Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 Deutschland: Klopp unterschreibt einen Vertrag bis 2030
- 2 Frankreich: Zidane folgt auf Deschamps
- 3 Belgien: Van Bommel soll Garcia beerben
- 4 Weitere Trainer-Wechsel nach der WM 2026
- 4.1 Argentinien: Scaloni lässt seine Zukunft offen
- 4.2 Niederlande: Koeman tritt zurück, Slot soll übernehmen
- 4.3 Senegal: Verband trennt sich von Thiaw
- 4.4 Südafrika: Broos legt sein Amt nieder
- 4.5 Tunesien: Renard nach nur 18 Tagen wieder weg
- 4.6 Mexiko: Aguirre tritt zurück, Márquez übernimmt
- 4.7 Ghana: Queiroz verkündet Rücktritt
- 4.8 Portugal: Martínez tritt zurück, Jorge Jesus folgt
- 4.9 Kroatien: Dalic tritt zurück, Bilic übernimmt
- 4.10 Uruguay: Forlán soll Bielsa beerben
- 5 WM 2026: Alle Trainer, die nach dem Aus zurückgetreten oder entlassen wurden
- 6 Die neuen Nationaltrainer: Wer übernimmt nach der WM 2026?
Jetzt wird es an gleich mehreren Trainerbänken ernst: Jürgen Klopp wird Bundestrainer und unterschreibt am Freitag beim DFB einen Vertrag bis 2030 als Nachfolger von Julian Nagelsmann. In Frankreich soll schon kommende Woche Zinédine Zidane als Erbe von Didier Deschamps vorgestellt werden, und in Belgien gilt Mark van Bommel als designierter Nachfolger von Rudi Garcia. Zuvor galt: Der nächste Viertelfinalist trennte sich von seinem Trainer, Garcias auslaufender Vertrag wurde nicht verlängert, und die Zukunft von Weltmeistercoach Lionel Scaloni bei Argentinien ist weiter offen. Eine Übersicht aller Nachfolger gibt es in der Tabelle am Ende des Artikels.

Deutschland: Klopp unterschreibt einen Vertrag bis 2030
Der spektakulärste Wechsel kommt aus Deutschland: Jürgen Klopp wird Bundestrainer. Am Freitag setzt der 59-Jährige beim DFB seine Unterschrift unter einen Vertrag bis 2030 und tritt die Nachfolge des freigestellten Julian Nagelsmann an. „Wir greifen ins höchste Regal“, sagte DFB-Vize Hans-Joachim Watzke. Klopp soll dem tief gefallenen viermaligen Weltmeister zurückgeben, was zuletzt fehlte: strategische Wucht, eine klare taktische Linie und ein feines Gespür für die Kommunikation.
Sein Debüt gibt Klopp am 24. September beim Nations-League-Auswärtsspiel gegen die Niederlande. An seiner Seite arbeiten die Co-Trainer Peter Krawietz, Pepijn Lijnders und Sven Bender. Sein Vertrag als „Head of Global Soccer“ bei Red Bull wurde gegen eine Millionenspende an die Konzernstiftung aufgelöst, das kolportierte Jahresgehalt liegt bei etwas mehr als sieben Millionen Euro. Nagelsmann, im September 2023 von Hansi Flick übernommen, war vier Tage nach dem Sechzehntelfinal-Aus gegen Paraguay (3:4 i.E.) freigestellt worden.
Frankreich: Zidane folgt auf Deschamps
Frankreich bekommt einen Weltmeister als Trainer: Zinédine Zidane soll die Équipe Tricolore übernehmen. Der französische Verband FFF kündigte die Vorstellung des neuen Nationaltrainers für kommenden Dienstag an, um 11 Uhr wird aller Voraussicht nach Zidane auf dem Podium sitzen. Der 54-Jährige ist der große Favorit auf die Nachfolge von Didier Deschamps und laut Medienberichten längst mit dem Verband einig.
