Inhaltsverzeichnis - das findest du hier
- 1 Spanien: „Der Erbe gegen den Meister“
- 2 Argentinien: Messi, der König, der seine Krone verteidigt
- 3 Deutschland und international: „Als hätte Jordan einen kleinen LeBron gebadet“
- 4 Wer überträgt das WM-Finale?
- 5 Live Ticker Spanien gegen Argentinien – MetLife Stadium New York WM 2026 Stadion
- 5.1 Aufstellung Spanien
- 5.2 Aufstellung Argentinien
- 5.2.1 Was passiert bei Blitzschlag? Das FIFA-Protokoll fürs Finale
- 5.2.2 Spaniens Abschlusstraining fällt dem Sturm zum Opfer
- 5.2.3 Schwere Unwetter über New York, 24 Stunden vor dem Finale
- 5.2.4 So überträgt das ZDF, so überträgt MagentaTV
- 5.2.5 Streit um den Rasenverkauf im Finalstadion
- 5.2.6 Wie das MetLife Stadium das Finale bekam: De Niro und ein Rasen-Argument
- 5.2.7 Sieben von zehn Experten tippen auf Spanien
- 5.2.8 Messi über das Babyfoto mit Yamal: „Das ist verrückt“
- 5.2.9 Trump überreicht den Pokal, Sheinbaum kommt mit
- 5.2.10 Die Statistik: bester Angriff gegen beste Abwehr
- 5.2.11 Martínez spielt mit gebrochenem Ringfinger
- 5.2.12 Scaloni zu Messis womöglich letzter WM: „Woher soll ich das wissen“
- 5.2.13 Messi über das Badewannen-Foto mit Yamal: „Verrückt“
- 5.2.14 Rodri warnt: „Argentinien ist viel mehr als nur Messi“
- 5.2.15 Grünes Licht: Yamal und Porro sind fit
- 5.2.16 Das Finale: Spanien gegen Argentinien in East Rutherford
- 5.2.17 WM Finale 2026: Die 37 wichtigsten Fragen & Antworten zu Spanien gegen Argentinien
Einen Tag vor dem WM-Finale 2026 zwischen Spanien und Argentinien dreht sich die Fußballwelt noch immer um ein Foto vom Dezember 2007: Lionel Messi, damals 20 Jahre alt, badet bei einer Wohltätigkeitsaktion des FC Barcelona einen fünf Monate alten Säugling. Das Baby heißt Lamine Yamal und ist am vergangenen Montag 19 geworden. Am Sonntag (21:00 Uhr MESZ, live im ZDF und bei MagentaTV) stehen sich beide erstmals auf einem Fußballplatz gegenüber, im MetLife Stadium vor den Toren New Yorks. Wir haben die Presse in Spanien, Argentinien, Deutschland und international gelesen, von der Expertenrunde der Daily Mail über die Yamal-Analyse von The Athletic bis zu Toni Kroos: Das schreiben sie vor dem Endspiel.

Spanien: „Der Erbe gegen den Meister“
Die spanische Presse erzählt das Finale als Stabübergabe. El Español seine Vorschau mit „La final del último Mundial de Messi y el primero de Lamine Yamal“, also dem Finale von Messis letzter und Yamals erster WM, und nennt es ein „Duell der Epochen um den Thron des Fußballs“. Über Messi heißt es, er stehe „jetzt bei 21 als der beste Torschütze, den man je gesehen hat“, über Yamal dagegen: „Seine beste Version hat man noch nicht gesehen.“
Noch zugespitzter formuliert es die Barça-nahe Culemania: „El heredero frente al maestro“, der Erbe gegen den Meister. Das Blatt rechnet vor, was ein spanischer Sieg bedeuten würde: Die Mannschaft hätte auf ihrem Weg Cristiano Ronaldo, Kylian Mbappé und Messi ausgeschaltet, der größte Wurf seit dem Titel von 2010.
