FIFA WM 2026 Regel: UEFA verzichtet auf Rot fürs Mund zuhalten

In den UEFA-Wettbewerben bleibt das Zuhalten des Mundes in einer Konfrontation ohne automatischen Platzverweis. Anders als bei der Fußball-WM wird diese Geste in der Champions League, Europa League und Conference League also nicht direkt mit Rot geahndet.

Schiedsrichter Ismail Elfath zeigt Uruguays Agustín Canobbio die Rote Karte, umringt von spanischen Spielern.
Schlussakt in Guadalajara, Schiedsrichter Ismail Elfath zeigt Uruguays Agustín Canobbio nach einem harten Einsteigen gegen Pau Cubarsi die Rote Karte. Foto: Luke Hales/Getty Images

Nach SID-Informationen hat die Europäische Fußball-Union ihre Mitgliedsverbände am Donnerstag über das Vorgehen für die kommende Saison informiert. Schiedsrichter können das Bedecken des Mundes zwar je nach Situation als unsportlich einstufen und mit Gelb bestrafen, ein Platzverweis ist dafür aber nicht vorgesehen. Unabhängig davon sind danach weiterhin disziplinarische Ermittlungen oder Verfahren möglich.

UEFA setzt bei umstrittener Geste auf Gelb statt Rot

Die BBC hatte zuerst über die Entscheidung berichtet. Hintergrund der neuen FIFA-Regel ist die Vorgabe des International Football Association Board, die für die WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada beschlossen wurde. Dort führte die Auslegung bereits zweimal zu Rot, betroffen waren Paraguays Miguel Almirón und Ecuadors Piero Hincapié.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte sich ausdrücklich für diese strengere Ahndung starkgemacht. Auslöser der Debatte war die Aufregung um Gianluca Prestianni von Benfica Lissabon, der Vinícius Júnior von Real Madrid im Playoff-Duell der Champions League rassistisch beleidigt haben soll und sich dabei das Trikot vor den Mund gezogen hatte.

Auch der VAR bekommt in Europa mehr Befugnisse

Für die Europacup-Wettbewerbe gelten allerdings nicht nur beim Mund-Zuhalten eigene Regeln. Wie bei der WM sollen auch in der Champions League, Europa League und Conference League die Kompetenzen des Video-Assistenten ausgeweitet werden.

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Künftig sollen unter anderem falsch gegebene Ecken per Videobeweis überprüft werden können. Zudem werden Spieler, die aus Protest das Spielfeld verlassen, in den UEFA-Wettbewerben anders als bei der Endrunde nicht mit einer Roten Karte bestraft.