Fußball-WM 2026: Kein Public Viewing in Hamburg – ohne zentrales Fanfest

Zur Fußball-WM 2026 wird es in Hamburg kein zentrales Fanfest und damit kein groß angelegtes Public Viewing auf dem Heiligengeistfeld geben. Veranstalter Uwe Bergmann gab zu, dass die Kombination aus ungünstigen Anstoßzeiten durch die Zeitverschiebung und dem gleichzeitigen Aufbau des Sommerdoms ein Fest in gewohnter Form unmöglich macht. Das Turnier läuft vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko, die Ausweitung auf 48 Mannschaften verschärft die Planungsprobleme. Das Bezirksamt Hamburg‑Mitte bestätigt, dass es keine anderen Anfragen für das zentrale Veranstaltungsareal gab.

In der Elbphilarmonie Hamburg wird die EM Gruppenauslosung am 2.12.2023 stattfinden (Copyright depositphotos.com)
In der Elbphilarmonie Hamburg wird die EM Gruppenauslosung am 2.12.2023 stattfinden (Copyright depositphotos.com)

Kein zentrales Fanfest auf dem Heiligengeistfeld

Uwe Bergmann, der bei den vergangenen Großereignissen die Fanfeste auf dem Heiligengeistfeld organisiert hatte, erklärte dem „Hamburger Abendblatt“, dass ein solches Event dieses Jahr nicht darstellbar sei. Er hatte gehofft, „wieder eine tolle Veranstaltung auf die Beine zu stellen“, musste sich aber schließlich vom Gedanken eines Fanfests zur WM 2026 verabschieden. Damit fällt das gewohnte Public Viewing am zentralen Veranstaltungsplatz der Hansestadt aus.

Ungünstige Anstoßzeiten durch Zeitverschiebung

Die Austragung in Nordamerika bringt erhebliche Zeitverschiebungen mit sich, weshalb viele Begegnungen zu später Stunde beginnen. Das Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste ist ein Beispiel und startet am 20. Juni um 22.00 Uhr Ortszeit Hamburg. Solche Anstoßzeiten erschweren die Planung von Live-Übertragungen und kostenintensiven Großveranstaltungen auf öffentlichen Plätzen.

Sommerdom-Aufbau kollidiert mit WM-Finaltermin

Die erstmalige Ausdehnung des Turniers auf 48 Teams verlängert den möglichen Terminplan und verschiebt zentrale Spieltage. Bergmann betonte, dass das Endspiel nicht auf dem Heiligengeistfeld gezeigt werden könnte, weil zu diesem Zeitpunkt bereits der Aufbau für den traditionellen Sommerdom beginnt. „Spätestens als der Zug auf dem Heiligengeistfeld abgefahren war, wusste ich, dass ich mich von dem Gedanken eines Fanfests zur WM 2026 verabschieden musste“, so der Veranstalter.

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Bezirksamt: Keine alternativen Anfragen

Auf Nachfrage teilte das Bezirksamt Hamburg‑Mitte mit, es habe keine weiteren Anfragen erhalten, das Heiligengeistfeld als zentralen Veranstaltungsplatz für ein Fanfest zur WM zu nutzen. Damit fehlen sowohl eine organisatorische Initiative als auch eine behördliche Planung für ein alternatives Public Viewing in zentraler Lage.