Barcelonas Präsident Joan Laporta, dessen Klub acht Finalisten stellt, ordnet das Duell so ein: „Messi ist Vergangenheit und Gegenwart, Lamine ist Gegenwart und Zukunft.“ Zum Stilvergleich sagt er: „Argentinien ist aggressiver, die spanische Auswahl spielt geschlossener, mit einem Stil, der eher dem des Barça ähnelt.“
Der spanische Verband selbst stimmt auf das Duell mit einem Blick in die Geschichte ein. Unter dem Titel „España, Argentina: donde emergen las estrellas“ rechnet die RFEF, wie eng sich beide Nationen seit über sieben Jahrzehnten gegenüberstehen: 14 Duelle, sechs Siege für jede Seite, zwei Unentschieden, 19:18 Tore für Spanien. Das erste Aufeinandertreffen datiert vom 7. Dezember 1952 im Madrider Estadio de Chamartín, Argentinien gewann 1:0. Bei einer WM trafen beide bislang nur ein einziges Mal aufeinander: am 13. Juli 1966 in Birmingham, als ein Doppelpack von Luis Artime das 2:1 für die Albiceleste sicherte. Den höchsten Sieg feierte Spanien am 27. März 2018, ein 6:1 mit einem Dreierpack von Isco.
Sorgen um Yamal, Respekt für de la Fuente
Die einzige echte sportliche Unsicherheit hat einen Namen. El Nacional „Máxima precaución en España“ und berichtet, Yamal habe drei Tage vor dem Finale mit Verband am linken Oberschenkel separat trainiert, dazu leichte Beschwerden im rechten Knöchel. Pedro Porro fehlte ebenfalls im Mannschaftstraining, muskuläre Überlastung. Beide sollen spielen können, es sei eine reine Vorsichtsmaßnahme.
El Español außerdem den Trainer, dessen Bilanz kurios ist: vier Turniere, vier Endspiele. Luis de la Fuente gewann seit Dezember 2022 die Nations League und die EM, verlor das Nations-League-Finale 2025 und steht nun im WM-Finale. Mit einem Sieg wäre Spanien zudem alleiniger Rekordhalter, die Serie von 37 Spielen ohne Niederlage entspricht aktuell exakt der italienischen Bestmarke.

Argentinien: Messi, der König, der seine Krone verteidigt
In Argentinien liefert Messi die Zitate selbst. Bei Ámbito er sich auf den Gegner ein: „España es una selección enorme, con grandísimos jugadores y con juego“, Spanien sei eine riesige Auswahl mit ganz großen Spielern und mit einer Spielidee. Er kenne die Spieler, habe gegen sie gespielt und verfolge sie: „Mehrere sind bei Barça, dem Klub, den ich liebe und verfolge. Also ein besonderes Spiel.“ Seine Erwartung: „Ein WM-Finale, bei dem ich mir vorstelle, dass alles sehr ausgeglichen wird.“
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Perfil für das Duell tief in die Kiste: „Der Fußball hat eine launische Erzählkunst, die sich kein Hollywood-Drehbuchautor getraut hätte zu schreiben.“ Messi sei „der König, der seine Krone verteidigt“, Yamal „der Erbe, der die Geschichte herausfordern will“. Dem 19-Jährigen bescheinigt das Blatt eine „Fähigkeit, Lösungen zu erfinden“, die unweigerlich an die Anfänge Messis erinnere.
Infobae der Frage nach, wie Messi mit 39 Jahren so ein Turnier spielen kann, und liefert Zahlen: acht Tore und vier Vorlagen in sieben Spielen, 24 gelungene Dribblings, in Katar 2022 waren es 15. Seine Spitzengeschwindigkeit stieg laut seinem Ernährungsberater Ismael Galancho von 29,38 auf 30,9 km/h. Messi selbst sagt: „Ich habe mich fast ein Jahr lang auf diese WM vorbereitet.“ Rodrigo de Paul ergänzt: „Seit zwei, drei Monaten bereiten wir uns mit einem Plan darauf vor.“
Der Verband AFA gibt derweil den Ton der Euphorie vor. Dort ist Scaloni mit dem Satz zitiert, der das Selbstverständnis dieser Mannschaft zusammenfasst: „Wir sind einzigartig, und das ist keine Arroganz. Das ist Herz.“ Messi selbst wird auf der Verbandsseite mit den Worten wiedergegeben: „Es ist verrückt, was diese Gruppe geschafft hat: zwei Finals in Folge.“ Und mit Blick auf Sonntag: „Die Leute sollen weiter genießen. Danach möge geschehen, was Gott will.“ Es ist Argentiniens siebtes WM-Finale, gejagt wird der vierte Stern.
