FIFA-Präsident Gianni Infantino winkt den Zuschauern beim WM-Qualifikations-Playoff-Spiel zwischen Neukaledonien und Jamaika am 26. März 2026 im Guadalajara-Stadion in Zapopan, Mexiko. Simon Barber / Getty Images

FIFA gegen UEFA: Ceferins Kritik wird für Infantino zur Gefahr

Aleksander Ceferin fordert Gianni Infantinos Rücktritt, will jedoch nicht selbst als FIFA-Präsident kandidieren, sondern setzt auf den Kanadier Victor Montagliani als möglichen Gegenkandidaten. Ob dieser tatsächlich antritt, hängt von realen Erfolgsaussichten ab, die angesichts von Infantinos Rückhalt bei vielen Verbänden derzeit ungewiss sind – ein Rücktritt des Amtsinhabers gilt jedoch als ausgeschlossen.

Aleksander Ceferin (UEFA President), ber der offiziellen Enthüllung des UEFA EURO 2024 logos in Berlin, 05.10.2021, Photo: Thomas Boecker/DFB

Anti-Infantino-Plan: Europa formiert sich beim Krisengipfel heute Abend beim UEFA Supercup

Beim Supercup in Salzburg trafen sich Europas Verbandsspitzen um UEFA-Chef Ceferin zu einer Krisensitzung, um im Machtkampf mit FIFA-Präsident Infantino eine gemeinsame Linie und Reformen für den Weltverband zu erarbeiten. Gemeinsam mit Partnern aus Asien sowie Nord- und Mittelamerika arbeitet die UEFA bereits an einem Grundsatzpapier, das unter anderem die Verteilung der Verbandsgelder neu regeln und die Machtfülle des Präsidentenamts künftig unabhängig von der Personalie begrenzen soll.

Die Pokalübergabe nach dem WM-Finale 2026: Rodri mit der Trophäe zwischen Donald Trump und Gianni Infantino im MetLife Stadium. (Justin Setterfield / Getty Images North America via Getty Images)

USA und Kanada üben scharfe Kritik an FIFA-Boss Infantino

Der Widerstand gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino wächst weiter: US Soccer, Canada Soccer, CFU und UNCAF haben sich der Kritik von UEFA, AFC und CONCACAF angeschlossen und fordern mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht beim Weltverband. Während sich Mexiko demonstrativ hinter Infantino stellt, spitzt sich die durch einen zurückgezogenen Investorenplan ausgelöste Vertrauenskrise vor der Präsidentschaftswahl 2027 weiter zu.

FIFA-Präsident Gianni Infantino spricht bei der offiziellen Eröffnungs-Pressekonferenz der WM 2026 am 10. Juni 2026 im Mexico City Stadium. (Carl Recine / Getty Images)

Wie lange kann sich FIFA Chef Gianni Infantino noch halten?

Gianni Infantinos milliardenschwerer Investorenplan ist am geschlossenen Widerstand von UEFA, CONCACAF und AFC gescheitert, was den FIFA-Präsidenten in seine bislang prekärste Machtposition bringt. Vor der Wahl im März 2027 muss er nun beweisen, ob er Risse in der Front der Kontinentalverbände finden und seine Basis behaupten kann – oder ob ihm nach Jahren des Einflusses erstmals eine ernsthafte Kampfabstimmung droht. Mögliche Herausforderer wie Ceferin oder Al-Khelaifi warten indes ab, bis sich reale Erfolgsaussichten gegen den geschwächten Amtsinhaber abzeichnen.

Jean-Philippe Mateta von Crystal Palace erhält nach dem Finale der UEFA Conference League 2026 gegen Rayo Vallecano am 27. Mai 2026 in der Football Arena Leipzig seine Siegermedaille von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. (Maja Hitij / Getty Images Europe via Getty Images)

UEFA-Präsident Ceferin verzichtete auf WM-Finale wegen Trump & Balogun

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin blieb dem WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien demonstrativ fern, um seinen Unmut über die FIFA zu zeigen – Auslöser war offenbar der Fall um die aufgehobene Rotsperre von Folarin Balogun, bei dem angeblich US-Präsident Trump bei FIFA-Chef Infantino interveniert hatte. Zusätzlich belastet wurde das Verhältnis beider Verbände durch das Einreiseverbot für Schiedsrichter Omar Artan, den die UEFA daraufhin kurzerhand für das Supercup-Finale nominierte. Bereits vor dem Turnier hatte Ceferin die Aufstockung auf 48 Mannschaften und die daraus resultierenden uninteressanten Spiele kritisiert.

Aleksander Ceferin (UEFA President), ber der offiziellen Enthüllung des UEFA EURO 2024 logos in Berlin, 05.10.2021, Photo: Thomas Boecker/DFB

Italiens Fußball-Supergau? Stadien zu kapput? Droht Entzug der Fußball EM 2032

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat Italien eindringlich gewarnt, dass die Co-Ausrichtung der EM 2032 auf dem Spiel steht, falls die Stadien und Infrastruktur nicht den UEFA-Anforderungen entsprechen, und setzte Politik und Verantwortliche unter Druck. Bis Oktober müssen fünf Stadien benannt werden, aktuell erfüllt nur das Juventus-Stadion die Kriterien – Neubauten oder Sanierungen dürfen nur vorgeschlagen werden, wenn die Arbeiten bis März 2027 beginnen, sonst droht Italien der Entzug von Spielen.

Italiens Sportminister Andrea Abodi (l.), CONI-Präsident Luciano Buonfiglio (M.) und FIGC-Präsident Gabriele Gravina (r.) verfolgen das WM-Qualifikations-Play-off-Spiel zwischen Bosnien und Herzegowina und Italien am 31. März 2026 im Stadion Bilino Polje in Zenica von der Tribüne aus. Getty Images

Fußball WM 2026: Italiens WM-Aus wird zum Politikum – Verband wackelt

Italiens drittes WM-Aus in Folge ist zum Politikum geworden und erhöht den Druck auf Verbandspräsident Gabriele Gravina, nachdem die Lega und nach Medienangaben auch Sportminister Andrea Abodi seinen Rücktritt gefordert haben. 40 Senatoren verlangten zudem einen Bericht von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni über den Zustand des Fußballs, während in Politik und Medien bereits mögliche Nachfolger für Gravina und Nationaltrainer Gennaro Gattuso diskutiert werden.

Aleksander Ceferin (UEFA President), ber der offiziellen Enthüllung des UEFA EURO 2024 logos in Berlin, 05.10.2021, Photo: Thomas Boecker/DFB

UEFA Chef Ceferin: Keine Russen-Rückkehr in die UEFA Turniere

Die UEFA hält am Ausschluss russischer Mannschaften aus ihren Wettbewerben fest: Präsident Aleksander Čeferin bekräftigte nach dem Kongress in Brüssel, die Position habe sich nicht geändert, räumte aber ein, dass sich die Lage schnell wandeln könne. FIFA-Chef Gianni Infantino forderte zuletzt zumindest eine Prüfung einer Rückkehr — vor allem im Jugendbereich — was in der Ukraine scharfe Kritik und im Kreml Zustimmung auslöste; Verbandschef Andrij Schewtschenko lud Infantino daraufhin in die Ukraine ein.