Real Madrid nach Bayern-Niederlage – Hoffnung am „Rande des Abgrunds“

Real Madrid setzt nach dem 1:2 gegen den FC Bayern im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League weiter auf die große Aufholjagd. Nach der Heimniederlage gegen die Münchner ist der Glaube an das Wunder von München im Lager der Königlichen ungebrochen.

Manuel Neuer vom FC Bayern München pariert einen Schuss von Kylian Mbappé von Real Madrid beim Hinspiel des UEFA Champions League Viertelfinals 2025/26 zwischen Real Madrid CF und dem FC Bayern München am 7. April 2026 im Estadio Santiago Bernabéu in Madrid. Aitor Alcalde / Getty Images Europe via Getty Images
Manuel Neuer vom FC Bayern München pariert einen Schuss von Kylian Mbappé von Real Madrid beim Hinspiel des UEFA Champions League Viertelfinals 2025/26 zwischen Real Madrid CF und dem FC Bayern München am 7. April 2026 im Estadio Santiago Bernabéu in Madrid. Aitor Alcalde / Getty Images Europe via Getty Images

Rüdiger spricht von Geschenken, Arbeloa von der nächsten Chance

„Wir haben immer Vertrauen“, sagte Nationalspieler Antonio Rüdiger vor dem Rückspiel am kommenden Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) in München. Der Abwehrchef kritisierte zugleich die beiden Gegentreffer durch Luis Díaz (41.) und Harry Kane (46.) als „Geschenke“. Für Real ist die Ausgangslage dennoch klar: Die Madrilenen vertrauen auf ihren Ruf als Mannschaft, die in der Champions League in entscheidenden Momenten regelmäßig zuschlägt.

Auch Coach Álvaro Arbeloa klammerte sich an den Nimbus des Rekordsiegers. „Wenn eine Mannschaft in München gewinnen kann, dann ist es Real Madrid“, betonte der 43-Jährige. Drei der vergangenen vier Gastspiele bei den Bayern gewann Real, nur das letzte endete unentschieden. Den letzten Heimsieg gegen die Königlichen feierten die Münchner im April 2012 mit 2:1. Arbeloa zeigte sich deshalb zuversichtlich: „Ich zähle im Rückspiel auf meine Spieler“, sagte er, „ich bewundere ihren Ehrgeiz und ihren unbedingten Siegeswillen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nach Deutschland fahren und gewinnen werden.“

In dieser Bildmontage werden Álvaro Arbeloa, Cheftrainer von Real Madrid (l.), und Vincent Kompany, Cheftrainer des FC Bayern München, gegenübergestellt. Die beiden Klubs treffen in den Viertelfinals der UEFA Champions League 2025/26 aufeinander. Getty Images
In dieser Bildmontage werden Álvaro Arbeloa, Cheftrainer von Real Madrid (l.), und Vincent Kompany, Cheftrainer des FC Bayern München, gegenübergestellt. Die beiden Klubs treffen in den Viertelfinals der UEFA Champions League 2025/26 aufeinander. Getty Images

Mbappés Treffer hält Madrid im Rennen

Besonders Kylian Mbappés Tor zum 1:2 in der 74. Minute nährte die Hoffnung auf eine Wende. „In München ist ein Wunder nötig. Real Madrid hat es schon einmal geschafft. Und wir sprechen hier von Europa. Alles ist möglich“, schrieb die Marca. Auch die AS wertete den späten Treffer als ein „hoffnungsvolles Ende eines schlechten Tages“. Zwar sei Real Madrid einem überragenden FC Bayern eine Stunde lang „hilflos ausgeliefert“ gewesen, dennoch bleibe das Team „weiterhin im Rennen“.

Dieses Fußball-Video könnte dich interessieren:

Die Mundo Deportivo sah die Königlichen nun gefordert, eine ihrer „typischen Aufholjagden hinlegen“. Und Sport formulierte drastisch: „Der FC Bayern hält Real Madrid am Rande des Abgrunds am Leben.“

Die Historie spricht diesmal gegen die Königlichen

Ganz ohne Warnsignal ist die Ausgangslage für Real allerdings nicht. In der Geschichte der Champions League beziehungsweise des Landesmeister-Cups verlor Madrid bislang fünfmal ein Hinspiel im eigenen Stadion – und schied jedes Mal aus. Die Hoffnung auf die berühmte „Remontada“ bleibt also groß, die Statistik aber steht ausnahmsweise gegen die Königlichen.