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Der zurück getretene Italien Coach Gennaro Gattuso hat das System der WM-Qualifikation scharf kritisiert und dabei vor allem den Vergleich zwischen Europa und Südamerika in den Mittelpunkt gestellt. Der frühere italienische Nationalspieler störte sich daran, dass sich in Südamerika sechs Teams direkt für die Weltmeisterschaft 2026 qualifizieren und der Siebte noch in die Playoffs darf. Für Italien und andere europäische Nationen sei der Weg dagegen deutlich härter.

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Gattuso kritisiert die ungleiche Verteilung der WM-Tickets
„Das ist nicht fair“, sagte Gattuso mit Blick auf die unterschiedlichen Qualifikationswege der Kontinente. Seine Kritik richtete sich vor allem an die FIFA-Struktur, die aus seiner Sicht die Bedingungen in der CONMEBOL und der UEFA nicht gerecht vergleiche. „Es ist nicht fair, dass sich in Südamerika sechs Teams direkt qualifizieren und der Siebte in die Playoffs geht, während in Europa die Gruppen so eng sind“, so der Italiener deutlich.
Besonders der Blick auf die südamerikanische Tabelle treibt ihn um. „Wenn ich die südamerikanische Gruppe sehe, in der sich sechs Teams direkt für die Weltmeisterschaft qualifizieren, macht mich das schon etwas traurig“, erklärte er. Damit machte Gattuso klar, wie groß aus seiner Sicht die Unterschiede zwischen beiden Verbänden ausfallen.
Europa mit deutlich härterem Weg als CONMEBOL
In der CONMEBOL treten nur zehn Nationen gegeneinander an, am Ende reichen sechs direkte Tickets für die WM 2026. Selbst der Tabellensiebte erhält noch die Chance über die Playoffs. In der UEFA dagegen müssen sich 55 Teams durchsetzen, wobei lediglich die Gruppensieger sicher dabei sind. Alle übrigen Mannschaften sind auf den Umweg über die Playoffs angewiesen.
Vor allem für große Fußballländer wie Italien wird dieser Modus schnell zur Zerreißprobe. Schon kleine Patzer können das sofortige Aus bedeuten, weil der Spielraum in den engen Gruppen minimal ist. Genau deshalb sorgt die Verteilung der WM-Startplätze international erneut für heftige Diskussionen.
Debatte um Fairness und Leistungsdichte
Die Frage bleibt: Ist das System aus Gattusos Sicht tatsächlich zu ungerecht gegenüber den europäischen Top-Nationen, oder spiegelt der Modus in Südamerika die dortige Leistungsdichte nur realistischer wider? Die Debatte um Fairness, Qualifikationsdruck und die Struktur der Kontinentalverbände dürfte damit weiter an Fahrt aufnehmen.