Mexiko hat seine Pläne für einen vorgezogenen Ferienstart während der Fußball-WM nach scharfer Kritik wieder kassiert. Statt eines monatelangen Unterrichtsstopps bleibt es nun beim regulären Schulkalender, das Schuljahr endet am 15. Juli. Betroffen sind 23,4 Millionen Schüler.

Kritik aus Elternhäusern und Behörden
Die Regierung teilte am Montag mit, dass der Vorschlag nach Widerstand aus vielen Richtungen gestoppt worden sei. Gesundheitsminister Mario Delgado hatte die Idee erst am vergangenen Freitag vorgestellt. Vorgesehen war, dass mexikanische Schulkinder wegen der hohen Temperaturen und der Weltmeisterschaft schon ab Anfang Juni in die Sommerferien gehen und damit rund drei Monate lang keinen Unterricht hätten.
Gegen diesen Plan machten Eltern, Denkfabriken und lokale Behörden mobil. Bei einer Krisenrunde mit Präsidentin Claudia Sheinbaum, weiteren Regierungsmitgliedern und Vertretern des Bildungssektors einigte man sich schließlich darauf, den Kalender wie ursprünglich vorgesehen beizubehalten.
WM-Termin bleibt unverändert
Sheinbaum hatte vor dem Treffen betont: „Die Idee ist, die Ferienzeit auf sechs Wochen zu begrenzen, so, wie es schon immer der Fall war“. Genau so wird es nun umgesetzt. Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada beginnt am 11. Juni, und als Mitausrichter hätte Mexiko für die Spiele und die erwarteten Fanmassen 40 Tage früher als üblich schließen sollen.