Board of Peace von Trump: Deshalb verstößt Gianni Infantino gegen FIFA-Regeln

FIFA-Präsident Gianni Infantino steht nach seinem Auftritt beim von Donald Trump geleiteten Board of Peace in Washington unter Beobachtung, weil er möglicherweise gegen den FIFA-Ethikkodex verstoßen hat. Infantino sprach bei dem Treffen über Fußball‑Infrastrukturprojekte im Gazastreifen und kündigte eine “wahre Partnerschaft” zwischen dem Board of Peace und der FIFA an. Gleichzeitig kursiert ein Clip, der ihn mit einer roten Baseballkappe mit der Aufschrift „USA“ zeigt – ein Umstand, der Fragen zur politischen Neutralität aufwirft. Ob damit tatsächlich ein Verstoß gegen die strengen Verhaltensregeln der FIFA vorliegt, ist derzeit unklar.

WASHINGTON, DC - 07. MÄRZ: Gianni Infantino, Präsident der Fédération Internationale de Football Association (FIFA), spricht neben US-Präsident Donald Trump bei der Unterzeichnung einer Durchführungsverordnung im Oval Office des Weißen Hauses am 07. März 2025 in Washington, DC. Präsident Trump unterzeichnete eine Durchführungsverordnung zur Einrichtung einer Task Force des Weißen Hauses für die Fußballweltmeisterschaft 2026. Anna Moneymaker/Getty Images/AFP (Foto von Anna Moneymaker / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)
WASHINGTON, DC – 07. MÄRZ: Gianni Infantino, Präsident der Fédération Internationale de Football Association (FIFA), spricht neben US-Präsident Donald Trump bei der Unterzeichnung einer Durchführungsverordnung im Oval Office des Weißen Hauses am 07. März 2025 in Washington, DC. Präsident Trump unterzeichnete eine Durchführungsverordnung zur Einrichtung einer Task Force des Weißen Hauses für die Fußballweltmeisterschaft 2026. Anna Moneymaker/Getty Images/AFP (Foto von Anna Moneymaker / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)

Infantino bei Board of Peace in Washington

Am Donnerstag leitete Donald Trump das erste Treffen des neu gegründeten Board of Peace in Washington, an dem rund 60 Staats‑ und Regierungschefs eingeladen waren. Infantino war unter den Rednern und stellte Ideen für Fußball‑Infrastrukturprojekte im Gazastreifen vor; er erklärte zudem die Absicht einer direkten Zusammenarbeit zwischen dem Board und der FIFA. Die Veranstaltung kündigte ein Hilfspaket für Gaza an und diskutierte Schritte zur Demilitarisierung und zum Wiederaufbau.

Möglicher Verstoß gegen den FIFA‑Ethikkodex

Der kritische Punkt betrifft Artikel 15 des FIFA‑Ethikkodex, der die politische Neutralität von Personen, die dem Kodex unterliegen, fordert. Artikel 15 verweist zusätzlich auf Artikel 14, der fordert, jede Handlung zu unterlassen, die den Anschein oder den Verdacht unsachgemäßen Verhaltens erwecken könnte. Beobachter sehen in der offensichtlichen Unterstützung einer politisch geprägten Initiative und im Tragen einer „USA“‑Kappe ein potenzielles Problem in Bezug auf diese Regeln.

Rechtliche Folgen und Unklarheiten

Verstöße gegen den Ethikkodex können mit einer Geldstrafe von bis zu 10.000 CHF (etwa £9.563) und einer maximalen Sperre von zwei Jahren für fußballbezogene Tätigkeiten geahndet werden. Dennoch gibt es bislang keine formale Feststellung, dass Infantino gegen die Regeln verstoßen hat; die Faktenlage bleibt unklar und eine offizielle Untersuchung wurde zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigt. Gleichzeitig sorgt die Nähe Infantinos zu US‑Vertretern vor dem WM‑Turnier 2026 in den USA, Mexiko und Kanada für zusätzliche Aufmerksamkeit.

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Quelle: sportbible.com