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US-Präsident Donald Trump sagte im Interview mit Politico, ihm sei „wirklich egal“, ob der Iran bei der Fußball-WM 2026 in den USA antritt. Nach den jüngsten US-Angriffen bleibt die Teilnahme des iranischen Teams ungewiss. Verbandspräsident Mehdi Taj ließ einen WM-Start offen und bezeichnete die Lage als wenig hoffnungsvoll. Gleichzeitig hat der Iran bei wichtigen Planungstreffen gefehlt und bereits die Auslosung in Washington boykottiert.

Trumps Reaktion auf mögliche Iran-Absage
Im Politico-Interview äußerte sich der 79-jährige US-Präsident sehr knapp zur möglichen Iran-Absage: „Wirklich egal“, sagte Trump. Er fügte hinzu, er halte den Iran für „ein sehr schwer geschlagenes Land“ und ergänzte, „sie pfeifen auf dem letzten Loch“. Trumps Kommentare setzen die politische Dimension des sportlichen Turniers in den Fokus und zeigen, wie eng Sicherheitspolitik und Organisationsfragen der WM in diesem Fall verknüpft sind.
Iranische Verbandsführung lässt Teilnahme offen
Der iranische Fußballpräsident Mehdi Taj erklärte nach Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen, einen Start zurzeit offenzulassen. Taj sagte: „Sicher ist, dass nach diesem Angriff nicht zu erwarten ist, dass wir hoffnungsvoll auf die WM blicken.“ Er betonte außerdem, dass der Angriff auf das Heimatland „ein Vorfall, der nicht unbeantwortet bleiben wird“ und dass die Lage auch in sportlichen Betrachtungen eine Rolle spiele und eine Entscheidung erfordere.
Planungstreffen, Auslosung und Visafragen
Laut Politico fehlte der Iran als einziges Land bei einem Planungstreffen aller WM-Teams in Atlanta. Bereits die Auslosung der Vorrunden-Gruppen im Dezember in Washington hatte der Iran boykottiert, was die Vorbereitungen zusätzlich belastet. Die US-Regierung verweigerte zudem drei Funktionären die Einreisevisa, darunter offenbar Verbandspräsident Mehdi Taj, was die organisatorische und diplomatische Lage weiter verkompliziert.
Gruppenzuordnung und mögliche Folgen für den Spielplan
Für die WM vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in den USA ist der Iran einer Gruppe mit Belgien, Neuseeland und Ägypten zugeteilt. Sollte das Team tatsächlich nicht starten, würden sich kurzfristig Auswirkungen auf den Spielplan, die Austragungsorte und die Vorbereitungen der Gruppengegner ergeben. Die Organisatoren und FIFA-nahe Gremien müssten in diesem Fall zeitnah Regelungen zur möglichen Absage oder Ersatzgestaltung treffen.