Gianni Infantino sorgt mit der FIFA gern für Bewegung im Weltfußball. Diesmal dürfte seine neueste Änderung vor allem Zustimmung auslösen, denn bei der Mega-WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada verfallen Gelbe Karten künftig nicht nur nach dem Viertelfinale, sondern schon nach der Gruppenphase.

Mehr Luft für Teams und Stars
Von der Anpassung profitieren nicht nur die Mannschaften, die im Turnierverlauf etwas mehr Spielraum erhalten. Auch die Fans dürften davon profitieren, weil sie ihre größten Idole und Stars häufiger auf dem Platz sehen und bestmögliche Unterhaltung bekommen wollen.
Gerade im neuen Modus mit zusätzlicher Zwischenrunde hat die Regel bisher für Kritikpotenzial gesorgt. Das Viertelfinale ist dort erst das sechste Spiel, und zwei Gelbe Karten in sechs Partien führten bislang zu einer Sperre im Halbfinale. Das erschien vielen als zu harte Bestrafung.
FIFA setzt ein Zeichen, UEFA sollte nachziehen
Mit dieser Regelanpassung handelt die FIFA, wie von Infantino oft betont, tatsächlich im Sinne des Fußballs. Anders als bei vielen früheren Neuerungen trifft das diesmal aus Sicht vieler Beobachter auch zu. Schließlich hatte der Weltverband schon mit der Aufstockung der WM auf 48 und womöglich bald sogar 64 Mannschaften, der Einführung einer neuen Klub-Weltmeisterschaft und zuletzt mit dem sogenannten Friedenspreis für Diskussionen gesorgt.
Wünschenswert wäre nun, dass auch die UEFA dem Beispiel folgt und ihre Sperrenregelung im Europapokal überprüft. Wenn die Zahl der Spiele steigt, sollte auch die Schwelle für eine Gelbsperre nach oben angepasst werden. SID mk om