Bayern-Star Harry Kane steht am heutigen Mittwoch bei der nächsten großen persönlichen Ehrung im Mittelpunkt. Aktuell wird der Stürmer des FC Bayern im Vereinsmuseum an der Säbener Straße mit dem Goldenen Schuh ausgezeichnet. Die vom kicker begleitete Verleihung würdigt Kane als erfolgreichsten Torjäger der europäischen Ligen in der vergangenen Saison. Es ist bereits sein zweiter Golden Shoe.
Parallel zur Preisverleihung richtet sich der Blick auf Kanes Zukunft beim deutschen Rekordmeister. Nach einem Bericht der englischen Times deutet weiterhin vieles auf eine Vertragsverlängerung bis 2029 hin. Der aktuelle Kontrakt des Engländers läuft noch bis 2027, beide Seiten sollen eine Fortsetzung der Zusammenarbeit anstreben.

Der Rahmen an diesem Mittwoch könnte damit kaum passender sein: Während Kane gerade für seine außergewöhnliche Torquote ausgezeichnet wird, laufen beim FC Bayern zugleich die Gespräche über seine langfristige Zukunft. Der 33-Jährige ist inzwischen aus seinem Urlaub zurück in München und hatte zuletzt selbst bestätigt, dass die anstehenden Vertragsgespräche von beiden Seiten entspannt angegangen werden. Eine schnelle Einigung würde den derzeitigen Festtag an der Säbener Straße um die nächste wichtige Bayern-Nachricht ergänzen.
Vertragsverlängerung gilt als Formsache
Ein Verbleib des Torjägers scheint längst beschlossene Sache, ein anderes Szenario wäre eine handfeste Überraschung. Bereits Ende Juli hatte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen die Marschrichtung vorgegeben und erklärt, es gebe „von beiden Seiten ein großes Wollen, und jetzt müssen wir schauen, dass das große Wollen in der Schnittmenge zusammenpasst.“
Kane selbst hielt sich in der Öffentlichkeit bislang bedeckt und kündigte an, sich erst nach der Weltmeisterschaft ausführlich zu seiner Zukunft an der Isar zu äußern. Bei jenem Turnier hatte England zuletzt das Spiel um Platz drei mit 6:4 gegen Frankreich für sich entschieden. Schon nach dem gewonnenen DFB-Pokalfinale Ende Mai hatte der Kapitän der Three Lions aber einen deutlichen Hinweis gegeben: „Jeder weiß, wie sehr es mir hier gefällt.“ Finanziell würde sich für den 32-Jährigen ohnehin wenig ändern, weiterhin soll er dem Bericht zufolge rund 25 Millionen Euro pro Saison verdienen.
Auch Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat aus dem Umfeld des Mittelstürmers positive Signale erhalten. Ein direktes Gespräch mit Kane habe es zwar nicht gegeben, dennoch zeigte sich der Bayern-Patriarch vor eineinhalb Wochen am Rande des Trainingslagers am Tegernsee zuversichtlich: „Ich höre, dass er sich super wohlfühlt in München, dass wir uns auch mit ihm super wohlfühlen, und es gibt eigentlich keinen Grund, dass er im nächsten Jahr weggehen sollte.“ Einen Verkauf im laufenden Sommer schloss Hoeneß dabei kategorisch aus und wurde deutlich: „Wir wären doch bescheuert.“
Torquote spricht für sich
Diese Haltung überrascht angesichts der Bilanz des einstigen Rekordtransfers kaum. Vor drei Jahren hatten die Münchner rund 100 Millionen Euro Ablöse an Tottenham Hotspur überwiesen, ein Betrag, der sich längst amortisiert haben dürfte. Allein in der abgelaufenen Saison erzielte Kane in 51 Pflichtspielen 61 Treffer, davon 36 in der Bundesliga. Diese Ausbeute bescherte ihm nun auch die erneute Auszeichnung mit dem Goldenen Schuh.
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Es ist bereits die zweite derartige Ehrung für den Angreifer nach der Saison 2023/2024, auch damals hatte er mit 36 Bundesliga-Toren die Torschützenliste angeführt. Die von der Vereinigung European Sports Media (ESM) verliehene Trophäe zeichnet seit 1968 den erfolgreichsten Torjäger der europäischen Ligen aus. Vor Kane hatten sich mit Gerd Müller, der 1970 und 1972 triumphierte, und Robert Lewandowski, ausgezeichnet 2021 und 2022, bereits zwei weitere Bayern-Angreifer diesen begehrten Titel gesichert.