Infantino-Plan: UEFA erwägt WM-Boykott

Der Investorenplan von FIFA-Präsident Gianni Infantino sorgt für eine neue Eskalationsstufe im Verhältnis zur UEFA. Laut mehreren Medienberichten wollen die europäischen Verbände noch in dieser Woche über einen möglichen Boykott der Weltmeisterschaft beraten.

Rodri nimmt den WM-Pokal entgegen: US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino überreichen dem spanischen Mittelfeldspieler die Trophäe nach dem Finalsieg gegen Argentinien am 19. Juli 2026 im New York New Jersey Stadium in East Rutherford. (Carl Recine / Getty Images North America via Getty Images)
Rodri nimmt den WM-Pokal entgegen: US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino überreichen dem spanischen Mittelfeldspieler die Trophäe nach dem Finalsieg gegen Argentinien am 19. Juli 2026 im New York New Jersey Stadium in East Rutherford. (Carl Recine / Getty Images North America via Getty Images)

Stand: 29. Juli 2026, 12:38 Uhr

Europas Verbände beraten über Boykott

Sky, ESPN und Bloomberg berichten von einer geplanten Dringlichkeitssitzung der Europäer. Dabei soll es um die Frage gehen, ob ein Boykott der Weltmeisterschaft als Reaktion auf die Pläne des Weltverbandes infrage kommt.

Der britischen Times zufolge löste die Idee bei Insidern große Bestürzung aus. Hans-Joachim Watzke sagte dem kicker, viele im europäischen Fußball sähen darin einen Angriff auf den Sport und eine überschrittene Grenze.

FIFA plant Beteiligung privater Investoren

Die Times, der Telegraph und die Financial Times hatten berichtet, Infantino wolle über die neu zu gründende Tochterfirma FIFA Forward Enterprise zwischen 20 und 30 Prozent der Anteile an der Fußball-Weltmeisterschaft an private Investoren abtreten.

Die UEFA erklärte, sie nehme die Angelegenheit äußerst ernst. Auch EU-Sportkommissar Glenn Micallef und der britische Premierminister Andy Burnham kritisierten die zunehmende Kommerzialisierung und verwiesen auf mögliche wettbewerbsrechtliche Fragen.

Häufige Fragen zu dieser Meldung

Worüber wollen die europäischen Verbände beraten?

Sie wollen über einen möglichen Boykott der Weltmeisterschaft sprechen. Laut mehreren Medienberichten soll dazu noch in dieser Woche eine Dringlichkeitssitzung stattfinden.

Was sieht Infantinos Investorenplan vor?

Über die geplante FIFA Forward Enterprise sollen nach Medienberichten 20 bis 30 Prozent der Anteile an der Weltmeisterschaft an private Investoren abgegeben werden.

Quelle: AFP, Meldung vom 29.07.2026, 12:30 Uhr.

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