Fußball WM 2030

Die FIFA Fußball WM 2030 findet in Spanien, Portugal und Marokko statt

Die FIFA hat entschieden: Die Fußball WM 2030 findet in Spanien, Portugal und Marokko statt. Dazu kommen drei Jubiläumsspiele in Uruguay, Argentinien und Paraguay, denn die Weltmeisterschaft feiert 2030 ihren 100. Geburtstag. Gespielt wird vom 8. Juni bis zum 21. Juli 2030, erstmals in der Geschichte auf drei Kontinenten. Der designierte deutsche Bundestrainer Jürgen Klopp soll die DFB-Elf nach der WM 2026 und der EM 2028 zum Jubiläumsturnier führen. Und die FIFA prüft eine Aufstockung von 48 auf 64 Teams: Es wäre die größte WM aller Zeiten.

Lionel Messi und Kylian Mbappé bei der WM 2026, beide Nationen blicken schon auf die Fußball WM 2030
Lionel Messi und Kylian Mbappé prägten die WM 2026. Bei der Fußball WM 2030 ist Messis Argentinien als Jubiläumsgastgeber automatisch dabei. (Copyright AFP/Sameer Al-Doumy, Juan Mabromata)

 

Quick Facts Fußball WM 2030

  • WM 2030 in Spanien, Portugal und Marokko, dazu drei Jubiläumsspiele in Uruguay, Argentinien und Paraguay
  • Erste WM auf drei Kontinenten (Europa, Afrika, Südamerika) und in sechs Ländern
  • 100 Jahre nach der ersten Weltmeisterschaft 1930 in Montevideo
  • Turnier vom 8. Juni bis zum 21. Juli 2030
  • Geplant mit 48 Teams, die FIFA prüft eine Aufstockung auf 64 Teams mit 128 Spielen
  • 24 Stadien in den Bewerbungsunterlagen, darunter Camp Nou, Bernabéu und ein 115.000-Plätze-Neubau bei Casablanca
  • Sechs Gastgeber sind automatisch qualifiziert, darunter die WM-2026-Finalisten Spanien und Argentinien
  • MagentaTV hat sich die Übertragungsrechte an der WM 2030 bereits gesichert

Wo findet die WM 2030 statt? Drei Kontinente, sechs Länder, ein Turnier

Der FIFA-Kongress hat die WM 2030 am 11. Dezember 2024 offiziell an Spanien, Portugal und Marokko vergeben. Für Spanien ist es nach 1982 die zweite Weltmeisterschaft im eigenen Land, Portugal richtet erstmals überhaupt eine WM aus, und Marokko holt das Turnier nach Südafrika 2010 zum zweiten Mal auf den afrikanischen Kontinent. Der Großteil der Spiele steigt auf der Iberischen Halbinsel, Marokko liegt mit nur 14 Kilometern Entfernung über die Straße von Gibraltar aber praktisch vor der Haustür. Kurze Wege für Fans und Teams waren ein zentrales Argument der gemeinsamen Bewerbung.

Termine zur Fußball WM 2030

Termine & Zeitplan zur Fußball WM 2030

  • 8. und 9. Juni 2030: Drei Jubiläumsspiele zum 100. WM-Geburtstag in Montevideo, Buenos Aires und Asunción
  • 13. Juni 2030: Eröffnungsfeier und Start der Hauptrunde in Spanien, Portugal und Marokko
  • 21. Juli 2030: Finale der WM 2030. Das Finalstadion ist noch offen, zur Wahl stehen Madrid, Barcelona und Casablanca
  • Ende 2026: Die FIFA-Gremien beraten über die Aufstockung auf 64 Teams, auch die Entscheidung über den Finalort wird erwartet
  • September 2026: Das UEFA-Exekutivkomitee beschließt das neue europäische Quali-Format endgültig
  • 2027 bis 2029: WM-Qualifikation weltweit. Europa spielt voraussichtlich 2029, die Playoffs steigen im November 2029
  • Ende 2029: Auslosung der Vorrundengruppen (voraussichtlich)

100 Jahre WM: Die Jubiläumsspiele in Südamerika

Weil die Weltmeisterschaft 2030 ihren 100. Geburtstag feiert, kehrt das Turnier für drei Spiele an seine Wurzeln zurück. Uruguay eröffnet im Estadio Centenario von Montevideo, also genau dort, wo 1930 das erste WM-Finale der Geschichte stattfand. Argentinien, Finalist von 1930, spielt im Estadio Monumental von Buenos Aires, und Paraguay als Sitz des südamerikanischen Verbandes CONMEBOL in Asunción. Alle drei Teams bestreiten ihr erstes Gruppenspiel am 8. oder 9. Juni 2030 zu Hause und reisen danach über den Atlantik. Als Ausgleich für die lange Reise bekommen sie vor ihrem zweiten Gruppenspiel elf bis zwölf Tage Pause, die übrigen Teams haben fünf bis sechs Tage.

