Am Donnerstag beginnt die FIFA Fußball WM 2026 mit dem WM 2026 Eröffnungsspiel & der WM-Eröffnungsfeier. In den USA, Kanada und Mexiko kämpfen erstmals 48 Nationen um den größten Titel, den der Fußball zu vergeben hat. Doch wer hat wirklich das Zeug zum Weltmeister? Welche Teams reisen in Top-Form an? Und bei welchen Nationen sprechen Name und Vergangenheit eher für sie als die aktuellen Leistungen? Im 1. Titel-WM-O-Meter von BILD gibt es den Überblick. Für alle 48 Teilnehmer werden die aktuellen Titelchancen bewertet und ein Blick auf die Formkurve vor dem Turnier geworfen. 4 Tage vor dem Start hat sich die BILD alle 48 Teilnehmer unter die Lupe genommen. Die Fußball-Welt blickt nach Nordamerika!

1. Frankreich
Die Generalprobe gegen die Elfenbeinküste ging mit 1:2 verloren, doch an der grundsätzlichen Einschätzung ändert das wenig. Kaum eine Mannschaft verfügt über so viel individuelle Klasse wie die Équipe Tricolore. Wenn die Stars ihr Potenzial abrufen, führt der Weg zum Titel nur über Frankreich.
2. Spanien
Der Europameister reist mit beeindruckender Bilanz an. Seit März 2024 gab es lediglich eine Niederlage – im Elfmeterschießen gegen Portugal. Zuletzt fehlte gegen Ägypten und Irak allerdings die offensive Durchschlagskraft. Dennoch gehört Spanien zum engsten Favoritenkreis.

3. Argentinien
Der Titelverteidiger bleibt ein Rätsel. Die jüngsten Testspiele gegen Sambia, Mauretanien und Angola liefern nur begrenzte Erkenntnisse. Die Qualität ist unbestritten, doch die wahre Standortbestimmung folgt erst auf der WM-Bühne.
4. Portugal
Der Nations-League-Triumph im Vorjahr nährte große Hoffnungen, danach folgten jedoch einige Dämpfer. Niederlagen wie das 0:2 in Irland zeigen Schwächen auf. Trotzdem reist Portugal mit viel Selbstvertrauen an – nicht zuletzt dank mehrerer frisch gekrönter Champions-League-Sieger im Kader.
5. Deutschland
Trotz des Ausfalls von Karl wächst die Zuversicht. Die Ergebnisse stimmen seit Monaten, die Entwicklung der Mannschaft verläuft schneller als erwartet. Bleibt die Defensive stabil, darf Deutschland vom ganz großen Wurf träumen.

6. England
Thomas Tuchel nutzte die vergangenen Monate für intensive Experimente und scheint nun seinen Stamm gefunden zu haben. Die Niederlage gegen Japan sitzt jedoch noch tief. Um den Titel mitzuspielen, müssen die Three Lions ihr Leistungsniveau weiter steigern.
7. Brasilien
Die Seleção sucht weiter nach alter Dominanz. Gegen Frankreich zeigte sich im Frühjahr noch ein Klassenunterschied. Mit Carlo Ancelotti an der Seitenlinie und Hoffnungsträgern wie Neymar träumt Brasilien dennoch von einer erfolgreichen WM.
8. Niederlande
Das 0:1 gegen Algerien war ein unerwarteter Rückschlag. Der Kader besitzt Qualität, doch besonders im Angriff fehlt häufig die letzte Konsequenz. Für einen tiefen Turnierlauf braucht Oranje mehr Durchschlagskraft.
9. Marokko
Der Kader wirkt sogar stärker besetzt als beim historischen Halbfinaleinzug 2022. Gleichzeitig sind die Erwartungen enorm gestiegen. Die Frage lautet: Wird Marokko an diesem Druck wachsen oder daran scheitern?

