Die iranische Delegation hat ihre Reise zum FIFA-Kongress in Vancouver kurzfristig abgesagt. Auslöser soll ein Zwischenfall bei der Ankunft am Flughafen Toronto gewesen sein, den der iranische Verband als „Beleidigung“ durch einen Polizisten beschreibt. Mehdi Taj und zwei weitere Mitarbeiter seien daraufhin noch am nächsten möglichen Flug in die Türkei zurückgekehrt.

Vorwurf gegen Einreisebeamte in Toronto
Der iranische Fußballverband teilte in einer Erklärung mit, dass die drei Vertreter mit offiziellen Visa eingereist waren. Dennoch hätten sie sich wegen des „unangemessenen Verhaltens der Einwanderungsbeamten am Flughafen und der Beleidigung eines der ehrenwertesten Organe der iranischen Streitkräfte“ zur Rückkehr entschlossen. Aus welchen Gründen es zu dem Konflikt kam, ließ der Verband offen. In iranischen Medien war zudem zu lesen, dass Verbandspräsident Mehdi Taj trotz gültigen Visums die Einreise verweigert worden sei.
Taj steht in einer besonderen politischen Vorgeschichte, weil er einst im Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden tätig war. Genau diese Revolutionsgarden stuft Kanada als terroristische Organisation ein.
FIFA-Kongress und Sicherheitslage im Fokus
Der FIFA-Kongress soll am Donnerstag in Vancouver beginnen. Laut FIFA-Präsident Gianni Infantino stellt sich nicht die Frage, ob der Iran trotz des Krieges an der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada teilnimmt. Auch US-Präsident Donald Trump hatte sich zuletzt zuversichtlich geäußert.
Die kanadische Behörde Immigration, Refugees and Citizenship Canada erklärte zugleich, man dürfe aus Gründen der Persönlichkeitsrechte keine Angaben zu Einzelfällen machen. Gleichzeitig stellte IRCC klar: „Mitglieder der Revolutionsgarden sind in Kanada nicht einreiseberechtigt.“