Fußball-WM 2030: MagentaTV sichert sich WM-Rechte für 2030

Die Telekom baut ihr Fußball-Portfolio weiter aus: Der Bonner Konzern hat sich die TV-Rechte für die Weltmeisterschaft 2030 gesichert und wird das Turnier komplett über MagentaTV zeigen, teils exklusiv. Damit setzt sich eine Erfolgsserie fort, die schon bei der EM 2024 und der WM 2026 begann.

Johannes B. Kerner, Tabea Kemme, Thomas Müller, Jürgen Klopp, Mats Hummels, Laura Wontorra und Wolff-Christoph Fuss (von links) bei der Vorstellung des MagentaTV-Teams für die WM 2026 am 23. März 2026 in Ismaning. (Alexander Hassenstein / Getty Images)
Johannes B. Kerner, Tabea Kemme, Thomas Müller, Jürgen Klopp, Mats Hummels, Laura Wontorra und Wolff-Christoph Fuss (von links) bei der Vorstellung des MagentaTV-Teams für die WM 2026 am 23. März 2026 in Ismaning. (Alexander Hassenstein / Getty Images)

Telekom baut ihre Fußball-Rechte weiter aus

Kurz vor dem WM-Endspiel zwischen Spanien und Argentinien verkündete die Telekom den nächsten Coup in Sachen Übertragungsrechte. Wie schon bei vorherigen Großereignissen sollen sämtliche Partien der WM 2030 auf MagentaTV laufen, ein Teil davon offenbar exklusiv beim Bonner Anbieter. Arnim Butzen, TV-Chef der Telekom, brachte die Strategie in einer Pressemitteilung auf den Punkt: „Wir bleiben am Ball. Mit der EURO 2028 und jetzt auch der WM 2030 haben wir die nächsten beiden Fußball-Großereignisse bei MagentaTV im Programm.“ Zu den Konditionen des Deals äußerten sich ARD und ZDF zunächst nicht. Bei früheren Turnieren, etwa 2022 und 2026, hatten sich die öffentlich-rechtlichen Sender über unterschiedliche Sublizenz-Modelle eingekauft und waren so ebenfalls mit im Boot. Ein vergleichbares Konstrukt erscheint auch für das Turnier 2030 denkbar. Ausgetragen wird die WM dann in gleich sechs Ländern, die genaue Anzahl der Partien steht noch nicht fest, da eine weitere Aufstockung des Teilnehmerfeldes von 48 auf 64 Nationen im Raum steht.

Rekordwerte bei der WM 2026 als Rückenwind

Für die Telekom liefert die zurückliegende Weltmeisterschaft 2026 die Grundlage, um selbstbewusst in weitere Rechtepakete zu investieren. Rodrigo Diehl, im Vorstand für das Deutschland-Geschäft zuständig, zog eine positive Bilanz: „Es war für uns eine Fußball-Weltmeisterschaft der Rekorde. Wir haben mehr als 200 Millionen Zuschauer erreicht und gleichzeitig deutlich mehr Kunden gewinnen können, als erwartet.“ Diese Zahlen untermauern offenbar die Entscheidung, auch bei kommenden Turnieren auf eine möglichst breite Abdeckung zu setzen. Darüber hinaus sichert sich MagentaTV auch die komplette Übertragung der Frauen-WM 2027 in Brasilien sowie der Männer-EM 2028 in Großbritannien und Irland. Bei der bevorstehenden Europameisterschaft greift die Telekom dabei auf Sublizenzen von ARD und ZDF zurück, ein Modell, das die Verteilung der Rechte zwischen Streaming-Plattform und öffentlich-rechtlichen Sendern regelt.

Millionen-Deal bei der aktuellen WM

Wie hoch der finanzielle Aufwand für die kommenden Turniere ausfällt, ist bislang nicht bekannt. Ein Blick auf die laufende Weltmeisterschaft liefert jedoch einen Anhaltspunkt für die Größenordnung solcher Deals: Für ein Rechtepaket von insgesamt 60 Partien zahlten ARD und ZDF laut Medienberichten zusammen 152 Millionen Euro an die Telekom.

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