WM 2030 mit 64 Teams? Die XXL-Aufstockung ist spruchreif

Das größte Thema rund um die WM 2030 ist aktuell die Teilnehmerzahl. Offiziell ist das Turnier mit 48 Teams geplant, so wie die WM 2026. Doch die FIFA prüft ernsthaft eine Aufstockung auf 64 Mannschaften. Es wäre die mit Abstand größte Weltmeisterschaft der Geschichte, fast jedes dritte FIFA-Mitglied wäre dann bei der Endrunde dabei.

FIFA-Präsident Gianni Infantino mit US-Präsident Donald Trump beim FIFA-Empfang im Trump Tower im Juli 2026
US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino beim FIFA-Empfang im Trump Tower am 17. Juli 2026. Infantino treibt die Debatte über eine WM 2030 mit 64 Teams voran. (Andrew Harnik / Getty Images North America via Getty Images)

Infantinos Vorstoß nach der WM 2026

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat die Debatte im Juli 2026 selbst neu angeheizt. Die erstmals mit 48 Teams gespielte WM 2026 bezeichnete er als Riesenerfolg, die Aufstockung sei „zu 100 Prozent“ die richtige Entscheidung gewesen. Auf die Frage nach 64 Teams für 2030 sagte er: „Das müssen wir überlegen, auf jeden Fall.“ Nach dem Turnier sollen sich die zuständigen FIFA-Gremien offiziell mit dem Thema befassen. Infantino betonte zudem, eine XXL-WM wäre auch eine Chance für Nationen wie Italien, die zuletzt mehrfach in der Qualifikation gescheitert sind.

So würde die 64er-WM funktionieren

Das wahrscheinlichste Format: 16 Gruppen mit je vier Teams, die beiden besten jeder Gruppe erreichen ein K.o.-Feld mit 32 Mannschaften. Statt 104 Partien wie bei der WM 2026 stünden dann 128 Spiele im Kalender, exakt doppelt so viele wie bei den alten Turnieren mit 32 Teams. Für die sechs Gastgeberländer wäre das logistisch machbar, schon die Bewerbung umfasst 24 Stadien. Kritiker verweisen allerdings auf die Belastung der Spieler und einen noch volleren Terminkalender.

Befürworter und Kritiker der Aufstockung

Angestoßen hat die Idee der südamerikanische Verband CONMEBOL: Präsident Alejandro Domínguez wirbt seit 2025 dafür, das Jubiläumsturnier einmalig mit 64 Teams zu spielen, damit möglichst viele Nationen beim 100. Geburtstag dabei sein können. Der Widerstand kommt vor allem aus Europa. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin nannte den Plan eine schlechte Idee: Das Turnier werde zu lang, die Qualifikation bedeutungslos, die sportliche Qualität leide. Auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf hält die Aufstockung „aus sportlicher und organisatorischer Sicht“ für nicht umsetzbar. Selbst in Asien gibt es prominente Skeptiker.

Wann fällt die Entscheidung über 64 Teams?

Einen festen Termin gibt es noch nicht. Klar ist: Die Entscheidung liegt beim FIFA-Council, und die Beratungen beginnen nach dem Ende der WM 2026, also ab Herbst 2026. Viel Zeit bleibt nicht, denn die Qualifikationswettbewerbe für 2030 müssen geplant werden und hängen direkt von der Teilnehmerzahl ab. Eine Entscheidung wird deshalb bis spätestens 2027 erwartet. Sobald es Neuigkeiten gibt, findest du sie in unseren Fußball WM 2030 News.