Das Duell der Trainerfreunde und ein Präsident im Aberglauben
Auch die argentinische Presse hat die Freundschaft der Trainer entdeckt. Lionel Scaloni sagt bei Infobae Luis de la Fuente: „Er war mein Lehrer und hat uns, die wir diesen Kurs in Las Rozas machten, enorm geholfen.“ Und weiter: „Ich mag seine Nahbarkeit, und zufällig treffen wir uns heute in einem Finale.“ De la Fuente erwidert: „Ich freue mich sehr darauf, gegen Argentinien zu spielen, wegen der Freundschaft, die ich mit Lionel Scaloni habe. Ich bin fußballerisch sein Bewunderer, und er ist ein großartiger Mensch.“
Präsident Javier Milei bleibt derweil zu Hause, aus Aberglaube. Perfil ihn mit den Worten, er werde das Finale wie alle Spiele von der Residenz in Olivos aus sehen, in seiner YPF-Jacke: „Ich schwitze wie ein Verurteilter, aber das einzige Mal, als ich sie auszog, bekamen wir ein Tor.“ Und mit Blick auf den möglichen Jubel fügt er hinzu: „Die Politik darf sich die WM nicht aneignen.“
Deutschland und international: „Als hätte Jordan einen kleinen LeBron gebadet“
International liefert das Badewannen-Foto den Aufhänger. ESPN den Fotografen Joan Monfort aufgetrieben, der die Szene 2007 einfing: „Messi ist sehr introvertiert und schüchtern. Er betrat die Kabine und fand eine mit Wasser gefüllte Plastikwanne vor, mit einem Baby darin. Anfangs wusste er gar nicht, wie er ihn halten sollte.“ Yamals Vater, der die Bilder Jahre später veröffentlichte, nennt sie „den Beginn zweier Legenden“. Yamal selbst sagte bei DAZN Spanien, das Foto sei „irre“, und auf die Frage, ob es das Bild des WM-Finales sein könne: „Hoffentlich.“
Eurosport Italia das schönste Bild für die Fallhöhe: „Es ist, als hätte Michael Jordan einen kleinen LeBron James gebadet, das ist absurd.“ Und Thierry Henry schwärmt bei FOX Sports: „Was will man mehr? Europameister gegen Südamerikameister und Weltmeister. Lamine Yamal gegen Lionel Messi. Die Zukunft, und dieser Typ ist die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft und für immer.“
In Deutschland rechnet ran schon weiter: Messi sei auf dem Weg zum neunten Ballon d’Or, „große Spieler entscheiden große Spiele“, und der Superstar zeige „selbst mit 39 Jahren kaum Abnutzungserscheinungen“. Beide Titel, individuell und mit dem Team, könne nur noch Spanien verhindern. ZDFheute zwei Premieren hervor: Noch nie stand in einem WM-Finale der Titelverteidiger dem Europameister gegenüber, und erstmals seit fast einem halben Jahrhundert steht kein Spieler des FC Bayern im Endspiel. Aus Deutschland meldet sich zudem ein Weltmeister zu Wort: Toni Kroos traut Spanien den Titel zu und sieht die Auswahl von Luis de la Fuente als Favoriten auf den zweiten Weltmeistertitel der Verbandsgeschichte. Die italienische Agentur ANSA derweil eine Messi-Marke nebenbei: Er bestreitet sein drittes WM-Finale und wäre der erste Spieler überhaupt, der in allen dreien in der Startelf stünde.
