Das ist Frankreichs WM 2026 Kader: Mateta fährt mit – Kolo Muani fehlt

Frankreich hat seinen Kader für die WM 2026 benannt und Didier Deschamps setzt dabei auf einige Überraschungen. Mit Jean-Philippe Mateta und Maxence Lacroix fahren zwei frühere Bundesliga-Profis mit, während Randal Kolo Muani und Eduardo Camavinga außen vor bleiben.

Das ist Frankreichs WM 2026 Kader: Mateta fährt mit – Kolo Muani fehlt
Das ist Frankreichs WM 2026 Kader: Mateta fährt mit – Kolo Muani fehlt

Der Auswahlcoach gab am Donnerstagabend sein 26-köpfiges Aufgebot für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada bekannt. Aus der Bundesliga kommen aktuell nur die Münchner Michael Olise und Dayot Upamecano in der Équipe Tricolore vor.

Deschamps erklärt seine Auswahl

„Es sind nicht unbedingt die 26 Besten“, sagte Deschamps über seine Nominierung und fügte hinzu: „Es geht um Ausgewogenheit, um Kombinationen. (…) Manche werden gar nicht spielen, andere nur wenig. Das Ziel ist es, dabei niemanden zu verlieren. Man braucht menschliche Fähigkeiten, um solche Momente zu überstehen.“

Zur Offensive machte der 56-Jährige deutlich: „Auch die anderen Mannschaften haben sehr gute Stürmer. Ich kann sie nicht alle mitnehmen. Deshalb ist Mateta dabei, der ein anderes Profil als die anderen Spieler hat.“ Über Olise ergänzte er, der Münchner habe bei ihm „einen ziemlich schwierigen Start“ gehabt, inzwischen stelle sich aber nicht mehr die Frage, ob der Angreifer dabei sei. „Manchmal braucht es Zeit, Unterstützung, eine menschliche Komponente.“

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Frankreichs WM Kader

Tor: Mike Maignan (AC Mailand), Brice Samba (Stade Rennes), Lucas Chevalier (LOSC Lille)

Abwehr: Jules Koundé (FC Barcelona), Benjamin Pavard (Inter Mailand), Dayot Upamecano (Bayern München), Ibrahima Konaté (FC Liverpool), William Saliba (FC Arsenal), Castello Lukeba (RB Leipzig), Jean-Clair Todibo (West Ham United), Loïc Badé (FC Sevilla), Clément Lenglet (Atlético Madrid), Théo Hernandez (AC Mailand), Lucas Digne (Aston Villa), Malo Gusto (FC Chelsea)

Mittelfeld: Aurélien Tchouaméni (Real Madrid), Adrien Rabiot (Olympique Marseille), Warren Zaïre-Emery (Paris Saint-Germain), Youssouf Fofana (AC Mailand), Manu Koné (AS Rom)

Angriff: Kylian Mbappé (Real Madrid), Ousmane Dembélé (Paris Saint-Germain), Marcus Thuram (Inter Mailand), Bradley Barcola (Paris Saint-Germain), Michael Olise (Bayern München), Désiré Doué (Paris Saint-Germain), Jean-Philippe Mateta (Crystal Palace), Christopher Nkunku (FC Chelsea)

Mateta und Lacroix profitieren, Kolo Muani und Camavinga nicht

Mateta, früher in Mainz aktiv und seit 2022 bei Crystal Palace unter Vertrag, hatte im Herbst vergangenen Jahres seine ersten drei Einsätze für Frankreich in der WM-Qualifikation gesammelt. Gegen Island beim 2:2 und gegen Aserbaidschan beim 3:1 erzielte der 28-Jährige seine ersten beiden Länderspieltore. Beim März-Lehrgang fehlte er wegen Knieproblemen, die auch seinen Wechsel zur AC Mailand platzen ließen, und verpasste deshalb die Testspiele gegen Brasilien beim 2:1 und Kolumbien beim 3:1.

Hinter Mateta bleibt Randal Kolo Muani ohne WM-Ticket. Der frühere Frankfurter, mittlerweile bei Tottenham Hotspur unter Vertrag, steckt mit den Londonern im Abstiegskampf der Premier League. Im März gehörte der 27-Jährige noch zum Deschamps-Kader und kam gegen Kolumbien als Joker zum Einsatz. Lacroix, einst in Wolfsburg aktiv, war bei Crystal Palace in dieser Saison dagegen eine feste Größe in der Startelf.

Sechs Ex-Bundesliga-Profis im französischen Aufgebot

Insgesamt stehen sechs ehemalige Bundesliga-Profis im französischen WM-Kader. Neben Mateta, Lacroix und dem früheren Dortmunder sowie Ballon-d’Or-Sieger Ousmane Dembélé (PSG, 28) sind auch der frühere Münchner Lucas Hernández (PSG, 30) sowie die Ex-Gladbacher Marcus Thuram (Inter Mailand, 28) und Manu Koné (AS Rom, 24) dabei. Koné sagte laut „RMC Sport“: „Ich bin sehr stolz, nominiert worden zu sein. Ich hoffe, wir werden einen sehr guten Konkurrenzkampf haben, insbesondere für den Trainer.“

Überraschend fehlt dagegen Real-Madrid-Profi Eduardo Camavinga. Deschamps begründete das mit der schwierigen Saison des 23-Jährigen, in der ihn Verletzungen immer wieder zurückwarfen. „Er kommt aus einer schwierigen Saison, in der er verletzungsbedingt weniger gespielt hat“, erklärte der Coach. „Er ist noch jung. Ich muss Entscheidungen treffen, die Kaderzusammenstellung festlegen. Aber ich kann mir seine Enttäuschung heute Abend gut vorstellen.“ Camavinga ist nach den verletzten Hugo Ekitiké (23) und Jérémy Jacquet (20) mit einem Marktwert von 50 Millionen Euro der drittwertvollste französische Spieler, der nicht im WM-Kader steht.

Herzstück und Hoffnungsträger bleibt Kylian Mbappé. Der 27-Jährige stand in den vergangenen Monaten mehrfach wegen Verletzungen im Fokus, nach Knieproblemen im Frühjahr fehlte der Real-Madrid-Stürmer zuletzt zudem wegen eines Muskelfaserrisses. Am Donnerstag hieß es jedoch, dass Mbappé im Ligaspiel gegen Oviedo an diesem Abend um 21:30 Uhr wieder in den Kader zurückkehrt. Trotz seiner Klasse ist der Superstar im Kalenderjahr 2026 nicht Frankreichs bester Torjäger, denn Ousmane Dembélé kommt seit Januar auf 15 Treffer und übertrifft damit Mbappés zwölf Tore. Michael Olise vom FC Bayern liegt ebenfalls bei zwölf Treffern, hat dafür aber acht Partien mehr absolviert. Dembélé kommt im gleichen Zeitraum auf sieben Spiele mehr als Mbappé.