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Rüdiger räumt Fehler ein
Im Gespräch mit der FAZ gestand Rüdiger, dass ihn berechtigte Kritik erreicht und trifft: „Ich weiß, dass ich Szenen hatte, die deutlich drüber waren.“ Der 33‑jährige Verteidiger von Real Madrid stellte klar, dass er diese Hinweise ernst nehme und daraus Konsequenzen ziehe, indem er sich noch genauer auf seine Gegenspieler vorbereite. Er betonte, er wolle keine Unruhe in der Nationalmannschaft stiften, sondern Stabilität und Sicherheit liefern. Damit positioniert sich der 81‑malige Nationalspieler offen als verlässliche Größe im Abwehrzentrum.
Nagelsmann verteidigt den Verteidiger
Bundestrainer Julian Nagelsmann nahm Rüdiger bereits bei der Kaderbekanntgabe in Schutz und hob dessen Rolle innerhalb der Nationalmannschaft hervor. Der Chefcoach lobte Rüdiger als jemanden, der die „Familie Nationalmannschaft extrem schützt“ und einen „maximalen Siegeswillen“ verkörpert. Nagelsmann bewertete das Foul an Diego Rico als „hart, aber fußballspezifisch“ und verwies darauf, dass Rüdiger stark polarisiere – was die Debatte zusätzlich anheize. Gleichzeitig unterstrich der Übungsleiter, dass solche Diskussionen auch Verantwortung und Erwartungshaltungen verdeutlichten.
Anspruch vor der WM: Mentalität und Einheit
Rüdiger machte klar, dass seine Spielweise bewusst hart und intensiv ist und er kein „Sicherheitsrisiko“ für Mannschaften darstelle: „Ich weiß ganz genau, in welcher Minute wir sind und was auf dem Spiel steht.“ Er fordert von der Nationalmannschaft eine Mentalität, die über reines Talent hinausgeht – nur so gewinne man große Titel. „Wir müssen wieder dahin kommen, dass es maximal unangenehm ist, gegen Deutschland zu spielen“, sagte Rüdiger und forderte, die Grenze im Kopf zu verschieben. Jeder müsse bereit sein, „für den anderen die Drecksarbeit zu machen, dann sind wir extrem schwer zu schlagen.“