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Im Hard Rock Stadium von Miami kam Uruguay zum WM-Auftakt nicht über ein 1:1 gegen Saudi-Arabien hinaus, und das fühlte sich für den Gruppenfavoriten lange wie eine drohende Blamage an. Abdulelah Al-Amri brachte den Außenseiter in der 41. Minute in Führung, ehe der Debütant Maxi Araujo erst in der 80. Minute zum Ausgleich traf und Uruguay einen Punkt rettete. Es war das erste Gruppenspiel der Gruppe H bei der WM 2026, und der prägende Punkt des Abends war, wie nah die Saudis an einer der frühen Sensationen des Turniers dran waren. Alle Tore und der Verlauf gehören in den Ergebnis-Artikel zum Spiel, hier bündeln wir, wie die Presse das Remis aufgenommen hat.

Aus Deutschland klingt nüchterne Ernüchterung
Die FAZ ordnete das Unentschieden sachlich ein und stellte es in eine Reihe mit dem schwachen Start des anderen Gruppenfavoriten. „Nach Spanien hat auch Uruguay als zweiter Favorit der Gruppe H einen Stotterstart in die Fußball-WM hingelegt“, schrieb das Blatt. Den Auftritt der ersten Halbzeit bewertete die Zeitung als enttäuschend und sah in dem Remis vor allem einen verpassten Pflichtsieg.
Eine Umstellung dreht das Spiel
The Guardian schaute genauer auf den Bruch zwischen den beiden Hälften. „Uruguay war in der ersten Hälfte schwach, doch Valverde ins Mittelfeldzentrum zu ziehen löste eine dominante zweite Hälfte aus“, hieß es in der Analyse. Das britische Medium führte Uruguays Steigerung auf die taktische Umstellung von Trainer Bielsa zurück und betonte, dass die Mannschaft erst mit Valverde im Zentrum Kontrolle über die Partie gewann.
Stolz auf der Verliererstraße der Sieger
Die FIFA gab in ihrem Spielbericht dem unterlegenen Favoriten weniger Raum als dem mutigen Außenseiter. Saudi-Arabiens Trainer Georgios Donis zeigte sich dort zufrieden mit seinem Team. „Es war ein guter Start, und ich glaube, wir hätten den Sieg verdient gehabt“, wurde er zitiert. Donis sah seine Mannschaft näher am Erfolg und nannte das Ziel, sich Schritt für Schritt in Richtung nächste Runde zu spielen.
Ein Debütant als Retter
Africa Top Sports rückte den entscheidenden Moment in den Mittelpunkt. „Uruguay rettete sich im WM-Auftakt einen wertvollen Punkt, nachdem Debütant Maxi Araujo mit einem dramatischen späten Ausgleich das 1:1 gegen Saudi-Arabien sicherte“, schrieb das Portal. Der späte Treffer des Neulings wurde dort als der rettende Augenblick eines ansonsten zähen Abends gewertet.
In den Foren wächst der Respekt
In der Spiel-Diskussion auf r/soccer drehte sich vieles um den Auftritt der Saudis. Ein Nutzer lobte ausdrücklich die Leidenschaft der Mannschaft. „Ich bin auch echt beeindruckt von Saudi-Arabien, liebe ihr Herz, hab ich auch bei der letzten WM schon“, hieß es dort. Ein weiterer Kommentator zog daraus eine grundsätzlichere Lehre. „Muss sagen, ich lag mit dem erweiterten WM-Format falsch. Die Underdogs schlagen sich wirklich überragend“, räumte er ein und revidierte seine Skepsis gegenüber dem aufgestockten Turnier mit 48 Teams.
Worauf sich die Stimmen einigen
Über die Lager hinweg lesen sich die Reaktionen erstaunlich einheitlich. FAZ und Guardian sehen einen schwachen Favoriten, der erst spät und nur halb in die Spur fand, während FIFA, Africa Top Sports und die Foren-Stimmen den Außenseiter ins Zentrum stellen und seinen Mut hervorheben. Der Unterschied liegt im Blickwinkel, nicht im Befund. Wo die deutschen und britischen Beobachter die Enttäuschung Uruguays betonen, feiern andere den fast geglückten Coup der Saudis. Dass ausgerechnet ein Debütant das Remis rettete, eint beide Lesarten.
WM 2026 Tabelle der Gruppe H
Wie es weitergeht
Für beide Teams geht es schon bald weiter. Saudi-Arabien trifft am 21. Juni als Gast auf Spanien, Uruguay empfängt am 22. Juni mit Heimrecht Kap Verde.