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MagentaTV Experte Thomas Müller sieht Deutschland bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada ausdrücklich nicht als einen der engeren Favoriten. Müller sagt dem kicker, die Mannschaft habe zwar die Qualität, „jede Top-Nation an einem einzelnen Tag zu schlagen“, doch es fehle an konstanter Stabilität. Seit 2018 sei der Übergang zur „neuen Generation“ misslungen, wichtige Säulen fehlten. Dennoch fordert er das richtige Mindset: Jeder Spieler solle alles in die Waagschale werfen, um das Finale möglich zu machen.

Müller: Deutschland kein enger Favorit
Thomas Müller macht keine Umschweife: Deutschland gehört für ihn nicht zu den engsten Titelanwärtern bei der WM. Er betont die Unterschiedlichkeit zwischen einmaliger Qualität und dauerhafter Unbesiegbarkeit und sagt deutlich: „Deshalb sind wir keiner der engeren Favoriten.“ Gleichzeitig räumt er ein, dass die DFB-Auswahl genügend Klasse besitzt, um an einem einzelnen Spieltag jede Top-Nation zu schlagen.
Fehlende Stabilität seit 2018
Als zentrale Ursache nennt Müller den misslungenen Übergang seit 2018. Der Angreifer kritisiert, der „neuen Generation“ fehlten „feste Größen in Teams, die regelmäßig im Halbfinale oder Finale der Champions League unterwegs sind“. Ohne diese konstanten Leistungsträger, so Müller, werde es schwer, wieder zu den Top-3-Kandidaten für einen WM-Titel zu gehören. Diese strukturelle Schwäche müsse sich wieder einstellen, damit man langfristig als enger Favorit gelten könne.
Mentalität und Anspruch fürs Turnier
Gleichzeitig fordert Müller eine klare mentale Ausrichtung: Jeder Spieler solle „mit dem Mindset ins Turnier gehen, alles in die Waagschale zu werfen, um das Finale möglich zu machen“. Er hoffe natürlich, dass Deutschland den Titel gewinnt, betont aber, dass sportliche Ambition allein nicht ausreiche ohne die erwähnte Konstanz. Die Analyse bleibt sachlich: Talent ist vorhanden, die Frage ist die dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit.
Kanada als Co-Gastgeber und Gastgeberstadt Vancouver
Müller schätzt auch die Chancen des Co-Gastgebers Kanada realistisch ein. Er meint, Kanada sei „seit geraumer Zeit auf einem guten Weg und wettbewerbsfähig“ und verweist auf Spieler wie Alphonso Davies. Ein Achtel- oder gar Viertelfinale wäre für Kanada „sicherlich eine große Nummer“. In seiner neuen Wahlheimat Vancouver beobachtet der 2025 zu den Vancouver Whitecaps gewechselte Bayern-Rekordspieler bereits die Vorfreude: Zwei Gruppenspiele finden dort statt, die Menschen sprachen oft über die WM und verglichen die Stimmung mit den Olympischen Winterspielen 2010.