Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 Italienische Erleichterung nach zitterndem 2:0
- 2 Fußball WM 2026 Playoffs – der Spielplan & Ergebnisse live
- 3 Fußball WM 2026 Playoffs Finale Europa und FIFA international
- 4 Retter Dzeko: Kopfball-Ausgleich in der 86. Minute
- 5 Ausgebliebene Wunder: Neuseeland & Suriname scheitern knapp
- 6 Magischer Güler: Traumpass und Medienrummel
- 7 Dreierpacker Gyökeres: Alle drei Tore für Schweden
Italien hat sich mit Mühe in den WM-Playoffs weitergekämpft und erhält nun das Endspiel gegen Edin Dzeko. Die Türkei feiert ein Spektakel um Arda Güler, während die kleinen Fußball-Nationen auf das große Wunder weiter warten müssen. Sensationen blieben aus: Einige Außenseiter scheiterten denkbar knapp, andere scheiterten trotz Führung. Gleichzeitig sorgten individuelle Momente – ein Traumpass, ein Kopfball in der 86. Minute, ein Dreierpack – für dramatische Spielverläufe und den Einzug ins Finale.

Italienische Erleichterung nach zitterndem 2:0
Die Squadra Azzurra hat mit viel Mühe die erste Hürde für das WM-Comeback gemeistert und gewann 2:0 gegen Nordirland. Sandro Tonali (56.) und Moise Kean (80.) erzielten die Tore, doch lange Zeit herrschte großes Zittern im Spielverlauf. „Lasst uns diesen Sieg genießen. Wir haben ihn gebraucht“, sagte Trainer Gennaro Gattuso erleichtert.
Die italienische Nationalmannschaft hatte zuvor bereits die Endrunden 2018 in Russland und 2022 in Katar verpasst, entsprechend groß war die Erleichterung nach diesem Erfolg. Am Dienstag muss aber noch ein Sieg gegen Bosnien-Herzegowina her, um das WM-Ticket endgültig zu lösen. „Die Anspannung, die wir spüren, werden auch die anderen spüren“, betonte Gattuso und zog damit eine klare Einordnung der kommenden Aufgabe.
Fußball WM 2026 Playoffs – der Spielplan & Ergebnisse live
Fußball WM 2026 Playoffs Finale Europa und FIFA international

Retter Dzeko: Kopfball-Ausgleich in der 86. Minute
Der 40-Jährige Edin Dzeko riss seine Bosnier mit dem Ausgleich zum 1:1 per Kopf in der 86. Minute in die Verlängerung und brachte damit das Spiel gegen Wales ins Elfmeterschießen. Schließlich gab es gegen Wales ein Happy End im Elfmeterschießen, das Bosnien ins Playoff-Finale führte.
„Italien ist der Favorit, auch wenn wir zu Hause spielen“, sagte Dzeko vor dem anstehenden Finale gegen Italien. Der Stürmerstar von Schalke 04 hatte acht Jahre lang in der Serie A bei AS Rom, Inter Mailand und AC Florenz unter Vertrag gestanden. Im Elfmeterschießen hatte Stuttgarts Ermedin Demirovic verschossen, St. Paulis Keeper Nikola Vasilj parierte allerdings entscheidend.
Ausgebliebene Wunder: Neuseeland & Suriname scheitern knapp
Für die beiden größten Außenseiter platzte der große WM-Traum: Neukaledoniens „Krieger aus dem Pazifik“ unterlagen Jamaika unglücklich mit 0:1 und verpassten ein märchenhaftes Ende. Die Partie blieb bis zum Schluss eng, doch die Sensation gegen die Jamaikaner gelang nicht.
Die Jamaikaner um den Ex-Leverkusener Leon Bailey können nun gegen die Demokratische Republik Kongo ihr Ticket lösen. Auch Suriname scheiterte knapp: Sie gingen gegen Südamerika-Vertreter Bolivien sogar in Führung, verloren letztlich aber doch noch mit 1:2. Die Bolivianer spielen nun gegen den Irak um einen Platz in der schwierigen WM-Gruppe mit Frankreich, Norwegen und Senegal.
Magischer Güler: Traumpass und Medienrummel
Lange biss sich die Türkei an der tiefstehenden Abwehr der Rumänen die Zähne aus, doch dann entschied ein einzelner Moment das Spiel: Arda Güler hebelte die gesamte Defensive mit einem Traumpass über 40 Meter aus. Ferdi Kadioglu vollendete in der 53. Minute zum entscheidenden 1:0 und bescherte der Türkei den Sieg.
Die heimischen und internationalen Medien überschlugen sich mit Lobeshymnen: „Arda Güler rieb die Wunderlampe“, schrieb beispielsweise die spanische Zeitung Mundo Deportivo. The Athletic schwärmte gar von der „Magie“ des Starspielers von Real Madrid. Im Playoff-Finale geht es nun gegen den Kosovo um Fisnik Asllani.
Dreierpacker Gyökeres: Alle drei Tore für Schweden

Der Stürmerstar des FC Arsenal machte im Playoff-Duell mit der Ukraine allein den Unterschied: Beim 3:1-Erfolg erzielte Viktor Gyökeres alle drei Tore (6., 51., 73.) und lieferte damit ein klares Statement ab. Der Dreierpack veränderte den Spielverlauf und entschied das direkte Duell.
„Viktors Leistung war unglaublich“, schwärmte Trainer Graham Potter: „Er war phänomenal.“ Gyökeres sei einer „der besten Stürmer der Welt“, sagte Teamkollege Anthony Elanga. Am Dienstag kann er sich nun im direkten Duell mit Topangreifer Robert Lewandowski und dessen Polen messen. „Ich träume von der WM“, sagte Gyökeres: „Polen steht uns im Weg, also müssen wir alles geben, um sie zu schlagen.“