du es nicht mehr ändern.“
Unterstützende Stimmen aus der Mannschaft
Auch Coach Kasper Hjulmand stellte klar, dass er die Szene nicht als Strafstoß bewertet: „Kein Kontakt und dann geht er runter. Es ist kein Elfmeter. Das ist eine Situation, in der, wenn der Schiedsrichter nicht pfeift und der VAR es checkt, es trotzdem kein Elfmeter ist.“ Torwart Janis Blaswich zeigte sich ähnlich konsterniert: Für ihn sei das für ein Champions-League-Hinspiel „schon sehr wenig“ gewesen; er habe „nichts gesehen“ und betonte, dass die Entscheidung nicht mehr rückgängig zu machen sei. Damit bündelten mehrere Leverkusener Stimmen die Kritik an Unparteiischem und VAR-Entscheidung.
Die Szene im Spielkontext
Der umstrittene Strafstoß fiel in der Schlussphase und brachte Kai Havertz zum Ausgleich – ein Elfmeter, den Havertz selbst als schwierigen Moment in der Nachspielzeit beschrieb: „So ein Elfmeter in der letzten Minute ist nicht immer einfach. Ich bin froh, dass ich angetreten bin, froh, dass ich getroffen habe.“ Das 1:1 im Achtelfinal-Hinspiel verändert die Ausgangslage für das Rückspiel in London; Leverkusen bleibt nach der späten Entscheidung enttäuscht, aber noch im Rennen.
Andrich über sein Tor und die Defensivarbeit
Trotz der Wut über den Elfmeter hob Andrich die Mannschaftsleistung hervor. Zum Standardtreffer, den er per Kopf erzielte, sagte er: „Der Ball ist perfekt. Es ist tatsächlich auch eine der Varianten gewesen. Mannorientierung. Man sieht ganz gut, wie Ibo seinen Gegenspieler wegblockt. Der Ball ist perfekt, ich laufe gut ein – und ich köpfe ihn natürlich auch gut ein.“ Zur Defensivleistung erklärte Andrich, dass Leverkusen überwiegend gut gestanden habe, lediglich ab der 60. Minute einen Tick zu tief: „Da haben wir den Switch nicht hinbekommen, mal ins Angriffspressing zu kommen. Aber trotzdem haben sie wenig daraus kreiert.“ Er betonte zugleich die verbleibende Chance im Rückspiel: „Es fühlt sich enttäuschend an, aber nächste Woche haben wir noch eine Chance.“