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Vor dem Süd-Schlager am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) in der Allianz Arena gegen den FC Bayern gibt sich Sebastian Hoeneß kämpferisch. Der VfB-Chefcoach respektiert den FC Bayern und dessen Champions-League-Auftritt gegen Real Madrid, will sich aber keinesfalls einschüchtern lassen. Für den Tabellendritten geht es im Rennen um die Königsklasse schließlich um jeden Punkt.

Hoeneß setzt auf Mut statt Ehrfurcht
„Der Respekt ist da“, sagte Hoeneß mit Blick auf den Rekordmeister, „aber in Ehrfurcht erstarren vor den Champions-League-Helden des FC Bayern? Nein!“ Der 41-Jährige erinnerte daran, dass sein Team bereits in Leverkusen eine Serie beendet habe: „Uns ist es gelungen, in Leverkusen eine Serie zu brechen, warum soll es nicht auch in München gelingen?“ Dort setzte sich der VfB im Januar mit 4:1 durch. Für Hoeneß ist klar: Auch in München soll sein Team mutig auftreten und nicht nur reagieren.
„Man muss den Bayern gratulieren“, sagte der Stuttgarter Coach zudem, nachdem die Münchner gegen Real Madrid „zwei schwierige Spiele“ überstanden hatten. Der Meister kämpfe in der Bundesliga ohnehin „in ihrer eigenen Liga“ und spiele auch in der Champions League „eine herausragende Saison“. Unter Vincent Kompany seien die Bayern „in herausragender Form“ – kurzum: „Das wird eine große Aufgabe.“
Schwächen gesucht, Chancen einkalkuliert
Konkrete Schwachstellen wollte Hoeneß bei den Münchnern kaum ausmachen. „Da wirst du nicht viel finden“, erklärte er, verwies aber auf das „in Phasen recht offene Spiel“ der Bayern im Heimspiel gegen Real. Bei Ballverlusten sei der Rekordmeister „in den ein oder anderen langen Konter gelaufen, was ich sonst nicht sehe in ihren Spielen.“ Genau in solchen Momenten müsse der VfB „klinisch“ sein, zumal es laut Hoeneß „die Chancen geben“ werde.
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Abstieg in die 2.Liga
Europa-Conference-League-Play-offs
Auf einen möglichen Ersatz für den gesperrten Topstürmer Deniz Undav legte sich der Coach nicht fest. „Ich lasse mich da nicht locken“, sagte er. Auch die Frage, ob die Bayern rotieren oder mit ihrer Bestbesetzung antreten, spiele für seine Vorbereitung keine entscheidende Rolle. „Wir haben eine grundsätzliche Idee im Kopf, da ist es irrelevant, ob Jamal Musiala oder Luis Díaz spielt – wir können bei beiden von absoluter Weltklasse sprechen. Wir wissen, dass auf der anderen Seite hohe Qualität steht, unabhängig in welcher Formation.“
Stuttgarts Plan für die Allianz Arena
Für den VfB ist die Marschroute damit eindeutig: „Spielglück erarbeiten, Momentum kreieren – dafür brauchst du sehr viel Mut, Überzeugung und eine gewisse Leidensfähigkeit.“ Hoeneß will seine Mannschaft in München nicht in Ehrfurcht erstarren sehen, sondern mit genau dieser Haltung in den Süd-Schlager gehen: „Keine Ehrfurcht.“