Die ausführlichste Würdigung des jüngeren der beiden Protagonisten kommt von The Athletic. Jack Lang beschreibt Yamal dort als Genie auf der Suche nach seinem Meisterwerk: Am Montag wurde der Flügelspieler 19 Jahre alt, am Sonntag könnte das Finale zur Krönung und zugleich zur Staffelübergabe werden, weil es fast sicher Messis letztes Spiel auf dieser Bühne ist. Der Text sammelt die Stimmen derer, die ihn kennen. Spaniens Trainer Luis de la Fuente sagt, der Flügelspieler sei „von Gottes Zauberstab berührt“. Thierry Henry formulierte es bei der Marca so: „Der Junge spielt, als wäre er zurück in seinem Viertel.“ Und Xavi, der ihn mit 15 Jahren zu den Profis holte, erinnert sich: „Man konnte schon etwas Anderes sehen, etwas Besonderes. Er traf hervorragende Entscheidungen. Er machte selten Fehler.“ Yamals eigener Leitsatz klingt dagegen fast beiläufig: „Es geht darum, ruhig zu bleiben. Wenn ich mit dem Ball im Strafraum bin, entscheide ich, was passiert.“
Bei The Athletic ist auch nachzulesen, was Messi am Freitag in New York über das berühmte Badewannen-Foto sagte: „Ehrlich gesagt ist dieses Foto von uns verrückt, denn, nun ja, so ist das Leben, oder? Ich habe ein Foto mit ihm als Baby gemacht, und jetzt stehen wir uns beide in einem WM-Finale gegenüber.“ Zum sportlichen Duell wurde der Kapitän dann deutlich: „Lamine ist ein riesiges Talent, jemand, den ich viel verfolgt habe, weil er für einen Klub spielt, den ich liebe.“ Und weiter: „Er hat eine große Chance, etwas Historisches zu erreichen, und wir werden unser Äußerstes tun, damit das diesmal nicht passiert.“ In sozialen Netzwerken kursieren derweil Schätzungen, die Wahrscheinlichkeit für diese Verkettung liege bei etwa eins zu 48 Milliarden.
England: Die Expertenrunde der Daily Mail tippt 7:3 für Spanien
Am deutlichsten wird das Meinungsbild in England. Die Daily Mail ließ zehn ihrer Fachleute das Endspiel tippen, sieben entschieden sich für Spanien, drei für Argentinien. Matt Barlow nennt die Auswahl von Luis de la Fuente „die wohl kompletteste Mannschaft“ des Turniers und führt technische Qualität, den taktischen Verstand von Rodri, die Tiefe der Bank und das schnelle Zurückerobern des Balls an. Sein Fazit lautet: „Der beste Angriff gegen die beste Abwehr. Das könnte ein Klassiker werden.“ Chris Wheeler argumentiert, Spanien habe gegen Frankreich „Tuchel und England vorgemacht, wie man eine Führung hält“, während Argentinien in der K.o.-Runde gegen Kap Verde, Ägypten und England jeweils hart am Wind segelte: „Das Glück geht ihnen aus.“ James Sharpe verweist darauf, dass Spanien die französische Offensivreihe mit Mbappé, Dembélé, Barcola und Olise komplett neutralisiert habe, und wird grundsätzlich: „Spanien wird sich nicht zurückziehen. Spanien wird pressen, passen und siegen.“
Die Minderheit hält dagegen und stützt sich auf das, was sich statistisch schlecht abbilden lässt. Ollie Holt hat Argentinien bei dieser WM zweimal live gesehen, gegen Kap Verde und gegen England, und beide Male beobachtet, wie sich diese Mannschaft aus Widrigkeiten befreit: „Messi ist der beste Spieler, den ich je gesehen habe, und ich will, dass er ganz oben abtritt.“ Jack Gaughan formuliert es beinahe schicksalhaft: „Dieser Wille, dieser Geist, es wirkt alles wie vorgeschrieben“, und hebt hervor, dass Scaloni im Halbfinale bewiesen habe, mehr als ein Verlängerter Arm seiner Spieler zu sein. Anthony Hay nennt die späten Siege gegen Kap Verde nach Verlängerung, gegen Ägypten und gegen England als Beleg dafür, dass Argentinien bis zum Schluss kämpft, und hält Messi trotz Rodri und Yamal für den besten Spieler auf dem Platz. Die nackten Zahlen bleiben derweil bemerkenswert ausgeglichen: Argentinien stellt mit 19 Treffern den besten Angriff des Turniers, Spanien mit einem einzigen Gegentor die beste Abwehr.