10. Norwegen
Mit Haaland und Ødegaard verfügt Norwegen über eine der spektakulärsten Offensivreihen des Turniers. Die Qualifikation verlief beeindruckend, defensiv offenbaren sich jedoch weiterhin Schwankungen. Ein Team mit großem Potenzial – in beide Richtungen.
11. Österreich
Drei überzeugende Siege haben das Selbstvertrauen gestärkt. Gelingt ein erfolgreicher Turnierstart gegen Jordanien, könnte Österreich zu den Überraschungen dieser WM gehören.
12. Kolumbien
Kolumbien bleibt schwer einzuordnen. Starken Auftritten stehen Niederlagen gegen hochklassige Gegner gegenüber. Fest steht: Mit viel Tempo und Offensivdrang sorgt die Mannschaft regelmäßig für Tore.
Gruppe A 🇲🇽 * Gruppe B 🇨🇦 * Gruppe C 🇧🇷 * Gruppe D 🇺🇸
Gruppe E 🇩🇪 * Gruppe F 🇳🇱 * Gruppe G 🇧🇪 * Gruppe H 🇪🇸
Gruppe I 🇫🇷 * Gruppe J 🇦🇷 * Gruppe K 🇵🇹 * Gruppe L 🏴
13. Ecuador
Seit September 2024 ungeschlagen – diese Serie spricht für sich. Zwar endeten viele Partien remis, doch die Defensive zählt zu den stabilsten des Teilnehmerfeldes. Ecuador dürfte nur schwer zu bezwingen sein.
14. Schweiz
Die Eidgenossen setzen auf ihre bewährte Mischung aus Erfahrung und Disziplin. Vor allem Embolo und die Offensivreihe geben Anlass zur Hoffnung, dass die K.-o.-Runde erreichbar ist.
15. Belgien
In der Vorrunde scheint Belgien klar favorisiert. Schafft die Mannschaft einen guten Turnierstart, könnte daraus schnell ein längerer Lauf entstehen.
16. Senegal
Die Testspiele verliefen wechselhaft, die Qualifikation dagegen souverän. Mit einer talentierten Generation besitzt Senegal das Rüstzeug, um erneut für Furore zu sorgen.

17. Kroatien
Seit Jahren wird Kroatien unterschätzt – und liefert regelmäßig ab. Die jüngsten Niederlagen gegen Brasilien und Belgien dämpfen allerdings die Erwartungen. Ein weiteres Halbfinalmärchen erscheint diesmal schwieriger.
18. Japan
Japan präsentierte sich auf afrikanischem Boden stark, ließ zuletzt aber Konstanz vermissen. Die individuelle Qualität ist dennoch bemerkenswert hoch. Ein Gegner, den niemand unterschätzen sollte.
19. Elfenbeinküste
Kaum ein Team überzeugte in der Vorbereitung mehr. Der Sieg gegen Frankreich unterstrich das Potenzial der Ivorer. Die Voraussetzungen für eine Überraschung sind gegeben.
20. Mexiko
Sechs Siege in Folge, darunter Erfolge gegen England und Brasilien, sprechen eine klare Sprache. Der Ausfall von Mitoma wiegt jedoch schwer. Ohne ihn fehlt ein entscheidender Kreativfaktor.
21. Uruguay
Der Gastgeber präsentiert sich in bestechender Form. Seit Monaten ungeschlagen, defensiv stabil und mit großer Unterstützung von den Rängen. Uruguay besitzt alle Voraussetzungen für ein starkes Heimturnier.
22. Türkei
Seit der deutlichen Niederlage gegen Spanien hat die Türkei kein Spiel mehr verloren. Die Mannschaft reist mit breiter Brust an und darf sogar vom Gruppensieg träumen.

