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RB Leipzig hat während der WM 2026 in USA, Kanada und Mexiko die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Ole Werner beendet und damit nach nur einer Saison den erwarteten Schnitt vollzogen. Der Bundesligist teilte die Trennung am Mittwoch mit, als Nachfolger wird Martin Demichelis gehandelt, bestätigt hat RB diese Personalie allerdings nicht. RB Leipzig ist mit einigen Profis bei der FIFA-Weltmeisterschaft vertreten, unter anderem mit David Raum und Assan Ouédraogo im aktuellen DFB-Kader. Am 20. Juni, um 22:00 Uhr MESZ, spielt Deutschland gegen Elfenbeinküste, mit dem WM-Shooting-Star Diomande.

Letzte 10 RB-Spiele unter Werner
Leipzig zieht nach Saisonanalyse die Reißleine
Die Entscheidung fiel nach einer intensiven Auswertung der abgelaufenen Spielzeit. „Wir haben die abgelaufene Saison in den vergangenen Tagen noch einmal intensiv und abschließend analysiert. Am Dienstagabend haben wir dann den Beschluss gefasst, die Position des Cheftrainers neu zu besetzen“, sagte Marcel Schäfer, Geschäftsführer Sport bei RB. Der Klub verwies dabei auf die Notwendigkeit von „inhaltliche Weiterentwicklung und eine veränderte Herangehensweise für die vor uns liegenden Aufgaben“.
Seit Wochen war bereits über eine mögliche Trennung spekuliert worden. Zuletzt hatte der kicker über inhaltliche Bedenken und vermeintlich fragwürdige Kommunikation berichtet. Auch das Verhältnis zwischen Werner und Jürgen Klopp, Head of Global Soccer bei RB, soll sich spürbar abgekühlt haben.

Werner trotz starker Bilanz ohne Zukunft
Sportlich hatte der 38-Jährige Leipzig erst am 1. Juli 2025 übernommen, als Nachfolger von Marco Rose zur Saison 2025/26. Unter Werner entwickelte sich das Team weiter, Hoffnungsträger wie Yan Diomande machten unter seiner Regie Fortschritte, am Ende stand Platz drei in der Bundesliga. Trotzdem endet seine Amtszeit nach nur einer Spielzeit. Werner weist sogar den besten Punkteschnitt aller Leipziger Erstliga-Trainer auf.
Die Verantwortlichen trauten ihm die Aufgaben in der Champions League offenbar dennoch nicht zu. Noch vor wenigen Wochen hatte Werner die Königsklasse selbst als besondere Herausforderung eingeordnet und gesagt: „Die Champions League ist der höchste Wettbewerb, in dem man sich im Vereinsfußball bewegen kann“, hatte Werner gesagt: „Ich freue mich genauso wie alle anderen.“

Demichelis als Lösung für die Königsklasse
Als wahrscheinlichster neuer Coach gilt nun Martin Demichelis. Der frühere Bayern-Profi arbeitet derzeit bei RCD Mallorca, stieg mit dem spanischen Klub jedoch in die zweite Liga ab. Sein Vertrag dort läuft bis 2028, allerdings soll eine Ausstiegsklausel über 2,5 Millionen Euro existieren. Nach Informationen von Sky will Leipzig diese Klausel ziehen, der Vertrag soll zeitnah unterschrieben werden. Damit würde Demichelis seinen ersten Cheftrainerposten in der Bundesliga übernehmen.