Deschamps hatte nach 14 Jahren aufgehört, sein letzter Auftritt war das mit 4:6 verlorene Spiel um Platz drei bei der WM in Nordamerika. 2018 hatte er Frankreich zum Weltmeistertitel geführt. Zidane, selbst Weltmeister von 1998 und als Trainer von Real Madrid dreimal in Folge Champions-League-Sieger, soll sein Amt laut L’Équipe am 1. September antreten. Das nächste Pflichtspiel steht am 25. September in der Nations League in der Türkei an.
Belgien: Van Bommel soll Garcia beerben

Rudi Garcia ist nicht länger Trainer der belgischen Nationalmannschaft: Der Verband RBFA verlängerte den zum 31. Juli auslaufenden Vertrag des Franzosen nicht. Belgien war im WM-Viertelfinale am späteren Weltmeister Spanien gescheitert (1:2). Als Nachfolger gilt Mark van Bommel als designierter Hoffnungsträger, der frühere Bayern-Profi (123 Bundesliga-Spiele zwischen 2006 und 2011) soll zunächst einen Vertrag bis zur EM 2028 erhalten.
Van Bommel hatte sich in Belgien mit Royal Antwerpen einen Namen gemacht, 2023 gewann er Meisterschaft, Pokal und Supercup und gilt seither als „absoluter Spitzentrainer“. Ganz unumstritten ist die Personalie aber nicht: Ex-Nationalspieler Franky van der Elst attestierte ihm zwar „eine fantastische Karriere“, mochte ihn aber noch nicht als richtige Wahl bezeichnen. Auch spricht van Bommel kein Französisch, was bei den anspruchsvollen Roten Teufeln heikel sein kann. Bereits im September starten die Belgier mit Spielen gegen Frankreich, Italien und die Türkei in die Nations League.
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Weitere Trainer-Wechsel nach der WM 2026

Argentinien: Scaloni lässt seine Zukunft offen
Noch keine Entscheidung, aber ein Fragezeichen: Lionel Scaloni hat nach der Finalniederlage gegen Spanien (0:1 n.V.) seine Zukunft bei Argentinien offengelassen. „Ich werde mit dem Verbandspräsidenten reden, ich weiß nicht, ob ich die Energie habe, es nochmal anzugehen“, sagte der Weltmeistercoach von 2022, der die Albiceleste 2018 übernommen und vier Jahre später zum dritten WM-Titel geführt hatte. Solange kein Rücktritt feststeht, bekommt er noch keine Tabellenzeile.
Niederlande: Koeman tritt zurück, Slot soll übernehmen
Ronald Koeman ist nach dem WM-Aus als Bondscoach zurückgetreten. Der 63-Jährige, mit den Niederlanden im Sechzehntelfinale gegen Marokko im Elfmeterschießen (2:3) gescheitert, begründete den Schritt mit dem Wunsch nach mehr Zeit für die Familie. Als Nachfolger zeichnet sich Arne Slot ab: Laut Telegraaf würde der FC Liverpool das Gehalt des im Mai entlassenen 47-Jährigen aufstocken, sodass Slot beim KNVB keine Abstriche machen müsste. Pikant: In seinem ersten Spiel als Bondscoach am 24. September könnte er ausgerechnet auf Klopp treffen.
Senegal: Verband trennt sich von Thiaw
Auch Senegal stellt sich neu auf. Der Verband FSF leitete das Verfahren zur Beendigung der Tätigkeit von Trainer Pape Thiaw und seines gesamten Trainerstabs ein, es sei im „übergeordneten Interesse des senegalesischen Fußballs notwendig“. Bei der WM war Senegal nach einer schwachen Gruppenphase im Sechzehntelfinale nach Verlängerung mit 2:3 an Belgien gescheitert, obwohl das Team bis zur 86. Minute mit 2:0 geführt hatte.
Südafrika: Broos legt sein Amt nieder
Hugo Broos ist nicht länger Nationaltrainer von Südafrika. Der 74-Jährige habe sein Amt niedergelegt, bestätigte ein Verbandsvertreter der Nachrichtenagentur AFP. Broos hatte Südafrika bei der WM erstmals überhaupt in die K.o.-Phase geführt, dort war im Sechzehntelfinale gegen Kanada (0:1) Schluss. Als möglicher Nachfolger gilt der frühere Nationaltrainer Pitso Mosimane.