Wer überträgt das WM-Finale?
Das Endspiel läuft am Sonntag ab 21:00 Uhr MESZ live und kostenlos im ZDF, die Vorberichte starten um 19:30 Uhr. Parallel zeigt MagentaTV das Finale ab 18:30 Uhr in UHD/4K. Unsere Einschätzung zum Ausgang steht in der Prognose zum WM-Finale, alle Fakten zum Spiel in den Fragen und Antworten zum Finale.
Stand: 18. Juli 2026, 18:42 Uhr
Live Ticker Spanien gegen Argentinien – MetLife Stadium New York WM 2026 Stadion
Aufstellung Spanien
Unai Simón, Pedro Porro, Pau Cubarsí, Aymeric Laporte, Marc Cucurella, Rodri, Fabián Ruiz, Lamine Yamal, Dani Olmo, Álex Baena, Mikel Oyarzabal
Aufstellung Argentinien
Emiliano Martínez, Nahuel Molina, Cristian Romero, Lisandro Martínez, Nicolás Tagliafico, Rodrigo de Paul, Leandro Paredes, Enzo Fernández, Alexis Mac Allister, Lionel Messi, Julián Álvarez
Was passiert bei Blitzschlag? Das FIFA-Protokoll fürs Finale
Für den Fall der Fälle hat die FIFA ein festes Verfahren. Schlägt ein Blitz im Umkreis von acht Meilen, also rund 13 Kilometern, um das Stadion ein, muss die Partie unterbrochen werden. Weitergespielt werden darf erst, wenn 30 Minuten lang keine weitere elektrische Entladung registriert wird. Wetterbedingte Unterbrechungen gab es bei diesem Turnier bereits mehrfach, unter anderem beim englischen Achtelfinalsieg gegen Mexiko. Nach der aktuellen Vorhersage ist am Sonntag aber nicht damit zu rechnen.
Spaniens Abschlusstraining fällt dem Sturm zum Opfer
Die Gewitter haben Spaniens Vorbereitung durcheinandergebracht. Das Abschlusstraining wurde erst verschoben und dann komplett abgesagt. „Das Training der spanischen Nationalmannschaft auf dem Melanie Lane Training Ground in New Jersey wurde nach dem Storm Safety Protocol der Vereinigten Staaten ausgesetzt“, teilte der spanische Verband mit: „Die Spieler absolvieren derzeit eine Aktivierungseinheit in der Halle.“ Argentinien musste ebenfalls nach drinnen ausweichen, konnte danach aber noch im Freien auf Rasen arbeiten.
Schwere Unwetter über New York, 24 Stunden vor dem Finale
Am Samstag haben schwere Gewitter die Region um den Finalort getroffen. Sturzfluten legten New York City phasenweise lahm, für Teile von New Jersey galt eine Tornado-Warnung, dazu kamen Böen von mehr als 100 km/h. Stellenweise fielen bis zu 75 Millimeter Regen in einer einzigen Stunde. Entwarnung gibt es dennoch: Für den Finaltag sagen die Modelle rund 28 Grad, nahezu wolkenlosen Himmel und keinen Regen voraus. Alle Details zum Wetter im MetLife Stadium.
So überträgt das ZDF, so überträgt MagentaTV
Das Finale läuft frei empfangbar im ZDF ab 19:30 Uhr und parallel bei MagentaTV ab 18:30 Uhr, Anpfiff ist um 21:00 Uhr MESZ. Im ZDF kommentiert Oliver Schmidt, aus dem Stadion moderiert Jochen Breyer mit Christoph Kramer und Per Mertesacker, im Studio führt Katrin Müller-Hohenstein mit Friederike Kromp und Christian Streich durch den Abend, Field-Reporterin ist Amelie Stiefvatter, Schiedsrichter-Experte Thorsten Kinhöfer. Bei MagentaTV kommentiert Wolff Fuss, im Stadion moderieren Johannes B. Kerner und Laura Wontorra mit Tabea Kemme, Thomas Müller, Mats Hummels und Jürgen Klopp, dazu Taktik-Analyse von Jan Henkel und Patrick Ittrich als Schiedsrichter-Experte. Der Taktik-Feed kommt von Benni Zander mit Tobias Schweinsteiger, den Spezial-Kommentar sprechen Basti Schwele und Rick Goldmann.
