Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 Books klare Haltung: Keine voreiligen Titelansagen
- 2 Bayern als Gradmesser und Books Anspruch
- 3 Vertragsdauer und Rollenverteilung: Nachfolge von Sebastian Kehl
- 4 Geschäftsführung und Erwartung an frische Ideen
- 5 Transferkonzept: „Perlentaucher“ und die richtige Mischung
- 6 Books Werdegang bei SV Elversberg und Entdeckerrolle
Borussia Dortmund hat mit Ole Book einen neuen Sportdirektor verpflichtet, doch von Titeln will der 40-Jährige vorerst nicht sprechen. Bei seiner Vorstellung am Mittwoch sagte Book offen: „Diese Sehnsucht kann ich nachvollziehen, natürlich würde ich mich auch darüber freuen“, fügte jedoch sofort hinzu: „aber ich glaube, wir wären nicht gut beraten, wenn wir jetzt große Ziele rausposaunen.“ Gleichzeitig betonte er, das Beste geben zu wollen, „um so erfolgreich wie möglich zu sein“. Die Verpflichtung bringt frischen Wind für den Herzensverein, der auf dem Westfalenstadion und der Südtribüne weiter bauen will.
Books klare Haltung: Keine voreiligen Titelansagen
Bei der Presserunde am Mittwoch machte Book deutlich, dass er keine voreiligen Versprechen abgeben will. „Diese Sehnsucht kann ich nachvollziehen, natürlich würde ich mich auch darüber freuen“, sagte der neue Sportdirektor, verband dies aber mit der Warnung: „aber ich glaube, wir wären nicht gut beraten, wenn wir jetzt große Ziele rausposaunen.“ Dennoch räumte Book ein, dass Träume erlaubt seien: „Träume darf jeder haben, aber noch sind wir ein ganzes Stück davon weg.“
Bayern als Gradmesser und Books Anspruch
Mit Blick auf die Konkurrenz in der Bundesliga nannte der 40-Jährige den FC Bayern: Es gebe „einen Verein, der gerade ein bisschen enteilt ist“. Book stellte klar, dass er das Bestreben habe, das „Beste geben, um so erfolgreich wie möglich zu sein“. Gleichzeitig unterstrich er, dass realistisches Planen wichtiger sei als mediale Großtöne, eine Haltung, die auch den Klub in seiner langfristigen sportlichen Planung widerspiegelt.
Vertragsdauer und Rollenverteilung: Nachfolge von Sebastian Kehl
Book unterschrieb einen Dreijahresvertrag als Nachfolger von Sebastian Kehl und übernimmt damit das Arbeitspapier als Sportdirektor bei Borussia Dortmund. Der 40-Jährige war zuvor Sportvorstand des Zweitligisten SV Elversberg und gewann dort Reputation durch seine Transferarbeit und sportliche Entwicklung. Als Nachfolger hat Book die Aufgabe, das bestehende Fundament weiterzuentwickeln, ohne die Strukturen komplett umzustellen.
Geschäftsführung und Erwartung an frische Ideen
Carsten Cramer, Sprecher der Geschäftsführung, begrüßte Books Ankunft und hob hervor, dass der Klub „auf einem guten Fundament“ stehe. Zugleich betonte Cramer, dass es „mal eine Renovierung“ brauche, weshalb Books Fähigkeiten und neue Impulse gefragt seien. Dortmund setzt damit auf eine Kombination aus Stabilität und gezielter Erneuerung, um sportlich Anschluss zu halten.
Transferkonzept: „Perlentaucher“ und die richtige Mischung
Der Klub will Books Ruf als „Perlentaucher“ nutzen, ohne sein Konzept komplett umzustellen. Sportgeschäftsführer Lars Ricken formulierte die Marschrichtung deutlich: „Wir werden in Zukunft nicht mit einer U21-Mannschaft spielen“, erklärte Ricken in der Presserunde. Er ergänzte die Ausführung mit einer mahnenden Klarheit: „wir können nicht sagen, Jugend forscht, und am Ende werden wir Siebter und liegen uns in den Armen. Wir brauchen schon die Mischung.“
Books Werdegang bei SV Elversberg und Entdeckerrolle
Book, der als Mittelfeldspieler selbst bis in die 2. Liga gekommen war, verantwortete seit 2017 große Teile des Aufstiegs der kleinen SVE aus der Viertklassigkeit bis ans Tor zur Bundesliga. Dabei empfahlen sich Spieler wie der heutige Nationalstürmer Nick Woltemade (Newcastle United) oder Fisnik Asllani (TSG Hoffenheim) für höhere Aufgaben. Außerdem holte Book Younes Ebnoutalib aus der sechsten Liga und verkaufte ihn ein Jahr später für acht Millionen Euro weiter an Eintracht Frankfurt.
