1. FC Köln: Trainer Lukas Kwasniok vor dem Aus

Beim 1. FC Köln steht Trainer Lukas Kwasniok nach dem wilden 3:3 im 100. Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach sichtbar unter Druck. Der Übungsleiter kündigte an, „um diesen verdammten Job hier zu kämpfen“, doch Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler vermied ein klares Bekenntnis und sprach von einem „ergebnisoffenen“ Gespräch. Die Mannschaft sicherte sich durch Eric Martels späten Kopfballtreffer (84.) immerhin einen Zähler, das Team steckt jedoch weiter im Tabellenkeller. Ob Kwasniok die Zeit für den dringend benötigten Aufschwung bekommt, bleibt offen.

Said El Mala vom 1. FC Köln wartet an der Seitenlinie neben Cheftrainer Lukas Kwasniok während des Bundesliga-Spiels gegen den FC St. Pauli im RheinEnergieStadion am 6. Dezember 2025 in Köln. Lars Baron / Getty Images

 

Kwasnioks Zukunft beim 1. FC Köln

Lukas Kwasniok betont seine Überzeugung, der richtige Mann am richtigen Ort zu sein, und versichert, die Rückendeckung der Verantwortlichen zu spüren: „Sie wissen um meine Qualität und ich weiß um den tollen Job, den ich habe.“ Gleichzeitig formulierte der Chefcoach kämpferisch, er werde um den Posten „mit allem was ich habe“ kämpfen. Die Aussagen des Übungsleiters stehen im Kontrast zu den ernsten Sorgen im Verein – sportliche Resultate und Vertrauen der Öffentlichkeit sind zunehmend infrage gestellt.

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Reaktionen nach dem 3:3 im Rheinderby

Der Spielverlauf bot mehr Drama als Erleichterung: Nach einer intensiven Partie sicherte ein später Kopfballtreffer durch Eric Martel den einzigen Punkt. Kwasniok lobte die Einsatzbereitschaft seiner Mannschaft, kritisierte aber das fehlende Belohnungsvermögen für ordentliche Leistungen. Trotz positiver Spielszenen und Phasen mit gutem Ballbesitz bleibt die Bilanz negativ: Der FC hat aus den jüngsten Partien kaum Dreier geholt und wirkt in entscheidenden Momenten anfällig.

Sport-Geschäftsführer Kessler signalisiert Unklarheit

Thomas Kessler reagierte nach dem Spiel mit nüchterner Analyse und vermied ein sofortiges Urteil über Kwasnioks Zukunft: „Wir müssen das jetzt sachlich und rational analysieren. Wir haben heute eine große Enttäuschung, weil wir nur einen Punkt geholt haben. Die Erwartung war klar drei Punkte.“ Ein geplantes Training am Sonntag wurde abgesagt; stattdessen ist ein ergebnisoffenes Gespräch angesetzt, das am Sonntag Klarheit bringen soll. Kessler betonte, dass nun Stellschrauben gedreht werden müssten, um wieder in die Lage zu kommen, Spiele zu gewinnen.

Formkrise, Zahlen und das Ziel Klassenerhalt

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Nach einem ordentlichen Saisonstart ist der Aufsteiger in den Tabellenkeller gerutscht, zuletzt gab es sieben Spiele ohne Sieg und nur zwei Dreier aus den letzten 18 Partien. Damit droht dem Klub der achte Abstieg der Vereinsgeschichte, was den Druck auf Mannschaft und Trainer deutlich erhöht. Kessler stellte das Saisonziel klar in den Vordergrund: „Über allem stehe am Ende, dass der 1. FC Köln in der Bundesliga bleibt.“ Ob dies mit oder ohne Kwasniok gelingt, bleibt somit eine der zentralen Fragen der kommenden Tage.