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Der DFB will Jürgen Klopp als neuen Bundestrainer. Die entscheidenden Gespräche sollen ausgerechnet in New York stattfinden, wo aktuell nicht nur die WM 2026 ihrem Finale entgegensteuert.

New York wird in diesen Tagen zur heimlichen Schaltzentrale des deutschen Fußballs. Nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann (38), dessen Amtszeit am Freitag nach dem bitteren Sechzehntelfinal-Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay (3:4 im Elfmeterschießen) endete, hat der Deutsche Fußball-Bund einen klaren Wunschkandidaten: Jürgen Klopp (59). Und der signalisiert Bereitschaft.
„Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt. Also ich bin bereit“, sagte Klopp am Freitagabend bei MagentaTV, wo er die WM als Experte begleitet. Sein US-Quartier hat der frühere Liverpool-Coach in New York aufgeschlagen. Ein Umstand, der die kommenden Tage besonders spannend macht.
Zwei Gipfeltreffen in wenigen Tagen
Denn gleich zwei entscheidende Termine deuten sich in der Metropole an. Die DFB-Spitze um Präsident Bernd Neuendorf (64) und DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke (67) plant für die zweite Wochenhälfte eine Reise in die USA, um mit Klopp persönlich zu verhandeln.
Wenige Tage vor dem WM-Endspiel am 19. Juli in New Jersey wird zudem Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff (50) in New York erwartet. Er will das Gespräch mit Klopp suchen, der beim Getränkekonzern seit seinem Comeback als „Head of Global Soccer“ unter Vertrag steht, und zwar bis Ende 2029. Direkte Gespräche zwischen Red Bull und dem DFB gab es bislang nicht.
Alle Beteiligten wirken an einer Lösung interessiert. Ein Selbstläufer werden die Verhandlungen dennoch nicht, denn mehrere Punkte sind offen. Mehr zum Hintergrund lesen Sie in unserer Analyse: Wird Jürgen Klopp jetzt Bundestrainer?

Diese Streitpunkte müssen gelöst werden
Auf dem Weg zu einer Einigung liegen einige Hürden, die im Detail geklärt werden müssen:
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- Die Ablöse: Weil im Klopp-Vertrag keine schriftliche Ausstiegsklausel steht, sitzt Red Bull am längeren Hebel. Eine Kompensation gilt als wahrscheinlich. Denkbar wäre auch, Klopp weiter als (Werbe-)Gesicht an den Konzern zu binden.
- Werbe-Deals: Klopps persönliche Partnerschaften könnten mit DFB-Sponsoren kollidieren. Er ist Partner der DVAG, während der DFB mit dem Konkurrenten Ergo zusammenarbeitet. Ähnlich beim Bier: Klopp wirbt für Budweiser, der DFB-Partner heißt Bitburger.
- Vertragslänge: Wahrscheinlich greift die übliche Zwei-Jahres-Regel bis zum nächsten großen Turnier, der EM 2028 in Großbritannien.
Krawietz als Co-Trainer, Völler soll bleiben
Beim Trainerstab zeichnet sich bereits eine Konstante ab. Als Co-Trainer gilt Peter Krawietz (54) als gesetzt. Die beiden verbindet ein langer gemeinsamer Weg: von den Mainzer Anfängen über Borussia Dortmund bis zu Liverpool, wo Krawietz von 2015 bis 2024 an Klopps Seite stand. Aktuell ist er ebenfalls bei Red Bull tätig.
Auf der sportlichen Führungsebene soll Kontinuität herrschen. DFB-Sportdirektor Rudi Völler besitzt einen Vertrag bis 2028 und dürfte diesen erfüllen. Die Tendenz geht klar dahin, dass Völler und Klopp künftig zusammenarbeiten.
Wie schnell aus der grundsätzlichen Bereitschaft ein unterschriebener Vertrag wird, entscheidet sich nun in New York. Einen ersten Ausblick auf die Personalie gibt unser Beitrag Klopp neuer Bundestrainer? Here we go. Die WM in den USA können Sie parallel weiterverfolgen, den kompletten WM-Spielplan 2026 gibt es bei uns im Überblick.