Real Madrid Streit – Arbeloa zu harscher Mbappé-Kritik: „Soll ruhig bleiben“

Reals Trainer Álvaro Arbeloa spielt die scharfe Kritik von Kylian Mbappé an seiner Person herunter. Der angezählte Coach von Real Madrid sagte nach dem jüngsten Eklat, er habe dem Superstar direkt begegnet und ihm geraten, ruhig zu bleiben. Arbeloa betonte zugleich, solche Reaktionen seien im Profifußball viel normaler, als es die Schlagzeilen vermuten ließen.

Kylian Mbappé hebt nach dem Jubel zum 3:0 ein auf den Rasen geworfenes Feuerzeug auf im UEFA Champions League Viertelfinale-Rückspiel zwischen dem FC Bayern München und Real Madrid CF am 15. April 2026 in München. Adam Pretty / Getty Images
Kylian Mbappé hebt nach dem Jubel zum 3:0 ein auf den Rasen geworfenes Feuerzeug auf im UEFA Champions League Viertelfinale-Rückspiel zwischen dem FC Bayern München und Real Madrid CF am 15. April 2026 in München. Adam Pretty / Getty Images

Arbeloa nimmt Mbappés Frust gelassen

Die Aussagen des Franzosen, der Arbeloa vorgeworfen hatte, ihn nur als Stürmer Nummer vier einzuplanen, sorgen in Spanien für Wirbel. Spanische Medien deuteten die Wortmeldung bereits als eine Art Kriegserklärung. Arbeloa selbst wählte auf der Pressekonferenz vor dem Ligaspiel der kriselnden Königlichen am Sonntag beim FC Sevilla jedoch einen deutlich entspannteren Ton.

„Ich bin ihm gerade begegnet und habe ihm gesagt, er solle ruhig bleiben“, sagte der Real-Coach. „Ich verstehe, dass solche Dinge Schlagzeilen machen, aber es ist viel normaler, als man denkt.“ Er verwies darauf, dass er früher selbst Spieler gewesen sei und deshalb genau wisse, was Profis in solchen Situationen empfinden könnten, wenn sie jeden Tag spielen wollten und dann weniger oder gar nicht mehr zum Einsatz kommen.

Verständnis für den Unmut, keine Verstimmung in der Beziehung

Gleichzeitig machte Arbeloa deutlich, dass er Mbappés Ärger nachvollziehen kann. „Ich war selbst einmal Spieler, ich weiß, was sie in solchen Situationen empfinden können – jeden Tag zu spielen und dann weniger oder gar nicht mehr“, erklärte er. Dass Kylian nicht glücklich darüber gewesen sei, am Donnerstag nicht zu spielen, störe ihn nicht. „Und das gefällt mir. Ich würde es nicht verstehen, wenn er nicht spielen wollen würde. Meine Beziehung zu ihm bleibt unverändert.“

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Hintergrund ist die angespannte Lage bei Real Madrid. Nach der nächsten titellosen Saison steht Arbeloa, der auf Xabi Alonso gefolgt war, offenbar vor dem Aus. Die Diskussion um seine Zukunft läuft bereits auf Hochtouren, während die Königlichen sportlich unter Druck stehen.

Mourinho als Wunschlösung für die Zukunft

Darüber hinaus äußerte Arbeloa auch einen klaren Wunsch für die kommende Saison. Als Nachfolger würde er José Mourinho begrüßen. „Wenn er nächstes Jahr zurückkommt, würde ich mich sehr freuen, ihn wieder zu Hause zu sehen“, sagte der frühere Außenverteidiger. Für ihn sei der Portugiese „die Nummer eins“, ergänzte Arbeloa, der unter Mourinho selbst bei Real gespielt hatte.

Mourinho ist derzeit Trainer von Benfica Lissabon und hatte Real Madrid zwischen 2010 und 2013 betreut. In den vergangenen Wochen verdichteten sich die Gerüchte, dass der frühere Erfolgscoach in der kommenden Spielzeit erneut bei den Madrilenen übernehmen könnte.