Ist das WM-Finale gegen Spanien der letzte Auftritt von Lionel Messi bei einer Weltmeisterschaft überhaupt? Selbst sein eigener Nationaltrainer Lionel Scaloni mag darauf keine Antwort geben und verweist auf die Unberechenbarkeit seines Superstars.

Nach dieser Frage auf einer Pressekonferenz in New York musste Scaloni kurz innehalten. „Woher soll ich das wissen“, entgegnete der Trainer der Albiceleste schließlich: „Das müssten Sie ihn fragen. Ich habe keine Ahnung, denn er überrascht mich immer wieder. Das ist eine Frage für ihn.“ Mit dieser Aussage nährte der Coach bei zahlreichen Anhängern die Hoffnung, dass Messi auch bei der WM 2030, die von sechs Nationen gemeinsam ausgerichtet wird, noch einmal auflaufen könnte. Pikant dabei: Eine Partie dieses Turniers soll auf argentinischem Boden in Buenos Aires stattfinden.
Ein Jubiläum mit historischer Symbolik
Der Zeitpunkt könnte kaum symbolträchtiger sein. Exakt 7338 Tage beziehungsweise 20 Jahre nach seinem WM-Debüt, das er einst bei der Endrunde in Deutschland mit seinem allerersten Turniertreffer krönte, steht Messi nun vor seinem dritten WM-Endspiel. Am Sonntag (21.00 Uhr MESZ, live bei ZDF und MagentaTV) trifft er mit Argentinien auf Titelverteidiger und Europameister Spanien. Nach der bitteren Finalniederlage gegen Deutschland 2014 hatte der Ausnahmekönner sein Team vor vier Jahren zum ersehnten WM-Titel geführt. Das bevorstehende Duell markiert für den 39-Jährigen, der bereits achtmal zum Weltfußballer gekürt wurde, das insgesamt 34. WM-Spiel seiner Karriere, verteilt auf sechs Endrunden.
Scaloni voller Bewunderung für seinen Kapitän
Für den Nationaltrainer grenzt es an ein kleines Wunder, dass Messi in diesem Alter noch immer auf höchstem Niveau um den wichtigsten Titel im Weltfußball mitspielen kann. „Mit 39 Jahren noch ein Finale zu erreichen, ist unglaublich“, betonte Scaloni und forderte Respekt für diese Ausnahmeleistung ein: „Wir sollten es genießen und müssen diese Leistung anerkennen.“ Messi sei längst eine „Legende“, doch der Erfolg der Albiceleste sei keineswegs allein sein Verdienst, so der Übungsleiter weiter. Die gesamte Mannschaft „hat uns zu einigen großartigen Jahren geführt. Was sie geleistet haben, ist unglaublich.“ Abschließend richtete Scaloni emotionale Worte an sein Team: „Ewiger Dank vom Trainerstab. Ich hoffe, wir gewinnen, aber selbst wenn nicht, war der Weg unglaublich. Ein Vorbild für alle.“