DFB Torhüterfrage: Wann kommt Manuel Neuer zurück? Comeback ungewiss

Der Zeitpunkt von Manuel Neuers Rückkehr ins DFB-Tor bleibt weiter offen. Vor dem WM-Auftakt stellt sich deshalb vor allem die Frage, wer im Länderspiel am Samstag (RTL live, 20:45 Uhr) die USA die deutsche Nummer eins sein wird. Der 40-Jährige arbeitet zwar an seinem Comeback, doch sein Einsatz am Samstag in Chicago ist alles andere als sicher.

Manuel Neuer schreibt am 29. Mai 2026 im adidas Store in Herzogenaurach Autogramme für Fans, bevor die deutsche Nationalmannschaft zur offiziellen Pressekonferenz zusammenkommt. Die DFB-Auswahl bereitet sich im fränkischen Homeground auf die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in den USA vor. (Alexander Hassenstein / Getty Images)
Manuel Neuer schreibt am 29. Mai 2026 im adidas Store in Herzogenaurach Autogramme für Fans, bevor die deutsche Nationalmannschaft zur offiziellen Pressekonferenz zusammenkommt. Die DFB-Auswahl bereitet sich im fränkischen Homeground auf die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in den USA vor. (Alexander Hassenstein / Getty Images)

Neuer noch nicht voll belastbar

Nach der Ankunft in Chicago gab es zwar schon einige Schlagzeilen rund um den Sensations-Rückkehrer in die Nationalmannschaft. Neuer machte mit einem Strandspaziergang an der Seite von Jonas Urbig auf sich aufmerksam, nahm seine TikTok-Fans mit auf die WM-Reise und bekam zudem Lob von Kai Havertz. Die drängendste Frage blieb aber unverändert: Wann steht Neuer wieder zwischen den Pfosten?

Die Wade der Nation zwickt weiterhin leicht. Der Deutsche Fußball-Bund teilte vor dem Spiel gegen die USA am Samstag um 20.30 Uhr MESZ bei RTL mit, Neuer befinde sich noch im Belastungsaufbau. Im Soldier Field könnte der viermalige Weltmeister also auch nach 701 Tagen noch auf sein Comeback warten. Bei der Verabschiedung auf dem DFB-Campus am vergangenen Montag hatten die Fans noch gehofft, als Neuer kraftvoll gesprintet und einige Bälle hinterhergehechtet war. Bis Donnerstag war er jedoch noch nicht ins Mannschaftstraining eingestiegen.

Nagelsmann bleibt vorsichtig

Julian Nagelsmann hält an seiner klaren Linie fest und sieht Neuer nach wie vor voll im Soll. Ein unnötiges Risiko will der Bundestrainer dennoch vermeiden. Dafür gibt es auch sportliche Gründe, denn in dieser Saison war Neuer bereits einmal zu früh zurückgekehrt. Mitte Februar legte er nach seinem zweiten Muskelfaserriss in dieser Spielzeit nur 16 Tage Pause ein, ehe er nach der Rückkehr ins Tor wenig später den dritten Rückschlag erlitt und weitere 24 Tage ausfiel. Die aktuellen Wadenprobleme bestehen seit Samstag mittlerweile drei Wochen.

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Im DFB-Lager herrscht deshalb keine Panik, auch wenn ein Einsatz gegen die USA eine körperliche Bewährungsprobe für den Weltmeister von 2014 wäre. Sollte er dort nicht spielen, müsste er zum Turnierstart am 14. Juni in Houston gegen Außenseiter Curacao aus dem Stand wieder einsteigen.

Havertz lobt Neuer, Baumann bleibt Option

Kai Havertz würde eine schnelle Rückkehr des Keepers jedenfalls begrüßen. Der Offensivspieler nannte Neuer „der beste Torwart, den ich in meiner Karriere erlebt habe“. Zugleich bezeichnete er auch Oliver Baumann als „überragenden Torhüter“. Damit bleibt offen, wer am Samstag gegen die USA das deutsche Tor hütet.

Gut möglich, dass der von Nagelsmann wieder ins Team gerückte Hoffenheimer erneut den Vorzug erhält und Neuer weiter auf andere Schlagzeilen wartet.