Streit um den Rasenverkauf im Finalstadion
Die FIFA verkauft Stücke des MetLife-Rasens für 450 bis 3000 Dollar, ausgeliefert wird nach dem Finale. In New Jersey kommt das nicht gut an. „Die FIFA soll von unserem Rasen runter, buchstäblich. Das ist staatliches Eigentum“, sagte der Abgeordnete Michael Inganamort. Gouverneurin Mikie Sherrill spottete: „Die FIFA hat ‚fass mal Gras an' gehört und gefragt: Wie viel können wir dafür verlangen?“ Zuvor waren 13 Millionen Dollar Steuergeld in den Rasen geflossen.
Wie das MetLife Stadium das Finale bekam: De Niro und ein Rasen-Argument
The Athletic hat die Vorgeschichte der Vergabe aufgeschrieben. Konkurrent war Dallas, entschieden wurde an einem Sonntagabend im Februar 2024, letztlich von Gianni Infantino. Für New York sprachen die Anstoßzeit um 15:00 Uhr Ortszeit, die für Europa und beide Amerikas passt, rund 10.000 Plätze mehr als in Dallas und vor allem der Rasen: FIFA-Rasenchef Alan Ferguson wollte die Sonne nicht 39 Tage lang aus einer geschlossenen Halle aussperren. „Das wollte ich nicht riskieren“, sagte er und verspricht für Sonntag „eine fantastische Oberfläche“. Beworben hatte sich New York unter anderem mit einem Video, das Robert De Niro sprach: „Wir wagen es, groß zu träumen, richtig groß.“
Sieben von zehn Experten tippen auf Spanien
Die Daily Mail hat zehn ihrer Fachleute nach dem Finalsieger gefragt. Sieben tippen auf Spanien, drei auf Argentinien. Für den Europameister sprechen aus Sicht der Runde die Kaderbreite, die Kontrolle über das Mittelfeld durch Rodri und der Auftritt gegen Frankreich, dessen Offensive um Mbappé, Dembélé, Barcola und Olise praktisch chancenlos blieb. „Der beste Angriff gegen die beste Abwehr, das könnte ein Klassiker werden“, schreibt Matt Barlow. Für Argentinien führen die anderen drei den Willen und die späten Siege gegen Kap Verde, Ägypten und England an. Auch Toni Kroos traut Spanien den Titel zu.
Messi über das Babyfoto mit Yamal: „Das ist verrückt“
Lionel Messi hat am Freitag in New York erstmals ausführlich über die Bilder gesprochen, die ihn im Dezember 2007 beim Baden des damals fünf Monate alten Lamine Yamal zeigen. Entstanden sind sie bei einer Wohltätigkeitsaktion des FC Barcelona. „Ehrlich gesagt ist dieses Foto von uns verrückt, denn, nun ja, so ist das Leben, oder? Ich habe ein Foto mit ihm als Baby gemacht, und jetzt stehen wir uns beide in einem WM-Finale gegenüber“, sagte der 39-Jährige. Über seinen 19 Jahre alten Gegenspieler: „Er hat eine große Chance, etwas Historisches zu erreichen, und wir werden unser Äußerstes tun, damit das diesmal nicht passiert.“
Trump überreicht den Pokal, Sheinbaum kommt mit
Auf der Tribüne wird es prominent: US-Präsident Donald Trump besucht sein erstes WM-Stadion und übergibt dem Weltmeister bei der Siegerehrung die Trophäe. Auf seine Einladung kommt auch Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum, dazu haben sich Spaniens König Felipe VI. und Ministerpräsident Pedro Sánchez angekündigt. Argentiniens Präsident Javier Milei bleibt aus Aberglaube fern.
