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Lennart Karl überzeugte beim DFB-Debüt in Basel und träumt offen von einer WM-Teilnahme. Der 18-Jährige brachte nach seiner Einwechslung frischen Wind in den WM-Härtetest im St. Jakob-Park und sorgte mit einer Finte gegen Miro Muheim für ein erstes Raunen. Bundestrainer Julian Nagelsmann zeigte sich begeistert und lobte Karls Selbstvertrauen. Die endgültige Entscheidung über das WM-Ticket fällt am 12. Mai – bis dahin soll Karl Spielzeit sammeln, unter anderem im kommenden Länderspiel gegen Ghana.

Karl beeindruckt beim Debüt in Basel
Als Lennart Karl seinen Gegenspieler Miro Muheim mit einer Finte ins Leere laufen ließ, ging ein Raunen durch den St. Jakob-Park. Der Auftritt des 18-Jährigen fiel beim WM-Härtetest in Basel auf, das Spiel endete letztlich 4:3 und markierte einen gelungenen Jahresstart für die Nationalmannschaft. Karl kam ins Spiel und brachte sofort Dribblingstärke und Dynamik, insbesondere nachdem Leroy Sané zuvor eher unauffällig geblieben war. Forsch, unbekümmert, selbstbewusst knüpfte Karl nahtlos an seine teils starken Leistungen beim FC Bayern an.
Nagelsmann lobt DFB-Neuling
Bundestrainer Julian Nagelsmann zeigte sich nach dem Spiel in der Schweiz sehr angetan von Karls Auftritt. Nagelsmann sagte: „Er hat sich viel zugetraut, aber er hat nicht übertrieben. Das war gut. Ich bin sehr positiv angetan“. Damit bestätigte der Übungsleiter, dass Karl das Potenzial hat, sich in der Nationalmannschaft einzubringen. Gleichzeitig bleibt die Frage nach einer WM-Nominierung offen und hängt von weiteren Leistungen ab.

Reaktionen der Mitspieler: Wirtz, Groß und Kimmich
Reden wollte Karl danach nicht, doch seine Mitspieler äußerten sich klar positiv über den Neuling. Florian Wirtz kommentierte: „Ich habe ihn diese Woche das erste Mal im Training gesehen – ein Top-Spieler. Es macht sehr viel Spaß, mit ihm zusammen zu spielen“. Der Liverpooler mahnte jedoch auch zur Vorsicht: Man solle „nur nicht zu viel Druck auf ihn geben“, sagte Wirtz. Dann werde Karl „für die nächsten Jahre sehr viel Spaß bringen“.
Auch Pascal Groß hob Karls Einfluss hervor und sagte: „Er hat Spielwitz. Er versteckt sich nicht und hat frischen Wind reingebracht“. Kapitän Joshua Kimmich beschrieb die Einstellung des Youngsters als eine „Scheißegal“-Einstellung, die seine Unbekümmertheit treffend zusammenfasst.
Historische Einordnung: Fünftjüngster DFB-Debütant seit dem Ersten Weltkrieg
Bei seinem Debüt im DFB-Trikot zählt Karl zu den jüngsten Spielern überhaupt: Seit dem Ersten Weltkrieg waren nur Uwe Seeler, Youssoufa Moukoko, Jamal Musiala und Friedel Holz jünger als er. Damit gehört der 18-Jährige zu den fünf jüngsten DFB-Debütanten der vergangenen hundert Jahre und unterstreicht damit sein enormes Potenzial und die besondere Perspektive für die Nationalmannschaft. Diese historische Einordnung verstärkt die Aufmerksamkeit rund um seine weitere Entwicklung.

WM-Entscheidung und Einsatz gegen Ghana
Ob Karls Unbekümmertheit und seine „Scheißegal“-Einstellung ihm auch das WM-Ticket bringen, wird Nagelsmann am 12. Mai beantworten. Bis dahin bleibt für Karl die wichtige Aufgabe, die verbleibende Zeit zu nutzen und weitere Spielminuten zu sammeln. Beim Spiel gegen Ghana am Montag (20.45 Uhr/ARD) dürfte er weitere Minuten sammeln – und könnte wieder für ein Raunen in der Arena sorgen.