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RB Leipzig hat die Nachfolge von Ole Werner geregelt und Martin Demichelis als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der Argentinier soll den Klub sportlich weiterentwickeln und bringt dafür eine bemerkenswert internationale Laufbahn mit. Leipzig verbindet mit dem Ex-Bayern-Profi nicht nur Hoffnung auf Erfolge in Bundesliga und Champions League, sondern auch eine Portion internationalen Glanz.

Internationale Vita passt zum Leipziger Selbstbild
Am Montagabend machte RB die Personalie offiziell. Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer hob vor allem Demichelis‘ Werdegang hervor: Der 45-Jährige sammelte als Spieler und Trainer Erfahrungen in Europa, Südamerika und Nordamerika und arbeitete dabei auf höchstem Niveau. Genau diese Perspektive, so Schäfer, passe ideal zum Klub und zur „globalen Ausrichtung“.
Schäfer lobte zudem die Qualitäten des neuen Chefs an der Seitenlinie. Demichelis verbinde „eine klare Spielidee mit hoher Intensität und fachlicher Kompetenz“. Der neue Mann an der Leipziger Linie erhält einen Vertrag über zwei Jahre.
Vom Bayern-Profi zum Meistertrainer
In seiner bisherigen Trainerkarriere hat Demichelis bereits mehrere Stationen in unterschiedlichen Fußballkulturen durchlaufen. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn im Jahr 2017 sammelte der frühere Profi des FC Bayern zunächst erste Erfahrungen im Nachwuchsbereich der Münchner. Seine erste Aufgabe als Chefcoach einer Profimannschaft übernahm er 2023 bei seinem Jugendklub River Plate.
Dort gelang ihm auf Anhieb ein großer Erfolg. In seiner Debütsaison führte er den Klub aus Buenos Aires zur argentinischen Meisterschaft. Mitte 2024 endete sein Engagement allerdings, als River Plate ihn entließ.
Stationen in Mexiko und Spanien
Im Anschluss wechselte Demichelis zu CF Monterrey nach Mexiko. Auch dort blieb ihm keine lange Amtszeit vergönnt, im Mai 2025 musste er gehen. Seine erste Station in Europa als Cheftrainer folgte erst im vergangenen Februar bei RCD Mallorca. Den Abstieg des Klubs in die 2. Liga konnte er allerdings nicht verhindern.
Nun soll Demichelis in Leipzig eine Mannschaft formen, die „mutigen, intensiven und attraktiven Fußball spielt, Verantwortung übernimmt und die Menschen in Leipzig mit ihrer Leidenschaft begeistert. Außerdem freue ich mich sehr darauf, mit RB Leipzig in der Champions League anzutreten.“ Für den Klub beginnt damit nach dem Abschied von Werner ein neuer Ansatz auf der Trainerbank.
Trennung von Werner nach intensiver Analyse
Die Trennung von Ole Werner hatte sich bereits länger abgezeichnet, obwohl der Coach mit dem Team als Bundesliga-Dritter die Champions League wie erhofft erreicht hatte. Schäfer sprach von einer „intensiven“ Analyse, die zu dem Ergebnis gekommen sei, dass eine „inhaltliche Weiterentwicklung und veränderte Herangehensweise“ notwendig seien.
Auch Jürgen Klopp, „Global Head of Soccer“ der Red Bull GmbH, hatte Werner zwar einen „Klassejob“ bescheinigt, zugleich aber den Blick nach vorn betont: „aber wir müssen auch nach vorne schauen“.