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Bundestrainer Julian Nagelsmann zeigt sich unbesorgt, dass Jamal Musiala rechtzeitig für die Fußball-WM fit wird, warnt aber zugleich vor den Folgen einer noch nicht vollständig ausgeheilten Verletzung. Musiala fehlt zum Start ins WM-Jahr wegen einer Schmerzreaktion in seinem im vergangenen Sommer schwer verletzten Bein. Trotz der knappen Vorbereitungszeit betonte Nagelsmann: „Er hat nicht mehr so viel Zeit, das steht außer Frage“ und fügte hinzu: „Ich traue ihm zu, dass er auf 100 Prozent kommt.“ Als Alternativen nannte der Bundestrainer unter anderem Neuling Lennart Karl, der beim FC Bayern bereits mehrfach für Musiala eingesprungen ist.

Musialas Verletzung und Nagelsmanns Einschätzung
Jamal Musiala fehlt den ersten Länderspielen des Jahres, weil er auf eine Schmerzreaktion in seinem im vergangenen Sommer schwer verletzten Bein reagiert. Nagelsmann machte klar, dass die Gesundheit Priorität habe: „Das Wichtigste ist, dass er gesund ist, dass er schmerzfrei ist“, sagte der Bundestrainer und ergänzte: „und dass er dann sein Level erreicht.“
Der Übungsleiter beschrieb die Vorgeschichte als eine „extrem schweren Verletzung“ und wies darauf hin, dass es normal sei, wenn solche Probleme immer mal wieder auftreten. Nagelsmann warnte vor sportlichen Einschränkungen durch Schmerzen: „Wenn diese Schmerzen nicht tolerierbar seien, dann bist du ein bisschen gehemmt. Du kannst nicht befreit spielen.“
Spielplan: Basel gegen Schweiz und Stuttgart gegen Ghana
Musiala fehlt beim Start ins WM-Jahr genau zu den beiden anstehenden Länderspielen: am Freitag (20.45 Uhr/RTL) in Basel gegen die Schweiz und am Montag (20.45 Uhr/ARD) in Stuttgart gegen Ghana. Die beiden Testspiele dienen dem Bundestrainer zur Kadereinordnung in unmittelbarer Vorbereitung auf das Turnier und geben zugleich jungen Spielern die Chance, sich zu empfehlen.
Nagelsmann betonte, dass die kurzfristigen Entscheidungen rund um Musialas Einsatzfähigkeit von der Reaktion auf die Beschwerden abhängen und dass das Team flexibel aufgestellt sein müsse.
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Ersatzoptionen: Lennart Karl als Kandidat
Als mögliche Alternative nannte Nagelsmann unter anderem Neuling Lennart Karl. Der 18-Jährige hat laut Trainer beim FC Bayern schon mehrfach gut für Musiala vertreten und steht deshalb als Vertretung bereit.
Damit steht ein junger Offensivspieler zur Verfügung, der bereits in Münchener Pflichtspielen Erfahrung gesammelt hat und den Bundestrainer als echte Option für die bevorstehenden Länderspiele sieht.

Nagelsmanns Beurteilung von Lennart Karl
Der Bundestrainer lobte Karls Auftritt im Training ausdrücklich: „Er hat sehr auffällig trainiert. Er hat sich viel zugetraut, aber hat nicht übertrieben. Das war gut. Ich war sehr positiv angetan.“ Nagelsmann hob zudem hervor, dass ihn Karls Auftreten überrascht habe: „Er ist ein bisschen ruhiger, als ich erwartet habe. Er macht einen sehr, sehr angenehmen Eindruck. Fußballerisch war es sehr, sehr gut.“
Außerdem habe Nagelsmann nicht den Eindruck gehabt, dass sich Karl von dem „Hype“ um ihn habe anstecken lassen. Diese Ruhe und die fußballerische Qualität wertet der Bundestrainer als wichtigen Faktor für einen Turniereinsatz.
Der Wert der jungen Wilden im DFB-Team
Nagelsmann erläuterte, warum gerade junge Spieler wie Karl in einen Kader für eine große Endrunde gehören: „Wenn du so einen jungen Spieler mit zu einem Turnier nimmst, dann, weil er genau das Freche, Unbekümmerte verkörpert – und wenn er reinkommt, immer Vollgas gibt, ein Spiel auch entscheiden kann und entscheiden will.“