DFB-Umbruch nach der WM 2026: Diese jungen Spieler können sich jetzt Hoffnung machen

Das frühe Aus bei der WM 2026 hat beim DFB eine Grundsatzdebatte ausgelöst. Nach dem Ausscheiden im Sechzehntelfinale gegen Paraguay, das erst im Elfmeterschießen mit 3:4 entschieden wurde, und dem Rücktritt von Bundestrainer Julian Nagelsmann steht die deutsche Nationalmannschaft vor einem personellen Neuanfang. Eine ganze Reihe junger Profis darf sich berechtigte Hoffnungen auf die Zukunft im Nationaltrikot machen. Der Kader wird jünger, die Konkurrenz auf allen Positionen größer. Wir geben einen Überblick nach Mannschaftsteilen, wer künftig eine Rolle spielen könnte.

Joshua Kimmich, Felix Nmecha und Florian Wirtz führen die deutsche Mannschaft vor dem Sechzehntelfinale gegen Paraguay aus dem Spielertunnel
Joshua Kimmich, Felix Nmecha und Florian Wirtz führen die deutsche Mannschaft vor dem WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay aus dem Spielertunnel. (Robert Cianflone / Getty Images)

Abwehr: Frische Optionen für die Defensive

Auf der rechten Abwehrseite hat sich Philipp Treu vom SC Freiburg in Stellung gebracht, dahinter drängt mit Rafael Pinto Pedrosa ein hochveranlagtes Talent aus Karlsruhe nach. In der Innenverteidigung wartet vor allem ein Name auf seine Chance: Yann Bisseck gewann mit Inter Mailand das Double, wurde von Nagelsmann bei der WM aber nicht berücksichtigt. Bisseck bringt mit seiner Physis und seinem Spielaufbau genau das mit, was der deutschen Defensive zuletzt fehlte. Auch der erst 19-jährige Finn Jeltsch vom VfB Stuttgart hat mit reifen Auftritten auf sich aufmerksam gemacht und gilt als eine der spannendsten Personalien für die Zukunft.

  • Philipp Treu (25, SC Freiburg)
  • Rafael Pinto Pedrosa (18, Karlsruher SC)
  • Yann Bisseck (25, Inter Mailand)
  • Finn Jeltsch (19, VfB Stuttgart)
Yann-Aurel Bisseck wärmt sich während einer Trainingseinheit der deutschen Nationalmannschaft auf
Yann-Aurel Bisseck bei einer Trainingseinheit der deutschen Nationalmannschaft in Dortmund. (Foto von Ina FASSBENDER / AFP)

Mittelfeld: Zwischen Konstante und Zukunft

Joshua Kimmich hat einen Rücktritt aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen und bleibt damit die Konstante im Zentrum. Sein Münchner Kollege Tom Bischof gilt vielen bereits als möglicher „neuer Kimmich“ und soll in den kommenden Jahren die Fäden im Zentrum ziehen. Die Übergabe von einer Generation zur nächsten kündigt sich also bereits an.

Die kreative Achse

Für das offensive Mittelfeld stehen mehrere Namen bereit. Köln-Juwel Said El Mala wurde zur Überraschung vieler Experten nicht für die WM nominiert, dazu kommen Jamie Leweling und Assan Ouédraogo. Entscheidende Figuren bleiben ohnehin Florian Wirtz und Jamal Musiala. Und der Nachwuchs klopft bereits an: Wunderkind Kennet Eichhorn wechselte von Hertha zu Bayer Leverkusen, auch Wael Mohya von Borussia Mönchengladbach zählt zu den Kandidaten.

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Sturm: Torgefahr aus dem Ausland

Im Angriff richten sich die Blicke unter anderem ins Ausland. Kevin Schade vom FC Brentford, der bereits fünf Länderspiele bestritten hat, könnte erneut ein Thema werden. Beim DFB sehr geschätzt wird zudem Nicolò Tresoldi, der beim FC Brügge und in der deutschen U21 überzeugt. Auch Brajan Gruda von Brighton & Hove Albion darf sich Hoffnung machen. Gemeinsam ist den Angreifern, dass sie sich in starken Ligen behaupten und der Nationalmannschaft neue Varianten in der Offensive geben könnten.

Fazit: Ein Umbruch mit Perspektive

Der Kader für die kommenden Aufgaben wird jünger, breiter und internationaler. Mit Florian Wirtz und Jamal Musiala als kreativen Achsen und einer Fülle an talentierten Nachwuchsspielern muss das WM-Aus nicht das Ende, sondern der Beginn einer neuen Ära sein. Wer den Umbruch anführt, entscheidet der nächste Bundestrainer.