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Julian Nagelsmann bleibt beim zweiten Test im WM-Jahr seinem Prinzip treu: „Einspielen“ steht auch beim Länderspiel gegen Ghana im Vordergrund. Der Bundestrainer dürfte am Montag (20.45 Uhr/ARD) in Stuttgart weitgehend der Aufstellung vertrauen, die in Basel begann. Gleichzeitig bleibt die Torwartfrage ein Thema: Oliver Baumann gilt als für die WM gesetzt, Alexander Nübel könnte vor heimischem Publikum sein drittes Länderspiel bekommen. Die Partie gegen Ghana dient Nagelsmann vor der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada als weiterer Turnierhärtetest, um Abläufe, vor allem in der Defensive, zu festigen.

Nagelsmann setzt weiter auf „Einspielen“
„Einspielen“, lautete das Motto von Julian Nagelsmann für den Start ins WM-Jahr gegen die Schweiz (4:3) – und daran sollte sich auch im zweiten Turnierhärtetest gegen Ghana nichts ändern. Der Übungsleiter will die Partie als Gelegenheit nutzen, Automatismen zu prüfen und die Spielpraxis seiner Kandidaten zu erhöhen. Gleichwohl legt der Chefcoach Wert darauf, die defensive Abstimmung zu stabilisieren, zwei bis zweieinhalb Monate vor dem Turnierbeginn.

Torwartfrage: Baumann gesetzt, Nübel vor Startelf
Oliver Baumann ist für die WM gesetzt, heißt es aus dem Lager des DFB, sodass die Nummer eins bereits feststeht. Auf der Stellvertreterposition könnte es anders aussehen: Alexander Nübel vom VfB Stuttgart dürfte vor heimischem Publikum sein drittes Länderspiel bekommen. Nübel, 29 Jahre alt und bislang mit 2 Länderspielen, erhält damit womöglich erneut Spielpraxis im Nationaltrikot.
Viererkette soll Stabilität bringen
An der Viererkette davor will Nagelsmann weitgehend auf Kontinuität setzen: Kapitän Joshua Kimmich, Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck und David Raum sollen die Startformation bilden. Trotz größerer Schwächen in einzelnen Szenen rüttelt der Bundestrainer offenbar nicht an dieser Grundformation. Nagelsmann hat deutlich gemacht, dass er die Abläufe gerade in der Defensive festigen will, um im Trainingsbetrieb und in den Testspielen Sicherheit zu gewinnen.
Optionen im „Herzstück“ des Mittelfelds
In seinem „Herzstück“ im Mittelfeld könnte Nagelsmann eine andere Option wählen als den in der Schweiz erprobten „Backup“ Angelo Stiller. Als Alternativen stünden Anton Stach und Pascal Groß bereit. Der Bundestrainer sondiert offensichtlich die verschiedenen Besetzungsmöglichkeiten im Zentrum, um Balance und Ordnung zwischen Defensiv- und Offensivspiel zu gewährleisten.
Offensive Dreierreihe: Wirtz unverzichtbar, Entscheidung rechts
In der offensiven Dreierreihe gilt Florian Wirtz nach seiner Gala am vergangenen Freitag als unverzichtbar. Das betrifft auch den formstarken Serge Gnabry, der erneut eine Schlüsselrolle einnehmen soll. Rechts hat der unbekümmert-forsche Schweiz-Debütant Lennart Karl einen Einsatz von Beginn an verdient; alternativ könnte dort erneut Leroy Sané starten. Nagelsmann stellte ihm „die nächste Chance“ in Aussicht. Kai Havertz dürfte weiter Spielpraxis bekommen, für VfB-Liebling Deniz Undav bliebe dann nur die Jokerrolle.
Die voraussichtlichen Aufstellungen
Deutschland
Nübel/VfB Stuttgart (29 Jahre/2 Länderspiele) – Kimmich/Bayern München (31/107), Tah/Bayern München (30/44), Schlotterbeck/Borussia Dortmund (26/24), Raum/RB Leipzig (27/35) – Stach/Leeds United (27/3), Goretzka/Bayern München (31/68) – Sané/Galatasaray Istanbul (29/73), Gnabry/Bayern München (30/58), Wirtz/FC Liverpool (22/38) – Havertz/FC Arsenal (26/56). – Trainer: Nagelsmann
Ghana
Ati Zigi/St. Gallen (29/28) – Yirenkyi/FC Nordsjaelland (20/9), Adjetey/VfL Wolfsburg (22/8), Djiku/Spartak Moskau (31/37), Köhn/Union Berlin (27/2) – Fatawu/Leicester City (22/26), Partey/FC Villarreal (32/55), Sibo/Real Oviedo (27/6), Semenyo/Manchester City (26/33) – Adu/Viktoria Pilsen (22/3), Ayew/Leicester City (34/116). – Trainer: Addo
Schiedsrichter: Stuart Attwell (England)