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Der FC Arsenal steht vor der großen Chance, nach fast 20 Jahren wieder in ein Champions-League-Finale einzuziehen. Im Halbfinal-Rückspiel gegen Atlético Madrid wollen die Gunners am Dienstag um 21.00 Uhr bei Prime Video den Schritt auf Europas größte Bühne schaffen, doch mit Antoine Griezmann wartet ein Gegner, der eine ganz persönliche Rechnung offen hat.

Arsenal mit Rückenwind und makelloser Europapokal-Bilanz
Nach dem 1:1 im Hinspiel fühlt sich die Ausgangslage für die Mannschaft von Mikel Arteta offen an. Der Arsenal-Teammanager sprach von einer „unglaublichen Position“ und betonte: „Wir sind im Halbfinale der Champions League. Wir spielen vor unseren Fans, es ist in unseren Händen.“ Mit zehn Siegen und drei Unentschieden ist Arsenal bislang das einzige noch ungeschlagene Team in diesem Wettbewerb.
Besonders beeindruckend präsentiert sich die Defensive der Londoner. In acht Partien blieben die Gunners in der Königsklasse ohne Gegentor und kassierten insgesamt nur sechs Treffer. Zusätzlich verschaffte sich das Team mit dem 3:0 gegen den FC Fulham zuletzt neues Selbstvertrauen und steuert in der Premier League drei Spieltage vor Schluss auf den Titel zu.
Griezmanns offene Wunde und Atléticos letzte Hoffnung
Auf der Gegenseite verfolgt Antoine Griezmann ein sehr persönliches Ziel. Der Star von Atlético Madrid will mit dem Finaleinzug „eine sehr tiefe Wunde heilen“. Bereits 2016 stand der 35-Jährige im Endspiel der Champions League und verlor mit Atlético im Elfmeterschießen gegen Stadtrivale Real Madrid. Griezmann verschoss damals in der regulären Spielzeit einen Strafstoß.
„Das ist nichts, woran ich jeden Tag denke“, erklärte der Franzose nun. Doch wenn er mit Freunden oder Mitspielern über die Königsklasse spreche, „kommt dieser Moment zur Sprache“. Für Griezmann ist der Sprung ins Finale deshalb „der einzige Weg, diese Enttäuschung wirklich zu überwinden“. Zugleich wäre es seine letzte Chance, denn im Sommer wechselt er in die USA zu MLS-Klub Orlando City.
Havertz fraglich, Arsenal erinnert sich an 2006
Vor dem Rückspiel hat Arsenal allerdings auch einen personellen Wermutstropfen. Kai Havertz fehlte sowohl im Hinspiel bei Atlético als auch gegen Fulham wegen einer Muskelverletzung. Arteta sagte dazu: „Hoffentlich steht er für Atlético zur Verfügung. Er geht bis an seine Grenzen, um das zu erreichen.“
Auch die Gunners haben mit der Champions League noch eine offene Rechnung. Beim bislang letzten Finalauftritt 2006 unterlag Arsenal dem FC Barcelona mit 1:2. Damals sah Torhüter Jens Lehmann früh die Rote Karte, ehe zwei späte Gegentreffer die Londoner trafen. Der deutsche Nationalkeeper konnte sich wenige Wochen später immerhin mit dem „Sommermärchen“ trösten, als sich Fußball-Deutschland auf das WM-Jahr und die ersten Kurznachrichten über die damals noch junge Social-Media-Plattform Twitter vorbereitete.