Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
Ouédraogo rückt für Karl nach
Julian Nagelsmann hat Assan Ouédraogo aus dem Leipziger Kader für den deutschen WM-Aufgebot nachnominiert. Der 20 Jahre alte Offensivspieler springt für das Bayern-Juwel Karl ein, das sich einen Muskelbündelriss zugezogen hat.

Für manche kam die Entscheidung überraschend, denn statt des vielseitigen Leipzigers hatten viele eher Uzi-Star Saïd El Mala vom 1. FC Köln auf dem Zettel. Doch der Bundestrainer setzte nach BILD-Informationen auf andere Qualitäten.
Der Anruf erreichte ihn im Marbella-Urlaub
Ouédraogo hielt sich im Urlaub in Marbella auf, als Nagelsmann ihn direkt anrief und über die Nachnominierung informierte. Der Leipziger, dessen Name „Udraogo“ ausgesprochen wird, soll daraufhin sehr überrascht, zugleich aber auch riesig glücklich gewesen sein.
Besonders bemerkenswert ist der Zeitpunkt der Nachricht, denn erst in der vergangenen Woche war Ouédraogo mit Leipzig noch auf PR-Tour in Südafrika unterwegs gewesen. Nun geht es für ihn plötzlich in Richtung WM-Camp.
Warum Nagelsmann auf den Leipziger setzt
Für Ouédraogo spricht vor allem seine Flexibilität. Der U17-Weltmeister von 2023 kann offensiv auf beiden Flügeln ebenso eingesetzt werden wie im Zentrum. Zuletzt kam er in Leipzig als Achter zum Einsatz und arbeitete sich nach mehreren Verletzungen, darunter eine Sehnenverletzung im linken Knie, im Saisonendspurt stark zurück.
Nagelsmann gilt ohnehin als großer Fan des Leipziger Profis. Im November hatte Ouédraogo beim 6:0 gegen die Slowakei in Leipzig sein Länderspieldebüt gefeiert und direkt als Joker getroffen.
Auch intern hinterließ der Nationalspieler damals einen sehr guten Eindruck. Beim DFB überzeugte er mit Bodenständigkeit, Teamgeist und einer schnellen Integration in die Gruppe.
Starke Worte vom Bundestrainer, große Reise nach North Carolina
Im Nominierungsvideo findet Nagelsmann deutliche Worte für den Leipziger: „Du hast dich immer zurückgekämpft, du bist ein unfassbar außergewöhnlich guter Spieler. Du hast die Fähigkeit, Bälle zu gewinnen, die Balleroberung selbst zu nutzen und mit Tempodribblings im gegnerischen Sechzehner für Torgefahr zu sorgen. Ich habe dich als super freundlichen Spieler kennengelernt, der sehr schnell, sehr gut angekommen ist.“
Im BILD-Interview hatte Ouédraogo selbst zuletzt gesagt: „Eine Nominierung wäre natürlich ein Traum und würde mich sehr stolz machen. Und ich würde natürlich jede Rolle akzeptieren, mich im Training oder auch bei Kurzeinsätzen voll reinhauen.“
Jetzt ist sein Koffer in Marbella gepackt. Nach BILD-Informationen reist Ouédraogo noch heute direkt ins WM-Camp nach Winston-Salem in North Carolina und trifft dort sogar vor dem Team ein, das morgen aus Chicago anreist. Dann beginnt für ihn das gemeinsame WM-Abenteuer.