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Nach dem Vorrunden-Aus bei der Fußball-WM 2026 hat Südkorea unmittelbar Konsequenzen gezogen. Erst entschuldigte sich Präsident Lee Jae Myung bei der Bevölkerung, kurz darauf trat Nationaltrainer Myung-bo Hong zurück.

Präsident kündigt Reformen an
Der Staatschef sprach auf X von einer „großen Enttäuschung, die durch dieses inakzeptable Ergebnis verursacht wurde. Wir werden zügig daran gehen, die Sportverwaltung zu reformieren, damit sich so etwas niemals wieder ereignet“. Mit diesen Worten machte Lee Jae Myung die sportliche Führung und den Trainerstab für das frühe Aus verantwortlich.
Hong reagierte wenig später mit einem persönlichen Statement. „Ich entschuldige mich aufrichtig bei der koreanischen Öffentlichkeit, die unsere Mannschaft unterstützt hat. Heute trete ich von meinem Amt zurück“, sagte der 57-Jährige am Sonntag auf einer Pressekonferenz im mexikanischen Zapopan, wo die Südkoreaner ihr Trainingslager aufgeschlagen hatten.
Kritik an der Aufstellung gegen Südafrika
Besonders scharf kritisiert wurde Hong für seine Entscheidung, Stürmerstar Heung-Min Son bei der unerwarteten 0:1-Niederlage gegen Südafrika nicht in die Startelf zu stellen. Nach knapp zwei Jahren an der Seitenlinie endet damit seine Zeit als Nationalcoach Südkoreas.
Lee hatte den Übungsleiter und die sportliche Leitung zuvor bereits klar benannt. „Wenn Loyalität und Fraktionismus höher bewertet werden als Kompetenz und inkompetente Personen in Führungspositionen berufen werden, ist das Ergebnis so gut wie vorprogrammiert“, schrieb er.
Nur ein Sieg reicht nicht
Sportlich blieb Südkorea trotz eines 2:1-Erfolgs gegen Tschechien und einer weiteren 0:1-Niederlage gegen Mexiko nur der dritte Platz in der Gruppe. Für den Sprung ins Sechzehntelfinale reichte das nicht.
Im Turnierverlauf hatte zudem ein Streit zwischen dem Team und den Medien die Stimmung beim WM-Halbfinalisten von 2002 nachhaltig belastet.