Spielorte und Stadien der WM 2030

In den Bewerbungsunterlagen stehen 24 Stadien: zwölf in Spanien, sechs in Marokko, drei in Portugal und je eines in Uruguay, Argentinien und Paraguay. Es wäre die höchste Stadionzahl der WM-Geschichte. Die endgültige Auswahl trifft die FIFA erst mit dem Spielplan, einzelne Spielorte können also noch wegfallen. Die Liste im Überblick:

🏟️ Spielorte in Spanien (12 Stadien)

  • Barcelona: Camp Nou (103.447 Plätze nach Umbau) und RCDE Stadium (40.259)
  • Madrid: Santiago Bernabéu (78.297) und Estadio Metropolitano (70.650)
  • Sevilla: La Cartuja (71.000) und Benito Villamarín (60.721)
  • Valencia: Nou Mestalla (70.044, Neubau)
  • Bilbao: San Mamés (53.633)
  • Las Palmas: Estadio de Gran Canaria (44.500)
  • Vigo: Balaídos (44.000)
  • Saragossa: Nueva Romareda (43.144, Neubau)
  • San Sebastián: Anoeta (42.300)

Spielorte in Marokko (6 Stadien)

  • Benslimane bei Casablanca: Grand Stade Hassan II (115.000, Neubau). Die Arena soll das größte Fußballstadion der Welt werden
  • Tanger: Grand Stade de Tanger (75.600)
  • Rabat: Stade Prince Moulay Abdallah (68.700)
  • Fès: Stade de Fès (55.800)
  • Agadir: Stade Adrar (46.000)
  • Marrakesch: Stade de Marrakech (45.860)

Spielorte in Portugal (3 Stadien)

  • Lissabon: Estádio da Luz (70.000) und Estádio José Alvalade (50.103)
  • Porto: Estádio do Dragão (51.075)

Jubiläums-Spielorte in Südamerika (3 Stadien)

  • Montevideo (Uruguay): Estadio Centenario (62.782), Schauplatz des ersten WM-Finals 1930
  • Buenos Aires (Argentinien): Estadio Monumental (rund 100.000 nach Ausbau)
  • Asunción (Paraguay): Estadio Manuel Ferreira (46.000, Neubau)

Wo findet das Finale der WM 2030 statt?

Das Endspiel am 21. Juli 2030 hat noch keinen festen Ort, und genau darum tobt der spannendste Streit der Turnierplanung. Drei Stadien sind im Rennen: das Santiago Bernabéu in Madrid, das umgebaute Camp Nou in Barcelona und der Neubau Grand Stade Hassan II bei Casablanca. In der FIFA-Bewertung erhielten alle drei Kandidaten fast identische Noten. Das Bernabéu gilt als Favorit, liegt mit 78.297 Plätzen aber unter der von der FIFA geforderten Finalkapazität von 80.000. Das Camp Nou wäre mit über 100.000 Plätzen das größte Stadion Europas, Marokkos Mega-Arena toppt mit 115.000 Plätzen alles. Die Entscheidung wird für Ende 2026 erwartet. Portugal hat bereits erklärt, das Finale nicht auszurichten.

Offizielle FIFA-Seite zur WM 2030

Qualifikation zur WM 2030 und häufige Fragen

Bei einer WM mit 48 Teams gilt der gleiche Verteilungsschlüssel wie 2026: Europa stellt 16 Teilnehmer, Afrika 9, Asien 8, Südamerika 6, Nord- und Mittelamerika 6 und Ozeanien 1. Die letzten beiden Plätze werden über ein interkontinentales Playoff-Turnier vergeben. Die Gastgeber belegen dabei Plätze aus dem Kontingent ihres Kontinents. Sollte die FIFA auf 64 Teams aufstocken, würden alle Kontinente zusätzliche Startplätze erhalten, die genaue Verteilung wäre dann neu zu verhandeln.

Sechs Teams sind bereits qualifiziert

Als Gastgeber sind Spanien, Portugal und Marokko automatisch für die WM 2030 qualifiziert, ebenso die drei Jubiläumsgastgeber Uruguay, Argentinien und Paraguay. Ein bemerkenswertes Detail: Mit Spanien und Argentinien stehen damit beide Finalisten der WM 2026 schon jetzt sicher im Teilnehmerfeld des Jubiläumsturniers.

Europas Weg zur WM 2030: Qualifikation im Champions-League-Stil

Für die WM 2030 stellt die UEFA ihre Qualifikation komplett um. Der im Mai 2026 vorgestellte Plan: Statt der klassischen Quali-Gruppen gibt es künftig zwei Ligen. In Liga A treten die 36 besten europäischen Nationen in drei Zwölfergruppen an, jedes Team bestreitet dort nach dem Vorbild der Champions-League-Ligaphase sechs Spiele gegen sechs verschiedene Gegner. Alle übrigen Nationen spielen in Liga B. Die drei Gruppensieger der Liga A lösen ihr WM-Ticket direkt, alle weiteren europäischen Startplätze werden über ein Playoff-System vergeben, in dem Teams aus beiden Ligen ihre Chance bekommen.