Tunesien: Renard nach nur 18 Tagen wieder weg
Es ist die kürzeste Trainer-Episode dieser WM: Hervé Renard ist nach dem Vorrunden-Aus Tunesiens als Nationaltrainer zurückgetreten, nach gerade einmal 18 Tagen im Amt. „Meine Reise ist zu einem Ende gekommen“, schrieb der 54-Jährige bei Instagram. Renard hatte den Posten erst zum zweiten Gruppenspiel vom entlassenen Sabri Lamouchi übernommen, konnte den Absturz aber nicht stoppen: Tunesien beendete die Gruppe F mit null Punkten und zwölf Gegentoren als Schlusslicht.
Mexiko: Aguirre tritt zurück, Márquez übernimmt
Dem Aus bei der Heim-WM folgte der Rücktritt: Javier Aguirre ist nicht mehr Trainer der mexikanischen Nationalmannschaft. „Ich sage auf Wiedersehen zum Fußball“, sagte der 67-Jährige nach der 2:3-Niederlage im Achtelfinale gegen England. Es war bereits seine dritte Amtszeit als Coach Mexikos. Den Posten übernimmt nun wie geplant der ehemalige Barça-Profi Rafael Márquez, zuletzt Co-Trainer unter Aguirre.
Ghana: Queiroz verkündet Rücktritt
Auch bei den Black Stars ist Schluss: Der Portugiese Carlos Queiroz ist nach dem Sechzehntelfinal-Aus als Trainer Ghanas zurückgetreten. Zuvor hatte Ghana in Kansas City mit 0:1 gegen Kolumbien verloren. „Ich beende diese Reise mit Stolz auf das Erreichte“, sagte der 73-Jährige, der das Amt erst im April als Nachfolger von Otto Addo angetreten hatte.
Portugal: Martínez tritt zurück, Jorge Jesus folgt

Portugal hat nach dem Achtelfinal-Aus gegen Spanien den Rücktritt von Roberto Martínez bestätigt. „Es ist sicher, dass dies mein letztes Spiel für Portugal war“, sagte der Spanier nach dem 0:1 durch Mikel Merino (90.+1). Martínez hatte das Team 2023 übernommen und 2025 zum Triumph in der Nations League geführt. Als Nachfolger ist inzwischen der Portugiese Jorge Jesus im Amt.
Kroatien: Dalic tritt zurück, Bilic übernimmt
Auch Kroatien hat gewechselt: Sechs Tage nach dem Sechzehntelfinal-Aus gegen Portugal (1:2) trat Zlatko Dalic nach knapp neun Jahren zurück. Er hatte das Team 2018 ins WM-Finale und 2022 auf Platz drei geführt. Die Nachfolge ist geklärt: Der frühere Bundesliga-Profi Slaven Bilic, der die „Vatreni“ bereits von 2006 bis 2012 betreut hatte, ist neuer Nationaltrainer, wie der Verband HNS bestätigte.
Uruguay: Forlán soll Bielsa beerben
In Südamerika bahnt sich eine prominente Lösung an: Der frühere Topstürmer Diego Forlán soll die Nationalmannschaft Uruguays als Interimstrainer übernehmen, wie Verbandschef Ignacio Alonso bestätigte. Der Vertrag von Marcelo Bielsa war mit dem Vorrunden-Aus ausgelaufen. Forlán, 2010 zum besten Spieler der WM gewählt, soll das Team zunächst bis März 2027 führen.