Die Statistik: bester Angriff gegen beste Abwehr
Argentinien hat mit 19 Toren den erfolgreichsten Angriff und den höchsten Expected-Goals-Wert des Turniers (15,38), Spanien folgt dicht dahinter (14,96) und kassierte in sieben Spielen erst ein Gegentor. Messi führt fast jede Einzelkategorie an: acht Tore, vier Vorlagen, 34 Torschüsse. Rodri kommt auf die meisten angekommenen Pässe (648) und die meisten hochintensiven Läufe (919) der gesamten WM.
Martínez spielt mit gebrochenem Ringfinger
Argentiniens Torhüter geht angeschlagen ins zweite WM-Finale seiner Karriere. Im Mai brach sich Emiliano Martínez den rechten Ringfinger, eine Operation lehnte er ab, um die WM spielen zu können. „Meine Hand schmerzt noch immer“, sagte der Held des Endspiels von 2022. Zum möglichen Elfmeterschießen: „Man muss sich genau im Moment des Ballkontakts bewegen.“
Scaloni zu Messis womöglich letzter WM: „Woher soll ich das wissen“
Ist das Finale Messis letztes WM-Spiel? „Woher soll ich das wissen. Das müssten Sie ihn fragen. Ich habe keine Ahnung, denn er überrascht mich immer wieder“, sagte Lionel Scaloni. Es wäre das 34. WM-Spiel des 39-Jährigen bei seiner sechsten Endrunde, exakt 20 Jahre nach dem Debüt 2006 in Deutschland. „Mit 39 Jahren noch ein Finale zu erreichen, ist unglaublich.“
Messi über das Badewannen-Foto mit Yamal: „Verrückt“
Beim Fanfest im Javits Center in Manhattan, moderiert von Tom Brady, Novak Djokovic, Kevin Durant und Rio Ferdinand, sprach Lionel Messi erstmals über die Bilder von 2007. Damals wusch der 20-jährige Messi den sechs Monate alten Lamine Yamal für einen UNICEF-Kalender des FC Barcelona. „Dieses Foto ist verrückt“, sagte Messi: „Das Leben ist verrückt, und die Tatsache, dass wir beide uns nach diesem Foto bei der Weltmeisterschaft gegenüberstehen, ist unglaublich.“
Rodri warnt: „Argentinien ist viel mehr als nur Messi“
Spaniens Spielmacher nimmt den Gegner ernst. „Für mich ist er der beste Spieler aller Zeiten. Er hat seine Nationalmannschaft angeführt, aber Argentinien ist viel mehr als nur Messi“, sagte Rodri. Zum eigenen Team: „Wir sind schwer zu schlagen. Wir kontrollieren beide Strafräume und das Mittelfeld gut. Wir haben wenige Schwächen. Welche das sind, behalte ich für mich.“ Und: „Wir müssen mehr Siegeswillen als Angst vor einer Niederlage haben.“
Grünes Licht: Yamal und Porro sind fit
Luis de la Fuente hat die letzten Zweifel ausgeräumt. „Ihm geht es gut. Alle haben gut trainiert“, sagte Spaniens Trainer über Lamine Yamal, der im Halbfinale einen Tritt gegen den linken Oberschenkel abbekommen hatte, ausgerechnet bei der Aktion zum Foulelfmeter. „Das war sehr schmerzhaft für ihn, aber jetzt geht es ihm gut, er ist in bester Verfassung.“ Auch Pedro Porro, Torschütze zum 2:0 gegen Frankreich, ist einsatzbereit.
Das Finale: Spanien gegen Argentinien in East Rutherford
Am Sonntag um 21:00 Uhr MESZ steigt im MetLife Stadium in East Rutherford das 104. und letzte Spiel dieser Weltmeisterschaft. Europameister Spanien trifft auf Titelverteidiger Argentinien, live bei ZDF und MagentaTV. Es ist erst das zweite WM-Duell der beiden: 1966 gewann Argentinien im Villa Park von Birmingham mit 2:1.
WM Finale 2026: Die 37 wichtigsten Fragen & Antworten zu Spanien gegen Argentinien
Mehr geht nicht, wir haben alles zusammen gefasst für euch: WM Finale 2026: Die 37 wichtigsten Fragen & Antworten zu Spanien gegen Argentinien