WM 2026: Statement-Sieg – Mexiko stürmt ins Achtelfinale

Mexiko– Ecuador1/16
Mi 01.07. · 03:00 Uhr · Magenta

Früher Doppelschlag im Aztekenstadion

Das Duell zwischen „El Tri“ und „La Tri“ begann erst mit rund einstündiger Verspätung, weil ein Unwetter über Mexiko-Stadt den Anstoß verzögert hatte. Danach entwickelte sich auf 2200 Metern Höhe sofort ein intensives Spiel, in dem Mexiko wie entfesselt startete. Erst vergab Jiménez per Kopf in der siebten Minute, dann ließ auch der auffällige 17 Jahre alte Gilberto Mora eine gute Chance liegen. Auf der anderen Seite scheiterte John Yeboah mit einem wuchtigen Abschluss zunächst an Torhüter Raúl Rangel und dann am Außenpfosten.

MEXIKO-STADT, MEXIKO – 30. JUNI: Johan Vasquez (#5) aus Mexiko wird von Kevin Rodriguez (#11) aus Ecuador während des Achtelfinalspiels der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Mexiko und Ecuador im Stadion von Mexiko-Stadt am 30. Juni 2026 in Mexiko-Stadt, Mexiko, attackiert. (Foto: Carl Recine/Getty Images)
MEXIKO-STADT, MEXIKO – 30. JUNI: Johan Vasquez (#5) aus Mexiko wird von Kevin Rodriguez (#11) aus Ecuador während des Achtelfinalspiels der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Mexiko und Ecuador im Stadion von Mexiko-Stadt am 30. Juni 2026 in Mexiko-Stadt, Mexiko, attackiert. (Foto: Carl Recine/Getty Images)
Die Führung fiel schließlich nach einer starken mexikanischen Phase, als Quinones in der 22. Minute entschlossen zuschlug. Nur neun Minuten später erhöhte Jiménez auf 2:0 und brachte sein Team endgültig auf Kurs. Mit seinem 47. Länderspieltreffer rückte der frühere Bundesliga-Profi auf Platz zwei der besten mexikanischen Torschützen der Geschichte vor und liegt nun nur noch hinter Javier Hernández, genannt „Chicharito“.

Ecuador unter Druck und ohne Antwort

Ecuador, das sich dank des 2:1 gegen Deutschland als einer der besten Dritten für die K.o.-Runde qualifiziert hatte, wirkte nach einer turbulenten Anreise alles andere als frisch. Schon am Vortag hatte die Mannschaft von Sebastian Beccacece unter massiver Flugverspätung, Stau und Unwetter beim Transfer zum Hotel gelitten. In der Nacht hielten zudem feiernde mexikanische Fans das Team wach. Auch auf dem Platz fanden die Südamerikaner lange keinen Zugang.

Nach dem Seitenwechsel nahm Mexiko etwas Tempo aus der Partie, während Ecuador zwar mehr investierte, aber kaum echte Torgefahr entwickelte. Die beste Chance der Gäste im ersten Durchgang hatte erneut Yeboah, der im gebürtigen Hamburger eine auffällige Rolle spielte, doch auch sein Solo wurde von Rangel entschärft. Mora verpasste kurz vor der Pause freistehend die frühe Vorentscheidung, später ließen außerdem César Montes und Johan Vásquez in der 67. Minute per Kopf das mögliche 3:0 liegen.

Heimvorteil bleibt Mexikos Trumpf

Für Mexiko war es bereits der vierte Sieg im vierten Spiel, und der Heimvorteil in der Hauptstadt bleibt beeindruckend. Auch in der Nacht auf Montag um 2.00 Uhr MESZ gegen England oder die Demokratische Republik Kongo kann das Team von Javier Aguirre erneut auf die besondere Stärke im eigenen Stadion bauen. In Mexiko-Stadt hat die Auswahl inklusive der Heimturniere 1970 und 1986 noch nie ein WM-Spiel verloren.

Dieses Fußball-Video könnte dich interessieren:

Für Ecuador bedeutete die Niederlage das frühe Aus. Nach dem DFB-Team und der Elfenbeinküste erwischte es damit auch das dritte Team aus der Gruppe E. Bitter endete der Abend für Piero Hincapié, der in der Nachspielzeit nach einem Videobeweis die Rote Karte sah, weil er sich in einer Auseinandersetzung den Mund zuhielt.