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Fußball WM heute: Um 21:00 Uhr MESZ steigt im SoFi Stadium von Los Angeles das elfte Sechzehntelfinale der WM 2026 zwischen Spanien und Österreich (live in der ARD und bei MagentaTV). Vor dem K.o.-Duell überschlagen sich die Medien in beiden Ländern: Österreich träumt 72 Jahre nach dem letzten gewonnenen WM-K.o.-Spiel von der Sensation gegen den Europameister, Spanien blickt vor allem auf einen wieder fitten Lamine Yamal. Wir haben die Pressestimmen aus Wien und Madrid zusammengestellt. Pressestimmen zu Spanien gegen Österreich 3:0: „Das ist Hollywood!“

Österreichische Pressestimmen: „Österreich tüftelt an einer Sensation“
Der ORF gibt die Richtung vor: „K.o.-Spiel gegen Spanien: Österreich tüftelt an einer Sensation“, titelt der öffentlich-rechtliche Sender und erinnert daran, dass die ÖFB-Auswahl ihr erstes WM-K.o.-Spiel seit 72 Jahren bestreitet. Das letzte gewonnene datiert von 1954 (3:1 gegen Uruguay). Zugleich verweist der ORF auf die beeindruckende Serie des Gegners: 34 Pflichtspiele ist Spanien mittlerweile ungeschlagen. Hoffnung macht den Österreichern ausgerechnet ein Zitat von Lamine Yamal, der selbstkritisch einräumte: „Wir sind besser als das Niveau, das wir zeigen.“
Kämpferisch klingen die Töne aus dem Teamquartier, die die Wiener Zeitung Heute unter der Schlagzeile „Spanien-Countdown! Kampfansage von Arnie und Alaba“ bündelt. Kapitän David Alaba wird beim ORF deutlich: „Dieses Spiel ist ein Privileg für uns. Wir wollen unser Gesicht zeigen.“ Und weiter: „Wir wissen, dass wir noch nicht komplett ans Limit gekommen sind.“ Teamchef Ralf Rangnick gibt sich gewohnt zuversichtlich: „Wir müssen über uns hinauswachsen, aber ich traue uns das zu.“ Sein inzwischen berühmter Satz zum Spiel: „In dem Spiel können wir tatsächlich nur gewinnen.“
Die Boulevard-Kollegen von Heute rufen zudem nach taktischer Raffinesse („Heute brauchen wir den Schotten-Trick gegen Spanien“) und melden stolz, dass spanische Analysten vor Marko Arnautović als „kaum zu überwindendem Fels“ warnen. Pikant: In der von den Lesern gewählten Wunsch-Startelf steht der Routinier, Rangnick setzt ihn gegen Spanien aber zunächst auf die Bank.
ORF-Expertenrunde: „Der Druck liegt ganz klar bei Spanien“
Wie Österreich den Europameister knacken kann, diskutiert der ORF in großer Expertenrunde. Rekordnationalspieler Andreas Herzog warnt: „Wenn wir zu hoch anpressen, werden die Spanier die Räume nützen und uns gnadenlos ausspielen.“ Er empfiehlt, „30, 40 Meter vor dem Tor, im Mittelfeld eng und kompakt“ zu stehen. Herbert Prohaska hält dagegen: „Es wäre schlecht, wenn wir nur defensiv denken.“ Roman Mählich fordert: „Es muss wieder gallig, kompakt sein, mehr vom Rangnick-Spiel kommen.“ Und Ex-Nationalspielerin Jasmin Eder sieht die Rollen klar verteilt: „Der Druck liegt ganz klar bei Spanien, wir können nach dem Aufstieg wieder frech spielen.“ Sogar Bundespräsident Alexander Van der Bellen schaltet sich ein und feuert das Team mit einem knackigen „Gemma, Burschen!“ an.
Spanische Pressestimmen: Alle Augen auf Lamine Yamal
In Spanien dreht sich vor dem Duell fast alles um den wieder erstarkten Superstar. Die Sportzeitung Marca adelt derweil Abwehr-Youngster Pau Cubarsí als „19-jährigen Veteranen“: Der Barcelona-Verteidiger ist mit einer Passquote von 98,3 Prozent der statistisch beste Spieler der bisherigen WM. Das Portal Unanimo Deportes fragt „Und Lamine Yamal?“ und beantwortet die Frage gleich selbst: Der Flügelstürmer sei nach seinen Kurzeinsätzen zu Turnierbeginn „der auffälligste Spieler der Roja in der Gruppenphase“ gewesen und stehe gegen Österreich in der Startelf. Trainer Luis de la Fuente räumte die letzten Zweifel selbst aus: Yamal sei bereit, „alles zu spielen, was von ihm verlangt wird“.
Respekt vor dem Außenseiter schwingt überall mit: Österreich gelte wegen der Intensität der Rangnick-Elf als „unbequemer Gegner“, heißt es bei Unanimo Deportes, doch das individuelle Talent um Yamal solle den österreichischen Matchplan brechen. Sports Illustrated tippt in seiner spanischsprachigen Vorschau auf einen knappen Erfolg der Furia Roja, und laut der Wiener Zeitung Heute bereitet sich Spanien vorsichtshalber sogar auf ein mögliches Elfmeterschießen vor („Für manche ist es schwierig“). Die Bilanz spricht ohnehin für den Europameister: Von sieben Pflichtspiel-Duellen mit Österreich gewann Spanien fünf, zuletzt trafen sich beide Teams in der Qualifikation zur WM 2002.
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Die Aufstellungen: Rangnick überrascht mit Wanner, Arnautović auf der Bank
Kurz vor dem Anpfiff wurden die Aufstellungen bekannt. Rangnick vertraut der Formation aus dem Argentinien-Spiel und bringt Bayern-Juwel Paul Wanner als Zehner sowie Michael Gregoritsch im Sturm. Marko Arnautović und Last-Minute-Held Saša Kalajdžić sitzen zunächst draußen:
Österreich: A. Schlager; Posch, Danso, Alaba, Laimer; Seiwald, X. Schlager; Schmid, Wanner, Sabitzer; Gregoritsch
Spanien: Unai Simón; Porro, Cubarsí, Laporte, Cucurella; Rodri, Pedri; Yamal, Olmo, Baena; Oyarzabal
Alle Hintergründe, die Bilanz beider Teams und die TV-Infos zum Spiel gibt es in unserer großen Vorschau auf Spanien gegen Österreich. Der Sieger trifft im Achtelfinale auf den Gewinner der Partie Portugal gegen Kroatien.