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Der erste WM-Spieltag der Fußball WM 2026 lieferte reichlich Gesprächsstoff, auch wenn die ganz große Überraschung ausblieb. Während sich die Außenseiter und Debütanten Respekt verdienten, setzten die Topstars mit Toren und Gala-Auftritten die Schlaglichter. Dazu prägten Trinkpausen, Taktikfragen, Rasen-Diskussionen und ein insgesamt überraschend ordentliches Niveau das Turnierbild.

Außenseiter mit Mut, Stars mit Ausrufezeichen
Curacao bekam gegen Deutschland zwar deutlich mit 1:7 zu spüren, wie hart eine WM sein kann, doch viele andere Außenseiter hielten bemerkenswert dagegen. Kap Verde zwang Spanien beim 0:0 in die Frustrationsrolle, Katar ärgerte die Schweiz beim 1:1, die DR Kongo nahm den Portugiesen ebenfalls ein 1:1 ab. Auch Jordanien machte es Österreich lange unbequem und verlor erst mit 1:3, Haiti unterlag den Schotten nur knapp mit 0:1, Panama kassierte gegen Ghana erst in letzter Minute das 0:1, und die Usbeken waren gegen Kolumbien beim 1:3 alles andere als leichte Beute. Die große Sensation blieb zwar aus, doch die sogenannten kleinen Nationen und WM-Neulinge haben sich schon ordentlich Reputation erspielt.
Bei den Favoriten ließen die ganz großen Namen hingegen kaum Wünsche offen. Lionel Messi begeisterte die Fußballwelt mit einem Dreierpack, Kylian Mbappé, Erling Haaland und Harry Kane trafen jeweils doppelt. Jürgen Klopp brachte das Spektakel als MagentaTV-Experte mit den Worten auf den Punkt: „Das Wettschießen hat begonnen“. Nur Cristiano Ronaldo erwischte bei Portugals verpatztem Start gegen die DR Kongo einen bitteren Nachmittag. Der 41-Jährige kam lediglich auf 25 Ballkontakte und war über weite Strecken kaum eingebunden.
Taktik, Trinkpausen und die Sache mit dem Rhythmus
Auch abseits der Tore verändert sich das Turnierbild spürbar. Der Anstoß mit einem langen Ball weit in der gegnerischen Hälfte, um sofort ins Pressing zu kommen, ist zwar kein neues Mittel, doch Paris Saint-Germain hat diese Idee als zweimaliger Champions-League-Sieger salonfähig gemacht. Überhaupt wirkt vieles auf den ersten Blick bekannter, als es die Turniermechanik vermuten lässt. Das 4-4-2, das zuletzt vom 4-2-3-1 und vom 3-4-2-1 verdrängt wurde, erlebt wieder eine Renaissance. Weil im Viervierteltakt gespielt wird und damit regelmäßig Unterbrechungen entstehen, lassen sich Abläufe schneller umstellen.
Eine zentrale Rolle spielen dabei die verpflichtenden „hydration breaks“. Offiziell dienen sie dem Schutz der Spieler, doch viele Fans vermuten dahinter eher einen weiteren Geldstrom für die FIFA. Denn die übertragenden Sender nutzen die jeweils rund dreiminütigen Pausen natürlich auch für Werbung. Hinzu kommt, dass die Unterbrechungen unabhängig von Hitze oder klimatisierten Arenen angesetzt werden. Für die Mannschaften sind sie zugleich praktische Auszeiten, in denen neue Anweisungen unmittelbar auf dem Platz ankommen.
Hitze, Rasen und ein überraschend ordentliches Niveau
Die Witterung hat bislang kaum Schlagzeilen produziert. Die Stadien in dem heißen Texas, also in Dallas und Houston, sind klimatisiert, ebenso die Arena in Atlanta. Abgesehen von einzelnen Hitzewarnungen und Gewittern, vor allem in Texas und an der Ostküste, blieben wetterbedingte Probleme aus. In Kalifornien, also in Los Angeles und Santa Clara, lagen die Temperaturen in der ersten Turnierwoche meist zwischen 20 und 30 Grad Celsius. Bei vielen Spielen wären die Trinkpausen eigentlich gar nicht nötig gewesen.

Weniger zufrieden sind die Profis dagegen mit dem Untergrund. Stars reagieren bekanntlich empfindlich, wenn es um ihren Arbeitsplatz geht, und längst nicht jeder ist mit den Rasenflächen in den 16 WM-Arenen einverstanden. Frankreichs Adrien Rabiot schimpfte über den Platz im Final-Stadion: „Der Platz… ich weiß nicht mal, ob man es so bezeichnen kann.“ Dabei hatte die FIFA über Jahre hinweg keine Mühen gescheut, um mit speziellen Grasarten, künstlicher Beleuchtung, Bewässerung, Belüftung und Untergrundtechnik möglichst einheitliche und perfekte Spielflächen zu schaffen. Bei den unterschiedlichen Klimazonen in den USA, Mexiko und Kanada war das ohnehin eine enorme Aufgabe, zumal viele Stadien eigentlich NFL-Arenen sind. Entsprechend überrascht es nicht, dass auch andere mit dem Ergebnis hadern.
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Sportlich fällt die erste Bilanz dennoch positiv aus. Trotz der Erweiterung auf 48 Teams waren vor dem Turnier viele einseitige Partien erwartet worden, doch die „Kleinen“ traten überwiegend mutig auf. Bis auf wenige Ausnahmen boten die ersten Tage viel Unterhaltung, und lediglich ein 0:0 stand zu Buche, als sich Kap Verde gegen Europameister Spanien leidenschaftlich einen Punkt erkämpfte. Besonders positiv fielen die USA mit dem 4:1 gegen Paraguay, Deutschland mit dem 7:1 gegen Curacao und England mit dem 4:2 gegen Kroatien auf.
Stimmung zwischen Protest, Party und echter Begeisterung
Die Atmosphäre rund um das Turnier bleibt allerdings zwiespältig. Hohe Ticketpreise, restriktive Einreiseregeln der USA, Gewalt und Proteste in Mexiko drücken die Euphorie eines ohnehin politisch belasteten Mega-Events in drei Ländern bisher spürbar. Doch es gibt auch die anderen Bilder: Die legendäre „Tartan Army“ der Schotten sorgt erneut für Furore, norwegische Fans „rudern“ sich in die Schlagzeilen, und auch die Amerikaner entdecken ihre Begeisterung für Soccer. Vor allem dann, wenn die eigene Mannschaft aufläuft. Schließlich hat das Turnier gerade erst begonnen.