WM 2026: Alle Trainer, die nach dem Aus zurückgetreten oder entlassen wurden
| Trainer | Land | Was geschah | Unser Artikel |
|---|---|---|---|
| Didier Deschamps | 🇫🇷 Frankreich | Nach 14 Jahren und WM-Platz-4 aufgehört, Zidane soll folgen | – |
| Rudi Garcia | 🇧🇪 Belgien | Auslaufender Vertrag nach dem Viertelfinal-Aus nicht verlängert, van Bommel als Nachfolger designiert | – |
| Julian Nagelsmann | 🇩🇪 Deutschland | Vertrag nach Sechzehntelfinal-Aus mit sofortiger Wirkung aufgelöst, Klopp übernimmt (Vertrag bis 2030) | – |
| Pape Thiaw | 🇸🇳 Senegal | Vom Verband FSF nach dem Sechzehntelfinal-Aus gegen Belgien freigestellt, samt Trainerstab | – |
| Hugo Broos | 🇿🇦 Südafrika | Amt nach dem Sechzehntelfinal-Aus gegen Kanada niedergelegt, Mosimane gilt als Kandidat | – |
| Ronald Koeman | 🇳🇱 Niederlande | Rücktritt nach Aus im Sechzehntelfinale, Slot-Verpflichtung zeichnet sich ab | Koeman tritt zurück |
| Miroslav Koubek | 🇨🇿 Tschechien | Posten geräumt nach dem WM-Aus | – |
| Steve Clarke | 🏴 Schottland | Posten geräumt nach dem WM-Aus | – |
| Sebastián Beccacece | 🇪🇨 Ecuador | Aufhören nach dem WM-Aus | Beccacece hört auf |
| Myung-bo Hong | 🇰🇷 Südkorea | Rücktritt, zuvor vom Staatspräsidenten angezählt | Hong wirft das Handtuch |
| Sabri Lamouchi | 🇹🇳 Tunesien | Entlassen nach 1. Spiel, ersetzt von Hervé Renard | Tunesien feuert Lamouchi |
| Hervé Renard | 🇹🇳 Tunesien | Rücktritt nach dem Vorrunden-Aus, nur 18 Tage im Amt | – |
| Javier Aguirre | 🇲🇽 Mexiko | Rücktritt nach dem Achtelfinal-Aus, Márquez übernimmt | – |
| Carlos Queiroz | 🇬🇭 Ghana | Rücktritt nach dem Sechzehntelfinal-Aus (0:1 gegen Kolumbien) | – |
| Roberto Martínez | 🇵🇹 Portugal | Rücktritt nach dem Achtelfinal-Aus (0:1 gegen Spanien), Jorge Jesus folgt | – |
| Marcelo Bielsa | 🇺🇾 Uruguay | Vertrag nach dem Vorrundenaus ausgelaufen, Forlán soll interimsweise übernehmen | – |
| Zlatko Dalic | 🇭🇷 Kroatien | Rücktritt sechs Tage nach dem Sechzehntelfinal-Aus gegen Portugal, Nachfolger ist Slaven Bilic | Kroatien bei der WM 2026 |
Die neuen Nationaltrainer: Wer übernimmt nach der WM 2026?
Nach der Welle an Rücktritten und Entlassungen füllen sich die Trainerbänke wieder. Das ist der aktuelle Stand bei den Nachfolgern:
| Land | Neuer Trainer | Vorgänger | Stand |
|---|---|---|---|
| 🇩🇪 Deutschland | Jürgen Klopp | Julian Nagelsmann | Fix: unterschreibt am Freitag einen Vertrag bis 2030 |
| 🇫🇷 Frankreich | Zinédine Zidane | Didier Deschamps | Vorstellung für Dienstag angekündigt, Amtsantritt zum 1. September |
| 🇧🇪 Belgien | Mark van Bommel | Rudi Garcia | Als Nachfolger designiert, Vertrag bis zur EM 2028 geplant |
| 🇭🇷 Kroatien | Slaven Bilic | Zlatko Dalic | Offiziell im Amt, vom Verband HNS bestätigt |
| 🇵🇹 Portugal | Jorge Jesus | Roberto Martínez | Offiziell im Amt |
| 🇲🇽 Mexiko | Rafael Márquez | Javier Aguirre | Übernimmt das Amt |
| 🇳🇱 Niederlande | Arne Slot | Ronald Koeman | Verhandlungen laufen, Liverpool stockt laut Telegraaf das Gehalt auf |
| 🇺🇾 Uruguay | Diego Forlán | Marcelo Bielsa | Interimslösung bis März 2027, Einigung laut Verband unmittelbar bevor |