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Vor dem WM-Start der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaco am Sonntagabend hat Joachim Löw seine Einschätzung abgegeben, wer im Titelrennen die besten Karten hat. Der frühere Bundestrainer sieht Europameister Spanien vorn und lobt vor allem die spielerische Qualität der Iberer. Für das DFB-Team hat der 66-Jährige dennoch ein positives Gefühl.

Löw setzt auf Spanien
Im RTL-Format „WM-Fieber: Monica Lierhaus und die Bundestrainer“ machte der Weltmeistercoach von 2014 deutlich, welche Zutaten es bei einem langen Turnier braucht. „Wenn man in so ein Turnier geht, dann reicht das Talent alleine ja nicht aus, sondern es braucht Persönlichkeiten, die eine Mannschaft führen können“, sagte Löw.
Hinzu kommen aus seiner Sicht die inneren Werte. Eine Mannschaft müsse „Werte untereinander“ entwickeln und diese auch „verinnerlichen“, erklärte der 66-Jährige. Nur so lasse sich ein Turnier bestehen, in dem Toleranz und vor allem Frusttoleranz gefragt seien, auch dann, wenn ein Spieler einmal nicht zum Einsatz komme.
Worauf es im Turnier ankommt
Löw betonte außerdem, dass jeder im Kader die Aufgabe des anderen kennen müsse. Erst wenn all diese Punkte zusammenkämen, werde aus einer guten Auswahl im Laufe des Wettbewerbs eine verschworene Einheit. Gerade in schwierigen Momenten sei es entscheidend, füreinander da zu sein und das innere Feuer hochzuhalten, sagte er.
Die Überzeugung müsse vorhanden sein, auch große Hürden überwinden zu können. Dann sei sogar etwas „Einmaliges oder Magisches, Großes“ möglich, so Löw. Mit dieser Haltung könne eine Mannschaft über sich hinauswachsen.
Gutes Gefühl für das DFB-Team
Auf die deutsche Auswahl blickt der frühere Bundestrainer vor dem ersten Turnierspiel am Sonntag um 19.00 Uhr MESZ gegen Curacao mit Zuversicht. Die Partie wird in der ARD und bei MagentaTV übertragen. Das DFB-Team sei „auf einem guten Weg“, sagte Löw, und er habe „ein gutes Gefühl“.
Seinen Titelfavoriten hat er dennoch nicht in Deutschland gesehen, sondern in Spanien. Die Spanier verfügten über „eine hohe Schule der Technik, der Taktik“, erklärte Löw. Sie verstünden das Spiel hervorragend und könnten gegen jede Mannschaft dominieren und Akzente setzen. „Sie sind sozusagen der Chef im Ring“, sagte er.