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Julian Nagelsmann ist zurückgetreten, Jürgen Klopp soll nun beim DFB übernehmen. Dass der Deal noch kippt, gilt als äußerst unwahrscheinlich, doch offen sind weiter wichtige Details. Vor allem über Geld, Zuständigkeiten und mögliche Begleiter des künftigen Bundestrainers muss noch gesprochen werden.

Klopp rückt näher, der Rahmen ist aber noch offen
Der Deutsche Fußball-Bund hat sich im Werben um Klopp weit vorgewagt, und der 57-Jährige hat sich bereits als „bereit“ gezeigt, wie er auf der WM-Dachterrasse von MagentaTV sagte. In den kommenden Tagen wollen DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Bundesliga-Chef Hans-Joachim Watzke laut Bild zu ihrem Wunsch-Bundestrainer in die USA reisen.
Am Ende dürfte es vor allem um die wirtschaftliche Seite gehen. Der lukrative Nike-Deal beim Verband hilft zwar, trotzdem steht auch eine mögliche Ablösesumme an Klopps aktuellem Arbeitgeber Red Bull im Raum. Dort ist er noch bis 2029 als „Head of Global Soccer“ gebunden. Zugleich hat der designierte Nagelsmann-Nachfolger seinen Preis inhaltlich schon erhöht, weil er den bloßen Trainerwechsel nicht für ausreichend hält. Der deutsche Fußball stehe an einem Wendepunkt, sagte er, es müssten „Dinge grundlegend verändern“ werden.
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Wer entscheidet über Macht und Personal?
Eine zentrale Figur in den Gesprächen ist Oliver Mintzlaff, der Geschäftsführer von Red Bull. Der frühere Langstreckenläufer hatte Klopp vor eineinhalb Jahren als „Königstransfer ohne Ablöse“ vorgestellt. Mintzlaff gilt nicht als Fußball-Traditionalist, er trieb über Jahre den Aufstieg von RB Leipzig voran. Nun könnte er der Fußball-Nation den neuen Bundestrainer großzügig überlassen, ebenso aber auch eine hohe Summe verlangen. Dass er sich komplett verweigert, scheint schon aus Imagegründen eher unwahrscheinlich.
Auch bei der Besetzung im Umfeld des Nationalteams sind noch Fragen offen. Klopp will für MagentaTV trotz der laufenden Gespräche seine Expertenrolle bei der WM in Amerika bis zum Schluss durchziehen. „Wir planen mit Jürgen Klopp bis zum Ende des Turniers, er wird beim Finale mit dem kompletten Experten-Team für uns im Einsatz sein“, sagte Arnim Butzen, TV-Chef der Telekom, dem SID. Sein nächster geplanter Auftritt ist das MagentaTV-exklusive Achtelfinale zwischen Brasilien und Norwegen am Sonntag um 22.00 Uhr MESZ in East Rutherford.
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Welche Namen tauchen im neuen DFB-Umfeld auf?
Als möglicher Assistent wird in der Bild Pepijn Lijnders gehandelt. Der Niederländer war lange Klopps wichtigster Co-Trainer beim FC Liverpool, arbeitete später kurzzeitig bei Red Bull Salzburg und zuletzt als Assistent unter Pep Guardiola bei Manchester City. Auch Peter Krawietz ist ein Thema, der in Mainz als Scout, in Dortmund und Liverpool jeweils als Co-Trainer sowie später ebenfalls bei Red Bull ein enger Vertrauter Klopps war.
Parallel könnte es weitere Veränderungen im DFB geben. Rudi Völler denkt nach dem nicht ganz freiwilligen Rücktritt seines Schützlings Nagelsmann offenbar über einen Abschied nach. Eine Entscheidung könnte der Weltmeister von 1990 laut Sport1 schon in der kommenden Woche verkünden. Ob er bleibt, dürfte stark von den Vorstellungen des neuen Bundestrainers abhängen, also wohl von Klopp. Völler ist seit Anfang 2023 Sportdirektor und noch bis 2028 vertraglich gebunden.
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DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig wiederum wird Ende dieses Jahres aus dem Amt scheiden. Für die Nachfolge böten sich mehrere Weltmeister von 2014 an. Per Mertesacker, heute WM-Experte beim ZDF, sagte, er stehe grundsätzlich bereit: „Irgendwie mal beim DFB zu arbeiten, dem deutschen Fußball, dem ich auch so viel zu verdanken habe, mal was zurückzugeben, wenn das gewünscht ist.“ Der frühere Arsenal-Profi leitete acht Jahre lang die Nachwuchs-Akademie beim FC Arsenal. Auch Mats Hummels hat sich im Turnierverlauf mit scharfen Analysen bei MagentaTV empfohlen. ARD-Experte Bastian Schweinsteiger erklärte, er werde sich „nicht drücken“. Philipp Lahm machte dagegen klar, dass er sich derzeit nicht beim DFB sieht.