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Champions League: Bodö-Albtraum verliert 0:5 – der Traum vom Viertelfinale ist vorbei. FK Bodø/Glimt scheiterte im Achtelfinal-Rückspiel bei Sporting Lissabon deutlich und verabschiedet sich nach einer spektakulären, aber letztlich vergeblichen Europareise. Trainer Kjetil Knutsen übte scharfe Kritik an seiner Mannschaft und sprach von einem Komplettversagen in entscheidenden Momenten. Sporting feierte einen historischen Comeback-Sieg und zieht in die Runde der letzten Acht ein.

Knutsen: „Wir waren vier Nummern zu klein“
Kjetil Knutsen machte nach der bitteren Niederlage keinen Hehl aus seiner Enttäuschung und nahm seine Spieler deutlich in die Pflicht. „Heute waren wir vier Nummern zu klein“, schimpfte der Trainer des Außenseiters. Er stellte klar: „Es war, als hätten wir den Kopf unter den Armen gehabt.“ Knutsen übernahm die Verantwortung: „Ja, das sei meine Verantwortung“, und ergänzte, sein Team sei dem Anlass nicht gewachsen gewesen.
Spielverlauf: Sporting dreht Rückstand
Sporting Lissabon drehte nach dem 0:3 im Hinspiel die Begegnung mit einem dominanten Auftritt im Rückspiel und gewann letztlich 4:0 – ein historischer Turnaround. Nach einer Stunde stand es bereits 2:0, doch offenbar brach bei Bodø danach etwas: „Nach dem 0:2 nach einer Stunde seien seiner Mannschaft die Sicherungen rausgeflogen, ich kann es nicht erklären“, sagte Knutsen. Was danach folgte, bezeichnete der norwegische Rundfunk als „Kollaps“ – Sporting nutzte Ballbesitz, Standardsituationen und die Großchancen konsequent.
Spieler und Medien reagieren
Kapitän Patrick Berg räumte ein, dass seine Mannschaft nicht ihr Niveau erreicht habe: Er nannte es „eine schlechte Version unserer selbst“ und fügte hinzu: „das fühlt sich hart an“. Die portugiesische Presse feierte Sporting: Record sprach von einem „epischen Comeback“, A Bola schrieb, Lissabon habe „das Unmögliche“ möglich gemacht. In Norwegen kommentierte Verdens Gang: „Es sollte ein Festabend werden – und endete als Albtraum.“
Historischer Erfolg für Sporting
Für Sporting bedeutet der 4:0‑Sieg den erst zweiten Einzug in die Champions-League-Viertelfinals in der Klubgeschichte, das erste Mal seit der Premiere 1983 im damaligen Landesmeisterpokal. Für Bodø/Glimt endet damit die sensationelle Europareise, die zuvor mit Erfolgen gegen namhafte Gegner Hoffnungen geweckt hatte; gleichzeitig bleibt die Frage nach der verlorenen Identität und dem fehlenden „X‑Faktor“ offen.