Spaniens Mittelfeldregisseur Rodri hat vor dem WM-Finale gegen Argentinien davor gewarnt, den Gegner allein auf Lionel Messi zu reduzieren. Der Superstar sei zwar außergewöhnlich, doch die Albiceleste lebe von mehr als nur einem Ausnahmekönner, betonte der Profi von Manchester City.

„Für mich ist er der beste Spieler aller Zeiten. Er hat seine Nationalmannschaft angeführt, aber Argentinien ist viel mehr als nur Messi“, erklärte Rodri mit Blick auf den WM-Titelverteidiger. Aus seiner Sicht treffen im Endspiel am Sonntag (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) die beiden Mannschaften aufeinander, „die als Team am besten zusammenspielen“.
Rückenwind durch starken Auftritt gegen Frankreich
Bei der spanischen Auswahl ist das Selbstvertrauen vor dem Showdown enorm. Besonders der überzeugende 2:0-Erfolg im Halbfinale gegen Frankreich hat dem Team zusätzlichen Schwung verliehen. Rodri äußerte sich am Freitagabend bei einer gut besuchten Pressekonferenz in Manhattan vor Hunderten Journalisten selbstbewusst über die bisherige Turnierbilanz seines Teams: „Unser Ziel war es, genau da zu stehen, wo wir jetzt sind. Wir wollten die Weltmeisterschaft gewinnen, und wir wissen, dass wir es können.“
Er ergänzte: „Wir haben gezeigt, dass wir große Rivalen schlagen können, und jetzt stehen wir vor dem bisher härtesten Gegner. Es wird der perfekte Test sein, um zu sehen, ob wir den WM-Pokal wirklich holen können. Wir müssen mehr Siegeswillen als Angst vor einer Niederlage haben.“
Spaniens Abwehrbollwerk als Erfolgsrezept
Defensiv präsentiert sich La Roja bei diesem Turnier als kaum zu knacken. Nur ein einziges Gegentor musste die spanische Hintermannschaft bislang hinnehmen. Im Viertelfinale gegen Frankreich ließen Abwehrtalent Pau Cubarsi (19) und seine Vorderleute dem Offensivspektakel um Kylian Mbappé nicht einmal eine nennenswerte Torchance zu.
„Wir sind schwer zu schlagen. Wir kontrollieren beide Strafräume und das Mittelfeld gut. Wir haben wenige Schwächen“, analysierte Rodri die Stärken seiner Mannschaft, ohne dabei zu viel preiszugeben: „Welche das sind, behalte ich für mich.“
Ganz anders die statistische Ausgangslage bei Argentinien: Die Südamerikaner kassierten im Turnierverlauf bereits sechs Gegentreffer, stellen mit 19 erzielten Toren aber gleichzeitig den erfolgreichsten Angriff des Turniers, während Spanien auf 13 Treffer kommt. Allein acht Tore gehen dabei auf das Konto von Messi, der zusätzlich vier weitere Treffer seiner Mitspieler vorbereitete.