BVB stolpert auch über Hoffenheim – und „Legende“ Kramarić

Borussia Dortmund hat auch in Hoffenheim verloren und sich damit die nächste Enttäuschung eingehandelt. Beim 1:2 (0:1) traf Andrej Kramarić für die TSG zweimal vom Punkt und schoss die Gastgeber Richtung Champions League. Der BVB dagegen rutscht nach zwei Niederlagen in Serie Richtung Saisonende weiter ab und machte Bayern München zugleich den Weg zum möglichen Meistertitel frei.

Zwei Hoffenheimer Spieler bejubeln einen Treffer gegen Borussia Dortmund in der Bundesliga-Partie 2026, während der enttäuschte BVB-Torhüter das Geschehen an sich vorüberziehen lässt. (Getty Images)
Zwei Hoffenheimer Spieler bejubeln einen Treffer gegen Borussia Dortmund in der Bundesliga-Partie 2026, während der enttäuschte BVB-Torhüter das Geschehen an sich vorüberziehen lässt. (Getty Images)

Kramarić entscheidet die Partie vom Punkt

In Sinsheim stand nach dem Abpfiff vor allem ein Mann im Mittelpunkt: der 34 Jahre alte Kramarić. Der frühere Hoffenheimer und Dortmund-Schreck verwandelte beide Handelfmeter eiskalt, den entscheidenden tief in der Nachspielzeit. Für ihn waren es bereits die Treffer Nummer zehn und elf in seiner Karriere gegen den BVB.

Während die Dortmunder fassungslos auf dem Rasen verharrten, verschwand auf der anderen Seite Kramarić in einer Jubeltraube. Für Hoffenheim war der Erfolg ein wichtiger Schritt zurück in Richtung Königsklasse, denn die TSG steht als Tabellenfünfter wieder bestens da.

| PreZero Arena | 18.4.2026-15:30
TSG 1899 Hoffenheim
S U N N U
2 : 1
2.11
xG
0.57
Endergebnis
Borussia Dortmund
S S S S N
A. Kramarić
41'
A. Kramarić
90'+8'
S. Guirassy
87'
Tore
Elfmetertor
41'
87'
Elfmetertor
90'
+8
1
Oliver Baumann
13
Bernardo
21
A. Hajdari
5
O. Kabak
34
V. Coufal
18
W. Burger
7
L. Avdullahu
29
Bazoumana Touré
11
F. Asllani
27
A. Kramarić
19
T. Lemperle
1
G. Kobel
4
Nico Schlotterbeck
3
W. Anton
25
N. Süle
24
D. Svensson
7
Jode Bellingham
20
M. Sabitzer
26
J. Ryerson
14
Maximilian Beier
17
Carney Chukwuemeka
21
Fábio Silva
field field

BVB lange ohne Durchschlagskraft

Der Ausgleich durch den eingewechselten Serhou Guirassy in der 87. Minute kam für Dortmund zu spät. Bis dahin hatte die Mannschaft von Niko Kovac offensiv kaum Akzente gesetzt und sich trotz einer deutlichen Steigerung nach der Pause nur selten klare Möglichkeiten erspielt. Erst in der zweiten Halbzeit drückte der BVB die Gastgeber zeitweise tief in die eigene Hälfte, doch echte Großchancen blieben aus.

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Kovac brachte nach knapp einer Stunde den zuletzt angeschlagenen Guirassy, um die Offensive zu beleben. Zunächst änderte das wenig an der zähen Vorstellung, ehe der Torjäger aus 18 Metern doch noch ins linke untere Eck traf. Zuvor hatte Daniel Svensson die Lage nüchtern zusammengefasst: „Wegen zwei Elfmetern zu verlieren, ist hart. Wir brauchen mehr Intensität. Wir wollen die Saison gut zu Ende bringen“.

Süle verletzt sich bei umstrittenem Strafstoß

Besonders bitter verlief die Schlussphase der ersten Halbzeit für den BVB. Niklas Süle rutschte ohne Fremdeinwirkung aus, verletzte sich dabei und musste ausgewechselt werden. In derselben Szene spielte der Ex-Hoffenheimer den Ball zudem mit der Hand, weshalb Schiedsrichter Daniel Siebert aus Berlin nach Ansicht der Videobilder auf Strafstoß entschied. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken sprach anschließend von einem möglichen schweren Befund: „Es besteht der Verdacht auf eine schwere Verletzung“.

Kramarić ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und brachte die TSG vor der Pause in Führung. Nach dem Rückschlag kam Dortmund im zweiten Durchgang zwar mit mehr Energie aus der Kabine, blieb am Ende aber erneut ohne Punkte. Auch die Serie von zehn Auswärtsspielen ohne Niederlage war damit gerissen. Kovac bilanzierte, seine Elf sei in der ersten Halbzeit „nicht auf dem Platz“ gewesen.

Hoffenheim blickt nach oben

Für die Hoffenheimer war der Sieg mehr als nur ein Erfolg gegen einen großen Namen. Andreas Schicker betonte bei Sky die Bedeutung des Torjägers: „Andrej ist ganz, ganz wichtig für uns“, sagte der Sport-Geschäftsführer. „Ich wäre froh, wenn er nächstes Jahr noch hier sein sollte. Wir haben gute Gespräche gehabt. Ich hoffe, dass er bleibt, er ist eine absolute Legende.“

Schicker ordnete den Dreier außerdem als Schritt Richtung internationales Geschäft ein. „Das war ein großer Schritt in Richtung internationales Geschäft. Wenn am Ende die Champions League gelingt, wäre das großartig für den Verein“, sagte er. Für den BVB dagegen verschärfte die Niederlage die Lage zusätzlich: Durch das Dortmunder Scheitern kann Bayern München am Sonntag vorzeitig die Meisterschaft perfekt machen.