23. USA
Die Niederlagen gegen Belgien und Portugal offenbarten Grenzen. Gegen Mannschaften auf Augenhöhe lieferten die Amerikaner jedoch überzeugende Leistungen. Die K.-o.-Runde ist ein realistisches Ziel.
24. Kanada
Viel hängt von Alphonso Davies ab. Ist der Bayern-Star fit, steigen die Chancen erheblich. Trotz zuletzt wechselhafter Ergebnisse bleibt die Endrunde erreichbar.
25. Algerien
Petkovic hat aus Algerien eine taktisch disziplinierte Mannschaft geformt. Die jüngsten Resultate gegen Uruguay und die Niederlande zeigen, dass mit den Nordafrikanern zu rechnen ist.
26. Bosnien und Herzegowina
Der Erfolg gegen Italien hat eine Welle der Euphorie ausgelöst. Kampfgeist, Leidenschaft und Selbstvertrauen könnten Bosnien weit tragen.
27. Schweden
Die jüngsten Ergebnisse wirken auf den ersten Blick enttäuschend. Mit einem fitten Alexander Isak verfügt Schweden jedoch über einen Stürmer, der Spiele allein entscheiden kann.
28. Ägypten
Ägypten reist mit klaren Ambitionen an. Die Nordafrikaner gelten traditionell als unangenehmer Turniergegner und haben die K.-o.-Phase fest im Visier.
29. Australien
Die Qualifikation verlief holprig und auch danach fehlte häufig die Konstanz. Körperliche Robustheit und eine kompakte Defensive bleiben die größten Stärken der Socceroos.
30. Südkorea
Trainer Myung-Bo steht in der Heimat unter Druck. Die Auslosung bietet jedoch Chancen. Gelingt ein guter Start, ist der Einzug in die nächste Runde möglich.
31. Tunesien
Die Qualifikation war alles andere als überzeugend. Trotzdem bleibt Tunesien dank seiner defensiven Stabilität ein unangenehmer Gegner für jeden Favoriten.
32. Tschechien
Nicht immer spektakulär, aber äußerst unangenehm zu bespielen. Mit starken Standards, einer soliden Defensive und einem treffsicheren Schick besitzt Tschechien einige gefährliche Waffen.
33. Paraguay
Pragmatismus steht an erster Stelle. Paraguay wird tief verteidigen und auf Fehler des Gegners warten. In einer ausgeglichenen Gruppe ist einiges möglich.
34. DR Kongo
Eine stabile Defensive trifft auf individuelle Klasse in der Offensive. Der Kongo kennt Drucksituationen und wird vielen Teams Probleme bereiten.
35. Schottland
Auf den Tribünen dürfte die Tartan Army für WM-Stimmung sorgen. Sportlich könnte der Weg jedoch steiniger werden als erhofft.
36. Südafrika
Die Mannschaft besitzt spielerisches Potenzial und könnte zu den unterhaltsameren Teams gehören. Die jüngsten Ergebnisse nähren allerdings Zweifel.
37. Ghana
Seit der erfolgreichen Qualifikation wartet Ghana auf einen Sieg. Die individuelle Qualität einiger Leistungsträger sorgt dennoch für Hoffnung auf eine Trendwende.
38. Saudi-Arabien
Der Trainerwechsel verdeutlicht die schwierige Lage. Nach schwachen Ergebnissen reist Saudi-Arabien als klarer Außenseiter zum Turnier.
39. Iran
Abseits des Platzes dominieren politische Themen. Sportlich scheint die Gruppe lösbar. Gegen Neuseeland und Ägypten sind wichtige Punkte möglich.
40. Usbekistan
Mit Fabio Cannavaro an der Seitenlinie sorgt Usbekistan für Aufmerksamkeit. Die Entwicklung des Landes ist bemerkenswert, für eine große Überraschung dürfte es dennoch schwer werden.
41. Katar
Wie schon 2022 fehlt es häufig an Durchschlagskraft. Defensiv wirkt das Team anfällig. Die Ausgangslage erscheint erneut schwierig.
42. Jordanien
Die Vorbereitung verlief enttäuschend, dennoch darf der Vize-Champion des Arab Cups nicht unterschätzt werden. Entscheidend wird sein, schnell Stabilität zu finden.
43. Kap Verde
Die Qualifikation war eine Sensation, der Sieg gegen Serbien ein weiteres Ausrufezeichen. Die schwere Gruppe setzt den Träumen allerdings enge Grenzen.
44. Haiti
Haiti verfügt über mehr Offensivqualität, als viele Beobachter vermuten. Gerade im Angriff könnte die Mannschaft für Überraschungen sorgen.
45. Venezuela
Nach vorne besitzt Venezuela durchaus interessante Ansätze. Defensiv offenbaren sich jedoch immer wieder große Lücken. Der erste WM-Sieg der Verbandsgeschichte bleibt ein schwieriges Ziel.
46. Irak
Das Remis gegen Spaniens B-Auswahl sorgte für Aufmerksamkeit. Gegen die Schwergewichte der Gruppe wird es jedoch äußerst kompliziert. Schon ein Punktgewinn wäre ein Erfolg.
47. Curaçao
Der WM-Debütant reist mit einem 4:0 Sieg in den Testspielen an und erwischte zudem eine anspruchsvolle Gruppe. Die Rückkehr von Trainer Dick Advocaat soll neue Impulse liefern.
48. Neuseeland
Der Weg zur WM war in Ozeanien vergleichsweise komfortabel. Die jüngsten Ergebnisse geben jedoch Anlass zur Sorge. Für die All Whites geht es vor allem darum, konkurrenzfähig zu sein.