FIFA Chef Infantino: „Kein Plan B“ für WM 2026 ohne die Nationalmannschaft des Iran

FIFA-Präsident Gianni Infantino besteht darauf, dass der Iran bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer teilnehmen wird und schließt alternative Pläne aus. „Wir wollen, dass der Iran spielt, der Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D – es gibt Plan A“, sagte das Oberhaupt des Weltverbandes im mexikanischen Fernsehen. Infantino betonte zugleich, dass die iranische Mannschaft unter bestmöglichen Bedingungen antreten solle und verwies auf die sportliche Qualifikation des Teams. Die politische Lage nannte der FIFA-Chef zwar „sehr kompliziert“, doch eine Verlegung der Spiele nach Mexiko ist für die FIFA kein Thema.

Fans des Iran beim Spiel der AFC Women's Asian Cup Australia 2026 zwischen dem Iran und den Philippinen im Gold Coast Stadium am 8. März 2026 in Gold Coast, Australien. Albert Perez / Getty Images AsiaPac via Getty Images
Fans des Iran beim Spiel der AFC Women’s Asian Cup Australia 2026 zwischen dem Iran und den Philippinen im Gold Coast Stadium am 8. März 2026 in Gold Coast, Australien. Albert Perez / Getty Images AsiaPac via Getty Images

Infantino beharrt auf Teilnahme: „Es gibt Plan A“

In einer Presserunde im mexikanischen Fernsehen machte FIFA-Präsident Gianni Infantino deutlich, dass der Weltverband keine Alternativpläne zur Teilnahme des Iran an der WM hat. „Wir wollen, dass der Iran spielt, der Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D – es gibt Plan A“, sagte das Oberhaupt des Weltverbandes. Die Aussage unterstreicht die klare Linie der FIFA in der Debatte um die Iran-Teilnahme. Gleichzeitig bleibt die Erklärung eine direkte Reaktion auf die international diskutierte Sicherheits- und politische Lage.

Forderung nach bestmöglichen Bedingungen und Repräsentation

Infantino betonte, die iranische Nationalmannschaft solle am Turnier „unter bestmöglichen Bedingungen“ teilnehmen. In seinem Statement verwies der FIFA-Chef auf die symbolische Bedeutung der Mannschaft: Sie repräsentiere „die Menschen, die im Iran leben, ebenso wie jene, die im Ausland leben“. Diese Einordnung stellt die sportliche Teilnahme in einen breiteren sozialen und humanitären Kontext. Darüber hinaus signalisiert die FIFA damit, dass sie organisatorisch an einer sicheren und würdigen WM-Teilnahme des Teams arbeitet.

Politische Lage: „sehr kompliziert“

Gleichzeitig räumte Infantino ein, dass die politische Lage „sehr kompliziert“ sei. Diese Aussage dient als Realitätscheck zu den sportlichen Planungen und zeigt, dass die FIFA die geopolitischen Risiken wahrnimmt. Dennoch hielt der FIFA-Chef an der Position fest, die Teilnahme nicht vorab auszuschließen oder zu verlegen. Die Erwähnung der Komplexität blieb ohne detaillierte operative Angaben dazu, wie diese Schwierigkeiten konkret adressiert werden sollen.

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Sportliche Qualifikation des Iran

Die FIFA weist darauf hin, dass der Iran sich sportlich für die WM qualifiziert hat. Dieser Fakt bildet die Grundlage für Infantinos Forderung nach Teilnahme und für die Entscheidungslinie des Weltverbandes. Die Qualifikation legitimiert die Anwesenheit des Teams auf rein sportlicher Ebene. Dennoch bleibt die Umsetzung der Teilnahme von sicherheits- und politikorientierten Prüfungen begleitet.

Gruppenphase: Gegner, Spielorte und Turnierdaten

Der Iran soll beim Turnier im Sommer (11. Juni bis 19. Juli) in der Vorrunde in Gruppe G in Los Angeles gegen Ägypten, Neuseeland und Belgien antreten. Danach ist für die Mannschaft ein weiteres Vorrundenspiel in Seattle gegen Ägypten angesetzt. Die Daten des Turniers – 11. Juni bis 19. Juli – beziehen sich auf die Gesamtspieldauer der WM, die in den Gastgeberländern USA, Mexiko und Kanada stattfindet. Diese Spielorte und Gegner stellen die sportliche Einsatzplanung der iranischen Auswahl klar dar.

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WM-Quartier in Tucson/Arizona und Verlegung nach Mexiko kein Thema

Für die WM hat die iranische Mannschaft ihr WM-Quartier in Tucson/Arizona gebucht. Dieses Trainings- und Unterkunftszentrum dient als Basis für Vorbereitung und Logistik vor den Spielen in Los Angeles und Seattle. Eine Verlegung der iranischen WM-Spiele nach Mexiko ist für die FIFA kein Thema. Damit endet die aktuelle Stellungnahme der FIFA zu möglichen Standortänderungen der iranischen Partien.