Die Einteilung soll sich an der ebenfalls reformierten Nations League 2028/29 orientieren, die dann aus drei Ligen mit je 18 Teams besteht. Gespielt wird die europäische WM-Qualifikation voraussichtlich 2029, die Playoffs folgen im November 2029. Endgültig beschließen will das UEFA-Exekutivkomitee das neue Format im September 2026. Vorher steht ohnehin erst die EM 2028 in Großbritannien und Irland samt eigener Qualifikation an. Der EM 2028 Spielplan ist ebenfalls schon veröffentlicht. Da Spanien und Portugal als Gastgeber gesetzt sind, bleiben für die übrigen UEFA-Nationen 14 der 16 europäischen Plätze. Sollte die FIFA auf 64 Teams aufstocken, würden die Kontingente und wohl auch das Format noch einmal angepasst.

Die DFB-Elf und der Weg zum Jubiläumsturnier

Für die deutsche Nationalmannschaft ist die WM 2030 das große Langzeitziel unter Bundestrainer Jürgen Klopp. Der viermalige Weltmeister Deutschland müsste den Titel bei einem Jubiläumsturnier auf drei Kontinenten erst einmal über die Qualifikation ansteuern, als Topnation der FIFA-Weltrangliste wäre die DFB-Elf in der Quali-Auslosung aber gesetzt. Alle Entwicklungen rund um Kader, Bundestrainer und Länderspiele findest du laufend auf unserer Bundestrainer-Seite.

Jürgen Klopp beim WM-2026-Spiel Deutschland gegen Curaçao in Houston
Jürgen Klopp, hier noch als TV-Experte beim WM-2026-Gruppenspiel Deutschland gegen Curaçao am 14. Juni 2026 in Houston. Als Bundestrainer soll er die DFB-Elf zur WM 2030 führen. (Alexander Hassenstein / Getty Images)

Wer überträgt die WM 2030 im TV?

Auch diese Frage ist bereits beantwortet: MagentaTV hat sich die Übertragungsrechte an der Fußball WM 2030 gesichert. Nach der WM 2026, die bei MagentaTV komplett mit allen 104 Spielen lief, bleibt die Weltmeisterschaft damit beim Telekom-Dienst. Ob es wie 2026 Sublizenzen für ARD und ZDF gibt, ist noch offen.

Wer dabei sein will, kann sich schon jetzt anmelden:

Drei FAQ zur WM 2030

Wann und wo findet die WM 2030 statt?

Die FIFA Fußball WM 2030 wird vom 8. Juni bis zum 21. Juli 2030 in Spanien, Portugal und Marokko ausgetragen. Zum Auftakt gibt es drei Jubiläumsspiele in Uruguay, Argentinien und Paraguay, denn die WM feiert 2030 ihren 100. Geburtstag. Es ist die erste Weltmeisterschaft auf drei Kontinenten. Das Finale steigt am 21. Juli 2030, der Finalort wird noch zwischen Madrid, Barcelona und Casablanca entschieden. Danach folgt die WM 2034 in Saudi-Arabien, die WM 2038 ist noch nicht vergeben.

Wie viele Teams nehmen an der WM 2030 teil?

Geplant ist die WM 2030 mit 48 Mannschaften, so wie die WM 2026. Die FIFA prüft aber eine Aufstockung auf 64 Teams mit dann 128 Spielen. FIFA-Präsident Gianni Infantino hat angekündigt, dass die Gremien nach der WM 2026 darüber beraten. Der südamerikanische Verband CONMEBOL ist dafür, die UEFA und der DFB sind dagegen. Eine Entscheidung wird bis spätestens 2027 erwartet.

Wer ist für die WM 2030 bereits qualifiziert?

Sechs Nationen sind als Gastgeber automatisch qualifiziert: Spanien, Portugal und Marokko als Hauptausrichter sowie Uruguay, Argentinien und Paraguay als Gastgeber der Jubiläumsspiele. Alle übrigen Teams müssen durch die Qualifikation, die je nach Kontinent zwischen 2027 und 2029 gespielt wird. Europa stehen beim aktuellen 48er-Format 16 Startplätze zu, Spanien und Portugal eingerechnet; die neue europäische Liga-Qualifikation läuft voraussichtlich 2029 mit Playoffs im November 2029.

Wer überträgt die WM 2030 im Fernsehen?

MagentaTV hat sich die Übertragungsrechte an der WM 2030 gesichert. Ob zusätzlich Spiele im Free-TV bei ARD und ZDF laufen, wie es bei der WM 2026 der Fall war, steht noch nicht fest.